Beiträge von Onkel Henry

    Das ist beim Diesel keine Drosselklappe, sondern eine Wirbelklappe und erfüllt damit eine gänzlich andere Funktion als beim Benziner. Eine Kalibrierung ist daher nicht nötig und kann nicht Ursache für eure Schwierigkeiten sein.
    Fangen wir doch mal von vorne an: Warum wurden denn die Rücklaufleitung und die Wirbelklappe getauscht?
    OH

    hier wurde ja aber auch anhand einer VW Vertragswerkstatt gezeigt wie Teile (Kabelbaum) eben nicht getauscht wurden, der Tausch aber auf der Rechnung vermerkt wurde. Und das ist und bleibt Abzocke...

    Das ist nicht Abzocke sondern Betrug und das darf man ruhig auch so nennen, denn § 263 StGB sagt: (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    Es ist also kein Kavaliersdelikt, wenn man für den Ausbau des Handschuhfachs eine Dreiviertelstunde berechnet, selbst wenn man die Zeit anderweitig mit der Suche nach dem Fehler verbracht hat. Dann muss das eben so auf der Rechnung als Diagnose erscheinen und der Mechatroniker wäre gut beraten, als vertrauensbildende Maßnahme ein Diagnoseprotokoll zu erstellen.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Test dilettantisch aufgebaut und durchgeführt wurde. Ich unterstelle mal den Medienheinis, dass sie es nicht besser wussten, aber ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger hätte es besser wissen und machen müssen.

    Allerdings übt der Beitrag ja auch deutliche Kritik am Vertragshändler-System, wo von oben Quoten vorgegeben werden die zu erfüllen sind ("...ansonsten gibt es keine Rabatte auf Ersatzteile mehr für den Händler...").
    Der Druck der da von oben generiert wird geht halt am Ende immer zu Lasten der Kunden.


    Noch so eine Tatsachenverdrehung aus diesem unsäglichen Bericht. "Druck von oben" in der Definiton "vom Fahrzeughersteller ausgeübt", kann höchstens in Niederlassungen praktiziert werden, weil die direkt mit dem Hersteller verbunden sind. Dort kann der Hersteller entsprechend Druck ausüben.
    Alle anderen sind selbstständig agierende Vertragspartner des Herstellers und können selbst entscheiden, ob und wieviel Ersatzteile sie von ihm beziehen. Wer das nicht glauben will, der kann sich gerne mal mit dem Thema Gruppenfreistellungsverordnung beschäftigen und insbesondere mit den Regularien für das Kfz-Gewerbe. Alles andere unterliegt den üblichen Mechanismen des Marktes, zu denen auch Rabatte für Abnahmemengen gehören. Die räumt aber nicht nur der Fahrzeughersteller ein, sondern andere Marktteilnehmer auch. Somit würde also nicht nur "Druck" von dieser Seite bestehen, sondern auch z.B. von Edeka und Co, wenn mal wieder Klopapier im Fünferpack angeboten wird, wovon nur vier bezahlt werden müssen. Dann packst du dir halt die Bude voll mit Klorollen, auch wenn du nur jeden Monat eine brauchst. Da muss man als Kaufmann halt abwägen, ob die Ersparnis die Kapitalbindung aufwiegt.
    Wenn (wie im Beitrag gesehen) ein Betrieb behauptet, er könne ohne die Rabatte auf Ersatzteile des Fahrzeugherstellers nicht überleben, dann hat der ein grundlegendes Problem in seinem Betrieb und das liegt nicht auf Seiten des Herstellers.
    OH

    CO2 Test kannst du dir wohl sparen. Wäre es mein Auto, würde ich den Kopf runter machen und nachsehen, was Sache ist. Du musst eben nur vorher entscheiden, ob du den Verkäufer belangen willst oder nicht. Dann empfiehlt es sich, das Vorgehen mit einem Anwalt und einem Sachverständigen näher abzustimmen. Nach der Werkstatt zu fragen kannst du dir direkt sparen, denn die ist nicht dein Vertragspartner sondern der des Verkäufers, welcher wiederum dein Vertragspartner ist. Ansprüche kannst du also nur an den stellen.
    OH

    hier im Forum wird dauernd gepredigt, dass man die Aufträge stellen soll als "Geräusch beseitigen" und nicht als "Klimakompressor tauschen, weil das Geräusch von dem kommen könnte. Das ist auch so und Onkel Henrys Wall of Text daher Unsinn.

    Unsinn ist, dass du hier versuchst den Eindruck zu erwecken, ich hätte etwas anderes behauptet.
    OH

    Wenn jemand ein 10 Jahre altes Auto verkauft und dazu erzählt, dass wegen Kühlwasserverlust schon Mal die ZKD getauscht wurde, kann man beim besten Willen nicht von arglistiger Täuschung sprechen.

