Beiträge von Onkel Henry

    Das kann ich nicht beurteilen, du müsstest da mal eher deine Frau fragen. Aber bei fünf Kindern gehe ich zumindest davon aus, dass sie alles richtig gemacht hat. Vielleicht hätte sie dir bei deinem Problem mit den Gummis die entscheidenden Hinweise liefern können.

    OH

    Ein erheblicher Teil der Dieselfahrer hat sich schlichtweg selbst verarscht. Entweder hat man sich nicht ausreichend informiert oder wider besseren Wissens weiter einen Diesel gekauft. Ist ja jetzt nicht anders. Und selbst wenn die Entscheidung zum Zeitpunkt des Kaufs richtig erschien, so muss das ja nicht heißen, dass sie für alle Ewigkeit richtig bleibt. Auch bei anderen Entscheidungen im Leben kann es sich herausstellen, dass sie irgendwann unvorteilhaft werden. Dagegen gibt es keine Vollversicherung.

    OH

    Der Staat sind wir alle, man möge doch bitte Ämter und Behörden und deren Bedienstete vom Begriff "Staat" trennen. Guckst du Wikipedia:

    Zitat

    Entscheidende Bestandteile der heute gesetzmäßigen Begriffsdeutung sind:

    • eine irgendwie geartete politische Vereinigung einer größeren Menschengruppe, die
    • in einem mehr oder weniger geschlossenen Gebiet
    • unter einer mehr oder weniger einheitlichen Form der – etablierten, durchgesetzten oder beschlossenen – Machtausübung lebt.

    OH

    Die Fehlercodes deuten auf eine Undichtigkeit im Hochdrucksystem hin, denn die Saugseite ist meines Wissens nicht überwacht. Denkbar wäre, dass eines der drei Hochdruckpumpenelemente defekt ist. Mit den verbliebenen zwei könnte die Pumpe noch halbwegs Druck aufbauen, aber die Menge würde nicht mehr stimmen. Das würde zu einem ungewöhnlich schnellen Absinken des Raildrucks führen, immer wenn das defekte Pumpenelement eigentlich nachfördern müsste.

    Dazu passen würde auch, dass bei hoher Belastung die Beschleunigung einbricht, denn genau dann wird ja am meisten Kraftstoff benötigt. Ist nur eine Theorie und leider ließe sich die nur bestätigen, wenn man die Pumpe austauscht. Für mal eben auszuprobieren vielleicht ein wenig zu teuer.

    OH

    Wenn man solche Berichte liest, beschleicht einen das Gefühl, dass es gar keine Rolle spielt, ob das Auto jemals auf dem Prüfstand angeblich die Grenzwerte eingehalten hat oder nicht. Ich habe auch so meine Zweifel, dass die Tests mit den Softwareänderungen bei den Schummeldieseln überhaupt vom KBA fachlich begleitet und vor Ort überwacht wurden. Ich könnte wetten, dass man sich wieder nur auf die Angaben der ach so honorigen Hersteller verlassen hat.

    Mich wundert nur, dass die Karren von den überführten Bescheißern immer noch weggehen wie warme Semmeln. Da soll der arme mündige Verbraucher bitteschön dann auch nicht das Jammern anfangen, wenn anschließend ihm die Soße wieder ans Bein spritzt.

    OH

    Ich denke, Thoralf regt die vorübergehende Entfernung der Anlage aus dem Kabelstrang an, damit erkennbar ist, ob die Anlage einen Einfluss hat oder nicht. Verschwindet der Fehler damit und lässt sich kein Fehler an der Verkabelung finden, dann ist der Verursacher wohl das Steuergerät für die LPG-Anlage (wäre nicht das erste Mal). Das ist der nächste sinnvolle Schritt und ich bezweifle, dass du weitere zielführende Vorschläge erhalten wirst, denn im Verlauf dieses Trööts haben wir eigentlich schon alles Relevante abgedeckt.

