Beiträge von Onkel Henry

    Das Gas, welches heisser verbrennt,


    Da muss ich aber lachen. Wieso verbrennt denn Gas heißer? Da hast du aber einiges durcheinander geworfen. Die Verbrennungstemperaturen sind in erster Linie von der Gemischzusammensetzung abhängig, das können Schweißausbilder dir hervorragend erklären und demonstrieren. Mageres Gemisch verbrennt dabei potenziell mit höheren Temperaturen als fettes Gemisch, ein Umstand, denn sich Fahrzeugentwickler zunutze machen um Katalysatoren zu kühlen. Nicht zuletzt fangen Close-Coupled-Cat Fahrzeuge bei Vollast überdurchschnittlich das Saufen an.

    Es muss also verhindert werden, dass das Gemisch mager wird. Im Regelbereich ist das relativ einfach, da die Lambdasonde mageres Gemisch erkennt und damit das Steuergerät veranlasst, entsprechend nachzuregeln. Kritisch wird es im Volllastbereich. In der Vergangenheit wurden dort die Motoren mit festen Tabellenwerten betrieben, die sich aber auf den Energiegehalt des Benzins bezogen. Der 20%ige Abschlag für LPG hätte entsprechend vom Gasmodul kompensiert werden müssen, was in den meisten Fällen aber nicht gelang. Dadurch wurden viele Motoren zu heiß und das macht sich zuerst an den emfindlichsten Stellen bemerkbar und das waren meist die Ventile und ihre Sitze.

    Heutzutage sind einige Fahrzeughersteller dazu übergegangen das Lambdasignal auch bei Volllast mit einzubeziehen doch immer noch stellt sich das Problem der Abmagerung im LPG Betrieb, denn die Anhebung erfolgt weiterhin nur für den Benzinbetrieb und das ist für LPG meist zu wenig. Als zusätzliches Problem ergibt sich bei Turbomotoren, dass die erforderliche Masse an Gas von so mancher Anlage im Volllastbereich nicht dauerhaft zur Verfügung gestellt werden kann (das befürchte ich auch bei der hier erwähnten Zavoli Anlage).

    Wenn ein Umrüster also seine Anlage ab einer bestimmten Drehzahl zurück auf Benzin schalten lässt, dann ist das in meinen Augen und entgegen der landläufigen Meinung eben nicht ein Pfuscher, sondern jemand, der die Zusammenhänge begriffen hat.

    OH

    Ist es denn sinnvoll bzw. lohnenswert so ein Teil zu verbauen?

    Das würde ich ja gerne herausfinden wollen, nur niemand baut ein solches Ventil ein. Stattdessen stürzt man sich immer wieder auf die Schläuche, ohne zu hinterfragen, warum diese reissen.

    Der 2.0l Diesel scheint da aber auch nicht so gefährdet zu sein, denn ich lese das viel häufiger bei den 2.2ern.

    OH

    Im Diesel gibt es erst gar keins, weil die schlauen Konstrukteure sagen, dass es beim Diesel keine Drosselklappe gibt, die plötzlich geschlossen wird, so dass es im Ansaugbereich eine (nicht nur für Schläuche) schädliche Druckspitze gibt. Wer beim Diesel so etwas wie ein Pop-off-, Schubumluft- o.ä. Ventil haben möchte, muss das schon selbst in die Hand nehmen.

    OH

    Die auf der Webseite gezeigte Liste ist zwar gut ein Jahr alt, aber der Mondeo EB240 fehlt da. Komischerweise stürzen sich die Anbieter alle auf den S-Max mit 149 KW.
    Das was dort als "Vorteil" gelistet wird, wird für mich damit zum Nachteil:

    Zitat

    schnelle Programmierung, da die Steuergeräte fahrzeugspezifisch mit der entsprechenden Firmware versehen werden

    OH



    Die von dir genannten Anlagen sind aber Saugrohreinspritzer und damit für den Ecoboost eigentlich ungeeignet. Zu Flashlube sag ich jetzt mal nix, sonst artet das hier zum Grabenkrieg aus.