    Sicher kann man das, wenn der Betreffende verschweigt, dass das Problem nach dem Tausch der ZKd nicht behoben ist und er den für dieses Fahrzeug üblichen Marktpreis verlangt.
    OH

    Solche Tests gehören eigentlich wegen Schwachsinnigkeit verboten. Die schicken ein Fahrzeug, das von einem "Experten" mit einer defekten Sicherung präpariert wurde, in die Werkstatt. Was erwarten die denn, was dann passiert? Wer den Beruf mal gelernt hat, der nimmt eine durchgegangene Sicherung eben nicht auf die leichte Schulter, denn das bedeutet im Normalfall, dass der abgesicherte Stromkreis auf irgendeine Art überlastet worden ist. Den Kunden einfach mit einer neuen Sicherung wieder auf die Straße zu schicken bedeutet nichts anderes, als das man billigend in Kauf nimmt, dass der mit dem selben Defekt über kurz oder lang wieder auf der Matte steht - und mit Recht sauer ist!
    Wenn dann in solchen Fällen nach der Ursache gesucht wird, dann heißt es direkt, da wurde unnötiger Aufwand betrieben um den Kunden abzuzocken. Werden dann noch Teile ausgetauscht, weil die unter Umständen nach dem Ausschlußverfahren (übrigens: typische Vorgehensweise von Ärzten bei unklaren Krankheitsbildern - da spricht keiner von Abzocke sondern von ärtztlicher Fürsorge!) als Verursacher übrig bleiben, ist das Geschrei umso größer.
    Mit Sicherheit bin ich nicht mit allem einverstanden, was Werkstätten so fabrizieren , aber von Experten, die Autos für Tests präparieren, erwarte ich ein etwas differenzierteres Vorgehen und nicht den in diesem Bericht gezeigten Dilettantismus.
    OH

    Und nu????


    Gewährleistung oder Privatverkauf? Falls Letzteres bekommst du nur Geld zurück, wenn du arglistige Täuschung nachweisen kannst. Die Chancen dafür stehen möglicherweise nicht schlecht, denn der Vorbesitzer hat ja schon einmal die ZKD gewechselt und dass macht man nicht mal eben so zum Spass.
    Dein erster Weg sollte dann zu einem Anwalt führen und der zweite wird wohl dann der zu einem Sachverständigen sein, der dir eine gerichtsfeste Analyse deines Motors fertigt. Aber das kostet natürlich alles Zeit und Geld.
    OH

    Wenn ich diesen "Autopapst" höre, kräuseln sich mir die Fußnägel. Da soll der Kunde als eigentlicher technischer Laie einen spezifischen Werkstattauftrag zu einem Problem definieren, dessen Ursache er in aller Regel nicht kennt und deren Behebung zum Zeitpunkt der Auftragserstellung vermutlich allen Beteiligten daher unklar ist. Das ist komplett weltfremd!
    Der Kunde kann nur das Symptom schildern und dessen Behebung in Auftrag geben. Gezahlt werden muss dann die fachgerechte Diagnose und die zielführende Reparatur - und nur die!
    Lediglich den Ratschlag, sich die Altteile zu Beweiszwecken aushändigen oder mindestens sich zeigen zu lassen, würde ich unterstützen. Aber auch hier ist Sachverstand gefragt, um beurteilen zu können, ob die Teile aus dem eigenen Auto stammen können und ob ihr Austausch gerechtfertigt war.
    OH

    Er soll ja seinen Weg gehen, aber im Verlauf werden sich vermutlich noch andere einer krassen Ausdrucksweise bedienen, da wollte ich ihn schon mal drauf vorbereiten. Klar ist, hier in Deutschland dürfte es kaum jemanden geben, der so einen Umbau schon einmal gemacht hat. Auch wenn das jetzt auf bestimmte Charaktere sicherlich als zusätzlicher Anreiz wirken kann, so muss jedem im Vorhinein klar sein, dass so etwas auch mit einem Totalverlust enden kann. Denn auch wenn die ersten MK4 mittlerweile in die Jahre kommen und die Preise immer weiter absinken, Schlussendlich kann man in so einem Projekt einige Tausend Euros versenken.
    OH

    Zurück zum eigentlichen Fehler: Es ist bei einem Gasauto zwar extrem unwahrscheinlich, aber die einzige Erklärung für dein Phänomen, die mir einfällt wäre eine Glühzündung. Hättest du die Möglichkeit, Ventile und Brennraum des fünften Zylinders mit einem Endoskop zu prüfen oder prüfen zu lassen?
    OH

    Nicht zu vergessen der Kabelbaum hierfür vom BCM bis in den Kofferraum.

    Das wäre der komplette Innenraumkabelstrang und dazu käme der für das Amabrett - beide natürlich in der passenden Fahrzeugspezifikation. Das heißt im Umkehrschluss Sowohl beim Spender- als auch beim Empfängerfahrzeug muss innen nahezu alles raus. Für einen trainierten Mechaniker in einer voll ausgestatteten Werkstatt werden für die beiden Kabelstränge allein schon über acht Stunden veranschlagt. Bei deinem Projekt müsste man das ja mal zwei nehmen und die restlichen Arbeiten mit dazu rechnen. Wenn man das Vollzeit erledigen kann, dann würde ich da mal schon eine Woche für einplanen.
    Wenn du dann alles zusammengebaut hast, wirst du höchstwahrscheinlich nicht prüfen können, ob alles auch wirklich funktioniert, denn das Fahrzeug wird nicht anspringen, ohne dass die Änderungen mit IDS oder FDRS angelernt wurden. Dazu muss das Auto zum (hoffentlich kooperationsbereiten) Händler geschleppt werden. Aber was ist, wenn das Anlernen fehlschlägt oder nach dem Anlernen das Auto immer noch nicht läuft? Schleppst du es dann zur Fehlersuche zurück zu dir? Oder soll der Händler dann den Fehler finden? Macht der das dann überhaupt oder jagt der dich mitsamt deinem verbastelten Schrotthaufen vom Hof? Das würde ich lieber erst einmal klären, bevor ich mich in ein solches Abenteuer stürze.
    OH