Beiträge von Onkel Henry

    Wir können eigentlich froh sein, dass die hier im Forum nicht quer gelesen haben. Sonst würde die Industrie noch eine Mondeo Abwrackprämie ausloben. Aber mal ehrlich: In meinen Augen strotzt dieser Artikel mal wieder vor schlechter Recherche und Plattitüden:

    Zitat

    So lückenhaft die Basisausstattung "Ambiente" ansonsten auch ist - eine Klimaanlage hat der Ford immer an Bord, ab der zweiten Ausstattungslinie "Trend" sogar in der Ausführung als Zweizonen-Klimaautomatik.

    Die Basisausstattung heißt ja nicht umsonst so. Es mag ja Hersteller geben, bei denen umfasst das schon ein beheizkühlbares Massagelenkrad, aber bei den meisten Herstellern gibt es in der Kategorie nur den nackten Arsch. Was genau denn nun fehlt, wird allerdings nicht erklärt und wenn man hier den Besitzern und deren Kommentare in diesem Forum Glauben schenken darf, dann sind die meisten mit der Ausstattung ihres Autos durchaus zufrieden.
    Auch schön:

    Zitat

    Generell empfiehlt es sich beim Mondeo, nicht zu den schwächsten Basismotoren zu greifen,...

    Ja, bei welchem Auto empfiehlt sich das schon, insbesondere dann, wenn man zügig vom Fleck kommen will.
    Da scheint ja mal wieder ein richtiger Experte der schreibenden Zunft am Werk gewesen zu sein.
    OH

    Wie digdog schon schrieb: für eine kurze Probefahrt kann man den Luftmassenmesser mal abklemmen, aber nicht für alle Betriebszustände (u.a. Kaltstart). Das wird unweigerlich zu weiterem problematischen Fahrverhalten führen, da das Modul ja ständig neue Werte lernt und dafür alte rauswirft. In jedem Fall wird ein Fehlercode abgelegt, der zu einem späteren Zeitpunkt auch zum Aufleuchten der MIL führen kann.
    OH

    ...oder eben damit gleich Wasserstoff für die Tankstellen zu produzieren.

    Nö, energetisch betrachtet ist das Humbug und anlagentechnisch ist das weit über dem, was eine normale Tankstelle liefern könnte. Wer sich mit Wasserstoff als Option jedweder Art beschäftigen will, sollte sich auch mal die negativen Aspekte dieser Technologien vor Augen führen. Da wird sehr schnell klar, dass hier kaum Potenzial für eine flächendeckende Verbreitung besteht.
    OH

    Ich würde es erst einmal mit Einbremsen der relativ neuen Scheiben und Beläge hinten versuchen. Wenn du auf einer Seite noch Bearbeitungsspuren sehen kannst, dann ist ja wohl klar, dass auf der Seite der Belag noch nicht voll trägt.
    Da gehst du dann am WE mal auf eine möglichst wenig befahrene und nicht allzu kurvige Landstrasse, lässt das Auto mit etwa 80 km/h rollen und bremst es mit der Handbremse alle zwei bis drei Minuten um 10 km/h ab. Anfangs wirst du etwas mehr Zug am Hebel benötigen, damit dass Auto spürbar verzögert, später reicht dann etwas weniger Kraft. Daran merkst du schon, wie sich die Bremse verbessert. So fährst du mal etwa 20km hin und dann wieder um. Danach sollten Belag und Scheibe genügend Kontur haben und du kannst den Test noch einmal wiederholen. Du musst nur darauf achten dass du die Anweisung halbwegs befolgst. Bremst du zu oft oder zu lange werden die Scheiben und Beläge heiß und können verglasen.
    OH

    Die Diskussion geht meines Erachtens in die falsche Richtung, denn es sieht hier streckenweise so aus, als suche man krampfhaft nach Vermeidungswegen um das batterieelektrische Fahrzeug herum. Von allen energetischen Konzepten ist dieses aber das sinnvollste, wenn auch unbestritten nicht problemlos, was aber für alle anderen Konzepte ebenfalls gilt. Wind- und Solarparks müssten nicht zeitweise abgeschaltet werden oder deren Energie verlustreich in Pumpwerken zwischengelagert werden, wenn es gelänge, diese Energie direkt in Batterien zu speisen, die nicht nur zur Fortbewegung dienen, sondern auch für andere Anwendungen zu nutzen wären. Ein solches Konzept hatte Elon Musk ja bereits angedacht, aber nicht konsequent weiterverfolgt. Es würde auch mit erheblichen Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft einhergehen, weil Energie plötzlich nicht mehr nur zentral erzeugt zur Verfügung stünde , sondern dezentral gespeichert und wieder in Netze zurückgespeist werden könnte.
    Da könnte dann jeder mit PV auf dem Dach und Batterie im Schuppen zu Klein-EON werden, vorausgesetzt die notwendigen Netze sind dann zurück in den Händen der Allgemeinheit.
    OH

    Es gibt mehr mögliche Technologien, z.B. Synthese von brennbaren Flüssigkeiten (Alkohole) mittels E-Energie. Da ist der Wirkungsgrad z.Z. auch noch sehr überschaubar. Aber das Zeug hätte eine Energiedichte ähnlich wie heutige Kraftstoffe.

    Das ist energetisch betrachtet der Gau. Schon bei der Erzeugung von hochkonzentriertem Alkohol wird dort mehr Energie verbraucht, als dieser schlussendlich enthält. Anschliessend soll er dann noch in einer Wärmekraftmaschine verbrannt werden, deren Wirkungsgrad deutlich unter 50% liegt. Da kannst du lieber dauerhaft eine halbe tonne Batterie durch die Gegend kariolen. Da hilft die Masse wenigstens bei der Rekuperation.