    OH

    Ich weiß ja nicht, was du als schwierig empfindest, aber es geht in etwa so: Auto auf die Bühne oder Grube fahren. Motorpappe abbauen, Ablasschraube am Getriebe rausdrehen, Öl auffangen. Dann Ablasschraube wieder rein, Einlasschraube rausdrehen, mit geeignetem Hilfsmittel etwa 1,75l Öl einfüllen, bis es an der Einlassöffnung wieder austritt. Einlasschraube wieder reindrehen, Ölsiff abwischen, Motorpappe wieder dranbauen - fertig.

    Und bei solchen Schrauben immer dran denken: Nach ganz fest kommt ab!

    OH

    Cng ist Erdgas.
    Und ich kauf mir keinen ecoboost mit 240PS um ihn dann wie ein Rentner um die Kurve zu schieben damit er im gasbetrieb gut läuft. Ist aber nur meine Meinung.


    Die Firma heißt nun mal so, macht aber trotzdem die LPG-Einbauten für Ford.

    Den Scorpio hab ich auch nicht wie ein Rentner gefahren, dafür aber etwa 90.000 km mit LPG. Ich habe lediglich ab 4000/min auf Benzin umgeschaltet, wenn die länger als nur zum Beschleunigen anlagen. Mit 4000/min läuft der Mondeo 200 km/h und in dem Bereich tummeln sich dann eher Rentner vom Schlage eines Walter Röhrl.

    Aber diese Argumente habe ich schon zu Genüge gehört. Trotz der Beschränkungen (kein Vollast, hohe Beladung im Gebirge oder Anhängerbetrieb mit LPG) liefen etwa 95% aller Fahrten mit dem Scorpio auf LPG. Die Einbaukosten für die Anlage hatte ich nach 15 Monaten wieder reingefahren und nach meinen Berechnungen hat sie mir ab da satt 4000,- € Spritkosten erspart. Genau aus diesem Grund suche ich ja für den Mondeo auch nach einer gescheiten Anlage.

    OH

    Nicht freigegeben heißt aber nicht automatisch, dass es nicht geht. Es kann auch heißen, wurde nicht geprüft. Ford investiert da sowieso nix. Alle LPG Fahrzeuge sind nachträgliche Umrüstungen eines Drittanbieters (ich glaube, die heißen CNG-Technik Mainz) und der investiert nicht hohe Summen, um alle Motoren zu prüfen.
    OH

    Dann ist ja alles klar.....raus damit und gut...bzw. ggf einen anderen Grill kaufen.....

    Da wäre ich vorsichtig. Wenn mich nicht alles täuscht, ist die Kühlerjalousie modulüberwacht. Übrigens würde der Ausbau den Verbrauch erhöhen, womit der ein oder andere noch leben könnte. Höherer Verbrauch bringt aber automatisch mehr CO2 und damit höhere Kfz-Steuern. Den Rest kann man sich wohl denken.
    OH

    Ossi, was ist das denn wieder für ne Rechnerei. Den Wertverlust fährst du mit und ohne LPG ein. Relevanter ist doch, wie lange du die Anlage nutzen und damit Geld sparen kannst. Wenn sich das innerhalb von zwei Jahren armortisiert und danach die Gewinnphase eintritt, dann finde ich das durchaus lohnenswert.

    OH

    Was ihr immer mit euren gehärteten Ventilen und -sitzen habt. Der EB ist sowieso ein Direkteinspritzer, womit das Kühlen der Einlassseite durch Sprit schon mal wegfällt. Die müssen das also schon abkönnen und die Auslassventile müssen von je her warmfest sein. Einzig bei Vollast wäre ich noch vorsichtig, denn wenn hier wie so oft mit der Kalibrierung des Originalmoduls gefahren wird, dann könnte das Vollastgemisch zu mager werden.

    Mir würde lediglich Sorgen machen, ob Hochdruckpumpe und Injektoren mit dem LPG zurecht kommen, denn das kommt ja wohl ganz ohne Additive.

    OH