    OH

    Nee, du übersiehst, dass die Autos dann nicht mehr nach Euro 4 oder 5 eingestuft werden können. Damit fielen sie eigentlich in die deutlich höher besteuerten tieferen Klassen. CO2 Besteuerung galt sowieso erst ab Juli 2009 und konnte davor nur für einen Übergangszeitraum gewählt werden, wenn die Steuer entsprechend niedriger ausgefallen wäre, als wenn nach Schadstoffklasse und Hubraum besteuert worden wäre. Auch für diese Regelung gilt, dass mindestens Euro 4 erfüllt sein musste, für die bereits NOx-Grenzwerte bestanden.

    OH

    Nee, Ossi hat da schon in gewisser Weise Recht. Folgendes lässt sich auf der Seite des ADAC finden:

    Zitat

    Pkw, die im Zeitraum zwischen dem 5. November 2008 und dem 30. Juni 2009 erstmals zugelassen wurden, werden nach Ablauf einer etwaigen Steuerbefreiung (siehe unten) mit der für sie günstigeren Variante der Kfz-Steuer – also entweder „alte Hubraumsteuer“ oder „neue CO2-Steuer“ besteuert (sog. „Günstigerregelung“). Der Fahrzeughalter muss hier nicht tätig werden – die entsprechende korrekte Berechnung nimmt das Finanzamt „automatisch“ vor.

    Zur Steuerbefreiung:

    • Alle neuen, zwischen 5. November 2008 und 30. Juni 2009 erstmalig zugelassenen Pkw (Euro 4) zahlten ein Jahr keine Kfz-Steuer. Der Steuer-Malus von 1,20 € je 100 cm³ Hubraum für Die­sel-Pkw ohne Partikelfilter blieb davon jedoch unberührt.
    • Für in dieser Zeit neu zugelassene Euro 5 und Euro 6-Pkw entfiel die Kfz-Steuer für max. ein weiteres Jahr.
    • Die Steuerbegünstigung endet allerdings in jedem Fall am 31.12.2010, auch, wenn der Begünstigungszeitraum bis dahin nicht voll ausgeschöpft wurde. Die volle zweijährige Steuer­befreiung für Euro 5 und Euro 6 konnte somit nur der ausschöpfen, der ein entsprechendes Pkw-Modell bis spätestens Ende 2008 zugelassen hatte.

    Da der NOx Ausstoß Bestandteil der Schadstoff Klassifizierung war, würde ein Überschreiten des Grenzwertes automatisch dazu führen, dass das Fahrzeug seine Einstufung verliert und damit auch nicht hätte nach der günstigeren Schadstoffklasse besteuert bzw. teilweise von der Steuer befreit werden dürfen.

    Viel gravierender wäre aber vermutlich, dass diese Fahrzeuge die Zulassungsregularien nicht mehr erfüllen würden, was zu einer Stilllegung führen müsste. Das wird von einigen Zulassungsstellen ja offensichtlich auch für die Schummeldiesel aus dem VW-Konzern bereits praktiziert, deren Halter die Umrüstung verweigern.

    OH

    Kurz und knapp: Da lag kein Steuervergehen vor, sondern ein Verstoß gegen Emissionsvorgaben und damit gegen amerikanische Bundesgesetze. Dafür ist der jeweilige Hersteller und nicht der einzelne Kunde verantwortlich.

    OH

    Keine Ahnung wieso VW, Mercedes und Co nicht wegen Steuerbetrugs angezeigt werden. Das sind Milliarden die dem Finanzamt entgangen sind und entgehen. Der Diesel wurde durch den manipulierten Schadstoffausstoß falsch besteuert.

    Ganz einfach: Die zahlen ja nicht die Kfz-Steuer der Dieselfahrer, also haben sie dabei auch nicht betrogen, sondern ihre Kunden. Nun müsste also ein Staatsanwalt Klage gegen jeden einzelnen der sowieso schon gebeutelten Dieselbesitzer erheben und die dann im Gegenzug Schadenersatz gegen den jeweiligen Verkäufer/Händler des Vehikels einklagen und zum guten Schluss die Händler wieder gegen die Konzerne. Das kann nicht wirklich jemand wollen.

