Posts by oldrebel

    GRA = Geschwindigkeitsregelanlage = Tempomat?

    Die hat mit dem AGR nur indirekt zu tun, nicht mehr und nicht weniger als das Gaspedal, weil der Tempomat nur Software ist, die das Gaspedal simmuliert.

    Hmm, ja, der Rost ist da schon ziemlich gut heimisch in Deinem Motorraum. Das sieht man am Zustand der meisten Schrauben. Du solltest auch mal die (erreichbaren) Massepunkte lösen und vom Rost befreien. Wenn es da Übergangswiderstände gibt, kann es denselben Effekt haben. Besonders wichtig im Zusammenhang mit dem Motorstart ist das dicke Masseband vom Minuspol der Batterie an seiner Verschraubung am Motorblock.

    Korrektur: Das Motorsteuergerät ist schon im Spiel, aber nur indirekt.

    Ein separates Glühkerzensteuergerät gibt es bei Deinem Motor nicht.

    Die Sicherung 4 ist innerhalb der Sicherungsbox fest auf den Schalteingang vom Relais R4 verdrahtet. Der Schaltausgang geht mit einem violetten 6mm-Kabel raus. Dort ist dann ein Lötpunkt, an dem ein 2,5mm-Kabel (gleichfalls violett) zurück zur Box, darin über die Sicherung 2 und von dort wieder raus zum Motorsteuergerät führt. Dies gibt der Motorsteuerung das Signal, dass sein Vorglühbefehl an das Relais auch umgesetzt wurde, d.h. dass wirklich vorgeglüht wird.

    Das 6mm-Kabel führt weiter in Richtung Motor. Kurz vor dem 4-poligen Verbindungsstecker teilt es sich in einem ziemlich dicken Lötpunkt auf in 4x 2,5mm. Jedes dieser weiterhin violetten Strippen geht durch den Verbindungsstecker und auf je 1 Glühkerze.

    Das ist alles.

    Wenn Du in diesem Stromkreis weniger als 12 Volt misst (und wenn die Messung korrekt erfolgt), dann fließt irgendwo Strom ungewollt ab. Wie gesagt, suche den 4-poligen Verbinder, trenne ihn und prüfe ob da alles sauber ist.

    Die Kabel zu den Glühkerzen sind alle gleichfarbig violett. Sie kommen direkt vom Motorsteuergerät, das sitzt hinter der Stoßstange vorne links. Zwischen diesem Steuergerät und den Glühkerzen liegt ein 4-poliger Verbindungsstecker (je 1 Pin pro Glühkerze). Wo der sich genau befindet, weiß ich nicht, könnte etwa auf halbem Weg dorthin sein). Vielleicht verfolgst Du mal diese 4 violetten Kabel und suchst diesen Stecker. Wenn der z.B. arg versifft ist, könnte hier Strom ungewollt abfließen sodass zu wenig an den Kerzen ankommt.

    Richtig, der "originale" Puma von 1997-2002 ist ein Fiesta MK4/MK5 mit veränderter Karosserie, ansonsten identischer Technik, einzig wahlweise mit dem 1,7er Zetec, den es ansonsten in keinem anderen Modell gab.

    Die Mondeo MK2-Plattform kam im Cougar zur Anwendung. Vielleicht verwechselst Du das. Den gab es auch mit Duratec-V6.

    Das waren noch Zeiten, als Ford Mut zum Design hatte: vom Cougar über den Puma bis hin zum Colani-Ka :)

    Naja, irgendwie schon, aber nicht wirklich.

    Beide sind auf der Fiesta-Platform aufgebaut, der alte war ein Coupé und der neue möchte es wohl sein. Klar, Zeitgeschmack und Technik sind nicht mehr vergleichbar. Gleiches gilt übrigens für den neuen "Capri", der nächsten Monat vorgestellt werden soll....

