Beiträge von Onkel Henry

    Ich denke mal, was du da am Gestänge beobachtest, dürfte die typische Verstellung der Turboladerleitschaufeln sein. Damit wird die Minderung des Ladedrucks erzielt, die im Schub benötigt wird. Dabei werden die Leitschaufeln kurz geöffnet, was einen Abriss der Abgasströmung verursacht und die Turbine abbremst. Das dürfte auch die Ursache des Pfeifens sein. Anschliessend werden die Leitschaufeln wieder in die Nähe der Ursprungsstellung gefahren, um den Ladedruck nicht komplett zusammenbrechen zu lassen, falls der Fahrer wieder beschleunigen möchte. Damit wird das Turboloch deutlich vermindert.
    OH

    Ohne CO2 Befund wäre ein Austausch der ZKD wohl auch rausgeschmissenes Geld. Leider löst das aber dein Problem nicht und irgendwie passen die Angaben auch nicht so recht zusammen. Zur Zündung sind immer die gleichen Basics notwendig: Luft und Kraftstoff im richtigen Verhältnis, Zündfunke zum richtigen Zeitpunkt und Kompression. Das scheint der Motor alles zu haben und zwar auch in der richtigen Qualität, sonst könnten die Abgaswerte nicht in Ordnung sein.
    Das die Werkstätten an solch ein Auto nicht besonders gerne rangehen, ist nicht weiter verwunderlich. Die normale Ford-Werkstatt müsste erst einmal jemanden haben, der berechtigt ist an LPG-Anlagen zu arbeiten und die Umrüster mit angeschlossenen Werkstätten beschränken sich in aller Regel darauf auszuschließen, dass die LPG-Anlage die Ursache ist.
    OH

    Wechselintervall für den Filter ist 60.000km und wenn das Auto jetzt wieder in Ordnung ist, dann wird das vermutlich die Ursache gewesen sein. Da sammelt sich im Filter auch immer ein wenig Wasser und das könnte für den weissen Rauch und den unrunden Lauf verantwortlich gewesen sein.
    Additiv kann man nehmen, muss man aber nicht und sollte man eigentlich auch nicht. Wenn das benötigt würde, hätte Ford eine entsprechende Mitteilung herausgegeben, davon kann man aber nirgends etwas lesen. Potenziell erhöht auch jedes Addititv den Ascheeintrag in den DPF und schon deshalb würde ich die Finger davon lassen.
    Übrigens, du schreibst, dass das Auto jetzt 120k km gelaufen hat und daher weise schon einmal vorsorglich darauf hin, dass der 1,6TDCI im Mondeo gebaut vor August 2011 ein Zahnriemenwechselintervall von 140.000km hat. Nach diesem Bauzeitraum sind es 180.000km.
    OH

    Normalerweise sollte das Klimaservicegerät schon beim Evakuieren eine Dichtigkeitsprüfung absolvieren. Erst wenn die ohne Befund ist, dann dürfte die Anlage eigentlich wieder befüllt werden. Ich denke, da kannst du erst einmal ganz entspannt weiter fahren. Die 300 g hast du höchstwahrscheinlich über die 11 Jahre verteilt auf der Strasse verloren und nicht jetzt erst vor kurzem auf einen Schlag.
    OH

    Im Grunde ist Diesel ja auch Öl und ich hatte die Antwort schon vermutet. Nicht stinkender weißer Qualm hätte eher auf Kühlwasser hingedeutet. Da das Auto nach deiner Aussage seit über einem Jahr sichtbar kein Kühlwasser verliert und in Anbetracht des Geruchs, ist diese Ursache kaum wahrscheinlich. Das einzige andere Ölartige, dass weißen stinkenden Qualm hervorrufen könnte, wäre Bremsflüssigkeit, aber da kann ich momentan keine Verbindung herstellen, wie das in den Motor gelangen sollte.
    Bleibt also nur der Diesel selbst und wenn der unter heller Rauchbildung verbrennt, dann deutete das zu Zeiten der seligen Verteilereinspritzpumpen eher auf extreme Frühförderung hin (neben zu hoher Kompression, die wir wohl bei einem Turbodiesel im Standgas ausschließen können). Da bei dir ja ein elektronisch gesteuertes Common Rail System am Start ist, bliebe nur zu überlegen, ob etwas Äquivalentes den Zustand hervorrufen kann. Spontan fiele mir da nur die Überprüfung des Kurbelwellensensors ein, dessen Signale die jeweiligen Einspritzzeitpunkte steuert. Vielleicht prüft die Werkstatt mal, ob dort Späne zu finden sind, die das Signal beeinflussen.
    OH

    Was heißt bieten nicht an, wird ja sehr wohl angeboten und ist in der Modelpalette auch verfügbar.....Nur nicht in Europa!!!

