Spike, es mag sein, dass meine Aussagen manchmal etwas radikal klingen, aber das ist bewußt so gehalten, damit sich eben eine Diskussion ergibt, die Unwissende aufklärt und Wissende zum Nachdenken bringt.
Das Regenerieren hat im Übrigen nur mittelbar etwas mit der Verrußung der Ansaugwege zu tun und spielte daher in meinen Überlegungen auch keine Rolle. Im Grunde ist der Diesel für PKW eigentlich tot. Alle Maßnahmen, die Abgase irgendwie wieder sauber zu bekommen (AGR, DPF, Kat, AdBlue etc.), erhöhen entweder die Kosten oder den Verbrauch und das teils drastisch. Das macht ein solches Fahrzeug irgendwann unrentabel - entweder für den Kunden oder für den Hersteller. Die sinkenden Absatzzahlen an Privatkunden und die steigenden "Tuningmaßnahmen" zur Stillegung, Umgehung oder "Optimierung" dieser Systeme sprechen eine deutliche Sprache.
Derzeit kämpft man beim Diesel gegen Partikelzahlen, NOx und CO2, aber wenn irgendjemand auf die Idee kommt auch noch Partikelgröße oder deren Zusammensetzung zum Abgasgütekriterium zu ernennen (und konsequenterweise müsste das erfolgen), dann bedeutet das unweigwerlich das Aus für den Diesel (allerdings auch für die meisten Benzindirekteinspritzer heutiger Bauart).
Es gibt einfach keine Möglichkeit, Transport von Menschen oder Gütern mit Kraftfahrzeugen umweltneutral zu gestalten. Wir alle werden uns ab einem bestimmten Zeitpunkt entscheiden müssen, wieviel Umweltsau wir sein wollen und ich nehme an, dass dieser Zeitpunkt recht nahe ist. Dann müssen Kompromisse her und ich gehe davon aus, dass Antriebskonzepte wie der Dieselmotor dann nur noch in einem bestimmten Lastnutzenverhältnis zum Einsatz kommen dürfen. Dann sind wir wieder bei dem Spruch: Diesel ist für Landwirte und Trucker!
OH