    Hallo,

    na, da hast Du aber die einschlägigen Medienmeldungen "verschlafen". Wohl zu sehr die reine "Mondeo-Brille" aufgehabt? ;)

    Ford hat den Fiesta tatsächlich Ende 2022/Anfang 2023 aus dem Programm genommen, a) weil die globale Modellpolitik in eine andere Richtung zeigt, und b) weil sie künftig im Kölner Werk E-Autos produzieren wollen.

    Zur Modellpolitik:

    Ford (Weltkonzernzentrale in USA) hatte schon Ende der 2010er Jahre beschlossen, den nur noch in Mitteleuropa und Japan existenten Pkw-Sektor (in Fernost sogar nur Klein- und Kleinstwagen) aufzugeben, weil er global gesehen nicht mehr lukrativ ist. Überall anders auf der Welt gibt es solche Fahrzeugtypen von Ford schon länger nicht mehr. Ja, das bedeutet, dass fast alle der alt-bekannten Ford-Modelle langsam von unseren Straßen verschwinden werden. Zuerst der B-MAX (abgelöst vom Kompakt-SUV Puma 2020), dann der C-MAX, der Ka, der Mondeo/S-MAX/Galaxy, jetzt der Fiesta, demnächst auch der Focus. Übrig bleiben nur SUVs (Kuga, Puma als Kompakt-SUV), Nutzfahrzeuge (Transit und dessen Familienkutschen-Mischform Tourneo), die in Europa eher seltenen aber weltweit sehr erfolgreichen Trucks, und das Traditionsmodell Mustang.

    Ja, damit verschwinden sehr bekannte Marken, den Fiesta gab es seit 48 (!) Jahren, der Mondeo wurde "nur" 30. Ford hat sich als Pkw-Hersteller damit komplett zurückgezogen. Wer auf SUVs steht, ist zudem bei Ford quasi auf ein einziges Modell festgelegt.

    Zur Nachfolgersuche: Ein Fiesta MK8 der letzten Bauserie ist ein durch und durch ausgereiftes Fahrzeug. Warum also nicht als jungen Gebrauchten? Alternativ - gerade mit Schwerbehinderung - schau mal den Puma (Modell 2020) an. Den gibt's neu, er ist auf dem Fiesta aufgebaut, aber etwas höher und daher besser zum Einsteigen und übersichtlicher.

    Der C-MAX wird seit Jahren nicht mehr gebaut, also haben wir eine Bandbreite von 5 - 21 Jahren Fahrzeugalter. Einen 1,6er aks Sauger gab es zu jeder Zeit, ab dem MK2 in 2010 mit Ventilzeitverstellung. Wenn es ein Ecobooster sein soll, dann eingeschränkt auf den Bauzeitraum 10/2010 bis 03/2015, danach wurde er vom 1,5 Ecoboost abgelöst.

    MK1 sollte man aufgrund des Alters nicht mehr empfehlen, höchstens als Not-Übergangslösung. MK2 dürften noch durchaus zu finden sein, ich sehe immer wieder mal welche rumfahren. Einfach die Gebrauchtwagenbörsen quälen, und vielleicht nicht so eng auf einen bestimmten Motor festlegen - besonders wenn es rasch gehen soll.

    Tja, hmm, nach STVO sind die Fahrer verpflichtet, sich vor Antritt einer Fahrt von der Verkehrssicherheit des Fahrzeugs zu überzeugen. Das hieße auch, dass man erstmal einen Lampentest machen müsste, vorn und hinten. Aber wer macht das schon - besonders bei all diesen internen Überwachungsfunktionen? Vorne bemerkt man einen nicht-gemeldeten Defekte vielleicht während der Fahrt, hinten eher nicht. Ich weiß so auch nicht, wie lange ich so "unterbelichtet" unterwegs war.