    Ja, also nicht verfügbar, weil in Europa nicht homologiert. So ein Auto musst du mittlerweile mit nahezu allen verbrauchsrelevanten Ausstattungsvarianten durch den WLTP Test bringen, was erhebliche Kosten verursacht. Darüber hinaus muss die amerikanische Variante dieses Fahrzeugs für den europäischen Markt in allen typischen Bauteilen angepasst werden und das betrifft so Späße wie RDKS, Radio, Anhängerkupplung und so weiter und so fort.
    Ich seh sie schon... Nun kommen die schlauen Halbwissenden wieder um die Ecke und behaupten, dass das ja für die anderen europäischen Varianten dieses Autos auch schon so sei und man das nur übernehmen müsse. Denen sei schon jetzt gesagt, dass das im Zeitalter der vernetzten Fahrzeuge keineswegs so einfach ist, wie das auf dem Papier aussieht. Allein die marktangepasste Abstimmung eines in Europa mittlerweile gesetzlich vorgeschriebenen ESP verschlingt ungeheure Stunden Entwicklungsarbeit.
    OH

    Und durch uns kein Service am DPF durchgeführt wurde.

    Wenn ich das hier so lese scheint ihr mit Service sowieso nicht viel am Hut zu haben, aber dankenswerter Weise hat der DPF auch keinerlei Serviceintervalle.
    Das bekannteste bei diesen Autos sind defekte Druckwandler, gefolgt von gerissenen Ladeluftschläuchen. Erster steuert den Turbolader an, letztere lassen dir den Ladedruck ab.
    OH

    Ja, ja, mal wieder das Steuergerät... so ein Quatsch! Wenn das PCM die Masse nicht durchschaltet, hat das in aller Regel seinen Grund und der ist in den seltensten Fällen im Modul selbst zu finden. Ich denke eher, dass des Rätsels Lösung im Bereich des Drucksensors zu finden ist. Der sitzt rechts in der Nähe der Spritzwand in einer der Klimaleitungen und hat drei elektrische Leitungen (Grün-Braun, Grau-Braun und Braun). Da die Anlage bereits neu befüllt wurde, können wir davon ausgehen, dass ausreichend Druck vorhanden wäre und damit bliebe als nächste Möglichkeit, dass eine der Leitungen oder der Sensor selbst defekt ist. Bekommt das PCM nicht das entsprechende Signal, wird es einen Teufel tun und den Steuerstromkreis des Klimarelais durchschalten. Klar, dass dann die Masse vom Modul fehlt, aber man sollte einfach mal ein wenig das Hirnschmalz in Wallung bringen und überlegen, warum das so ist.
    Natürlich bleibt auch noch die Möglichkeit, dass das Klimamodul über den CAN-Bus dem PCM signalisiert, dass es nicht einschalten darf, weil im System ein Fehler steckt (z.B. gemessene Vereisung des Verdampfers). Dann würde ich aber einen entsprechenden Fehlercode erwarten.

    Ich kann mich nur denjenigen anschließen, die empfehlen einen Spezialisten für Autoklimaanlagen zu kontaktieren, wenn der Freundliche überfordert ist. Eigentlich ist so eine Autoklimaanlage recht simpel gestrickt, aber es nutzt nix, wenn man keinerlei Systemkenntnisse hat.
    OH

    Das der Lüfter nicht läuft, ist in jedem Fall ein Fehler. Da er ja insgesamt lauffähig zu sein scheint, kann eigentlich nur die Ansteuerung defekt sein. Kannst du mal beschreiben, auf welche Weise der Bypass zu dem lila Kabel gelegt wurde?
    OH