    Ob aber überhaupt ein Grund zur Klage vorliegt, müsste erst einmal technisch und auch juristisch einwandfrei geklärt werden. Solange nämlich ein Fahrzeug die zum Zeitpunkt der Homologation gültigen Grenzwerte in den vorgeschriebenen Prüfverfahren einhält, kann dem betreffenden Hersteller kaum etwas vorgeworfen werden. Genau aus diesem Grund tut sich die derzeitige Politikerriege ja auch so schwer, die Autoindustrie zu Hardwarenachrüstungen zu zwingen. Entsprechende Gutachten und Gegengutachten im Rahmen von Gerichtsverfahren mit ihren entsprechenden Revisionsmöglichkeiten würden Zeiträume in Anspruch nehmen, die die Nutzungsdauer der betroffenen Fahrzeuge höchstwahrscheinlich zum überwiegenden Teil überdauern würden.

    Geholfen ist damit niemandem. In der Zwischenzeit erkranken weiterhin Leute und die Luft bleibt erst einmal schlecht in den bekannten Gegenden.

    Was in Deutschland derzeit fehlt, ist der allgemeine Wille und das Streben nach Nachhaltigkeit. Das Rumgeeiere mit den Dieseln zeigt nur zu deutlich, wie sehr man wieder Regelungen mit der heißen Nadel strickt, statt frühzeitig zu steuern und einzugreifen. Die Grenzwerte sind um die Jahrtausendwende verabschiedet worden und bereits seit 2010 mahnt man aus EU-Kreisen, dass die Luftbelastung in vielen Städten zu hoch ist. Das hat aber nicht dazu geführt, dass man nach Ursachen geforscht und Maßnahmen ergriffen hätte. Ämter und Behörden schliefen den Schlaf der Gerechten und auch die Politik sah sich nicht genötigt in irgendeiner Weise einzugreifen.

    Das geschieht erst, seitdem Gerichte geltendes Recht anwenden und klare Forderungen stellen, wie die lange missachteten Grenzwerte ab sofort einzuhalten sind.

    Diese Mechanismen sind in nahezu allen Bereichen zu beobachten, aber am meisten, wo Umweltaspekte mit wirtschaftlichen Bestrebungen kollidieren. Da wird es regelmäßig haarsträubend! Dazu betrachte man nur z.B. den Dämmwahnsinn, bei dem staatlich verordnet in ganz Deutschland für horrende Summen quadratkilometerweise Fassaden mit nachweislich umweltproblematischen Materialien bepflastert werden, deren Wirkung sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen.

    Schon in wenigen Jahren werden wir feststellen, dass diese Materialien eine Umweltzeitbombe beinhalten, die ihresgleichen sucht, denn dieser großzügig verteilte Sondermüll muss nach wenigen Jahrzehnten bereits wieder entsorgt werden. Neben den nicht ganz preiswerten technischen Anlagen in ausreichender Anzahl benötigt man dazu auch erhebliche Mengen Energie - bis heute mehr, als man mit dem Mist jemals einsparen könnte.

    Staatlich verordneter Irrsinn in Reinkultur wie man ihn tagtäglich kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen kann.

    OH

    Von kompletten Fahrverboten war ja sowieso nie die Rede. Aber in den Städten, in denen die Schadstoffbelastung anhaltend die Grenzwerte überschreitet, sehen Richter derzeit Fahrverbote für ältere Diesel als alternativlos.
    Und von unabhängiger Justiz hast du doch schon gehört, oder? Also so richtig unabhängiger - nicht türkisch unabhängig!
    OH

    Der Duratec dürfte weder in Bezug auf NOx noch Feinstaub ein Problem bekommen, weil er als Saugrohreinspritzer da kaum Schadstoffe ausstößt. Für den Ecoboost mit Euro 5 dürfte das in Bezug auf Feinstaub schon anders aussehen. Leider hört man von diesem ehemals ziemlich offentlichkeitswirksamen Schadstoff derzeit kaum noch etwas. Ich bezweifle aber, dass sich die früheren eklatanten Grenzwertüberschreitungen mittlerweile buchstäblich in Luft aufgelöst haben. Von daher ist die Befürchtung, dass es auch zu einem späteren Zeitpunkt die Besitzer älterer Benzindirekteinspritzer treffen könnte nicht von der Hand zu weisen.

    Es kann allerdings auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass nun alle Dieselfahrer auf Benziner umsteigen. Das in Verbindung mit dem unseligen SUV-Boom wäre der Todesstoß für jedes Klimaziel.
    OH