    Gestern habe ich beim Entriegeln zufällig bemerkt, dass der rechte hintere Blinker nicht aufleuchtete. Okay, Birne kaputt, kann ja mal vorkommen. Also umsichtig heimgefahren, weil er ja den nachfolgenden Verkehrsteilnehmern keinen Richtungswechsel nach rechts anzeigt. Ich weiß selber, wie wichtig das wäre. Ich wunderte mich nur, dass der Wagen nicht, wie ich es erwarten würde, die defekte Blinkerbirne durch schnelleren Blinktakt "meldete".

    Zuhause neue Birne genommen, seitliche Heckverkleidung geöffnet, und ... hoppla: Da war einfach nur die Birnenhalterung aus der Leuchte gerutscht und hing am Kabel. Beide dortigen Birnen (Blinker und Standlicht/Bremslicht) sind völlig in Ordnung.

    Damit wurde auch klar, warum der Wagen trotz scheinbar ausgefallenem Blinker nichts meldet.

    So ein Schlingel aber auch :nono:

    Ob der fehlende Gurtschloßkontakt nun irgendeinen Einfluß auf das Rückhaltesystem hat kann ich nicht sagen. Auch nicht ob es einen DTC wirft

    Doch, hat Einfluss. Denn wenn dem Airbagmodul (RCM) nicht gemeldet ist, dass der Gurt angelegt ist, zündet die 2. Stufe vom betreffenden Frontairbag anders (minimal später), weil das System davon ausgeht, dass die Person frei in den sich entfaltenden Airbag fliegt und dort "später auftrifft" als wenn sie bereits vom blockierenden Gurt gehalten wird.

    Die Gurtstraffer zünden m.W. auch nur, wenn der Gurt über diesen Kontakt als "angelegt" erkannt wird.

    Mit Sitzbelegungsmatte vorn rechts kann es sogar sein, dass der Beifahrerairbag garnicht zündet wenn der Sitz als "nicht belegt" und der Gurt als "nicht angelegt" erkannt wird.Ähnlich verhält es sich für die Beifahrerairbagabschaltung, wenn vorhanden und aktiviert.

    Leider geht aus den Unterlagen nicht hervor, ob es sich beim Gurtschlosskontakt um einen Öffner- oder Schließerkontakt oder um irgendein anderes physikalisches Prinzip handelt. Dem Modulselbsttest dürfte er also nicht unterliegen, da man die Zündung ja an- oder abgeschnallt einschalten kann. Nachdem sowohl "offen" wie "geschlossen" für das Modul ein gültiger Wert ist, dürfte es hierzu auch keine DTCs geben.

    Zur Eingangsproblemstellung:

    Der Gurtwarner (bim-bim) ist ein sinnvolles Zubehör, aber nicht TÜV-relevant. Schließlich kann man ihn ja auch deaktivieren. Und wie sollte das in Prüfer feststellen? Es findet ja keine Probefahrt statt. Geprüft wird hier: a) geht nach Zündung-ein die Airbaganzeige im Kombiinstrument aus? b) reagiert die Gurtsperre an allen Gurten richtig, wenn man dran zieht? c) Lassen sich die Gurte in die Gurtschlösser korrekt einstecken und sitzen fest?

    Arbeiten am Airbagsystem sind grundsätzlich immer Werkstattsache. Wenn es wirklich am Gurtschlosskontakt liegt, kommt nur ein Tausch der Gurtpeitsche infrage. Und das macht die Werkstatt.

    Bis auf einige Kleinigkeiten wie etwa das Kennzeichenlicht. Das z. B. ist nicht überwacht.

    Ebenso nicht die Nebelscheinwerfer und due Nebelschlussleuchten. Bei den Rückfahrleuchten bin ich mir nicht sicher. Auch nicht bei den Seitenblinkern beim Facelift, da diese über die Türmodule laufen.

    Interessant ist dagegen, dass mit dem originalen AHK-Modul auch die gleichen Leuchten am Anhänger überwacht werden wie die am Fahrzeug, und das mit gesonderter Meldung im Display ("Bremslicht Anhänger def." oder so ähnlich).