    Zu dem Rest der hier so geschrieben wurde kann ich nur sagen: Na klar kann man sich immer am Schlechten ein Beispiel nehmen. Man kann auch versuchen, die anderen zu ändern, obwohl das bei sich selbst einfacher wäre. Und man kann auch immer mit dem Finger auf andere zeigen, aber da zeigen immer so viele Finger derselben Hand auf einen selbst.
    Ja, es geht immer ums liebe Geld und das ist bei keinem von uns anders. Hätte ich genug Kohle gehabt, dann hätte ich mir für die Haussanierung nen Unimog angeschafft und wäre mit nem Tesla zur Arbeit und wieder zurück gegondelt. Hab ich aber nicht und so musste ich auf einen Kompromiss zurückgreifen.
    Wer von euch findet Demokratie geil? Dann lasst euch sagen, dass Demokratie eine Aneinanderreihung von Kompromissen ist und mal gewinnt man da und mal die anderen. Ansonsten bleibt, mal wieder nach dem Kaiser Wilhelm zu rufen.
    OH

    Naja, die Leute, die eher ländlich wohnen, werden wohl auch auf mittlere Sicht nicht um das eigene Vehikel herum kommen. Ob das allerdings langstreckentauglich sein muss, darf durchaus in Frage gestellt werden. Hätte bei mir nicht Haussanierung auf dem Zettel gestanden, wäre es wohl eher so etwas wie der 1.0 EB Fiesta geworden. Für Urlaubsfahrten oder größere Transporte hätte ich mir dann einfach eine größere Karre gemietet. Das wäre auch in Verbindung mit einem Elektrofahrzeug denkbar. Ich habe mir auch schon mal ein Auto gemietet um eine Flugreise anzutreten, denn die meisten größeren Vermieter sind an den Flughäfen präsent. Das kostet meist weniger als Taxi hin- und um oder für drei Wochen Langzeitparkplatz in Flughafennähe.
    OH

    Es gibt nur wenige öffentliche Quellen zu Diesel-Nanopartikeln, aber hier ist eine davon mit weiteren Querverweisen: http://www.deutschlandfunk.de/hightech-mit-h…rticle_id=25525
    Zum Vergleich kann man dann diesen Artikel heranziehen, der sich um die Partikel bei Benzin-Direkteinspritzern dreht:
    http://www.deutschlandfunk.de/dreckige-benzi…ticle_id=386764
    Wenn man beide Artikel aufmerksam liest, dann merkt man schnell, dass die Partikel aus dem Diesel in etwa um den Faktor 10 kleiner sind. Damit ist der Ausstoß eines Benziners keineswegs gesünder, aber die Partikel können wenigstens gemessen und analysiert werden. Aufgrund ihrer Winzigkeit stellen die Dieselpartikel aber ein erhebliches Problem bei der Analyse dar, aber da es sich in der Hauptsache um Kohlenstoff handelt und dieser in der Chemie als äußerst reaktionsfreudig bekannt ist, kann man in etwa ahnen, was der noch so alles mit sich führt.

    Zum Thema Elektromobilität: Wenn erst einmal genügend kritische Masse da ist, wird es auch ein kommerzielles Interesse geben, die damit auftretenden "Unannehmlichkeiten" zu beseitigen. Da mag es durchaus noch die ein oder andere Hängepartie zwischendurch geben, aber die hat es auch beim Verbrennungsmotor gegeben. Man erinnere sich nur daran, dass Bertha Benz den ersten Tankvorgang vor einer Apotheke durchführte. Da konnte man sich Tankstellen für solche Vehikel noch nicht einmal vorstellen.
    Dem Wasserstoff dagegen räume ich erst einmal nur geringe Entwicklungsmöglichkeiten ein. Sinnvoll für die Fortbewegung wäre der nur in flüssiger Form zu handhaben. Das erfordert erhebliche Investitionen in Anlagentechnik beim Verflüssigen, Transport und in der Lagerung. Darüber hinaus stellt die Wasserstoffdiffusion ein erhebliches Problem vor allem bei der Lagerung dar.
    OH

    Nach meinem Kenntnisstand stoßen aber gerade moderne Benziner diesen Feinststaub aus.
    Mag sein das ich hier falsch informiert bin.

    Das bist du in der Tat. Direkt einspritzende Benziner stoßen Feinstaub mit Partikelgrößen aus, die derzeit beim Diesel durch den Partikelfilter bereits eliminiert werden. Umso unverständlicher ist ja, das weder seitens der Industrie noch der Politik entsprechende Filter verbaut bzw. gefordert wurden. Man könnte der Feinstaubemission und auch dem Verbrauchsnachteil gegenüber dem Diesel auch durch Erhöhung der Einspritzdrücke beim Benziner beikommen, aber dazu fehlen derzeit wohl die technischen Möglichkeiten.
    Und glaub mal, ist die Kostenfrage geklärt, lösen sich die anderen Problem mit der Elektromobilität auch. Wenn Stromer für den Durchschnittskunden preiswerter als Verbrenner sind, dann werden die auch gekauft. Dieser Mechanismus hat bisher immer gewirkt.
    OH

    Dann wird es höchste Zeit das die ach so tollen Direkteinspritzenden Benziner auch einen Partikelfilter bekommen.

    Es ist in der Tat völlig unverständlich, warum man nach den Erfahrungen mit dem Dieselfeinstaub dieses Problem bei den Benzinern einfach ignoriert hat.
    OH

    Ich schrieb auch von Feinststaub, also der Partikelgröße unter dem Feinstaub, die lungengängig bis in die feinsten Bronchien ist und sogar als hautgängig beschrieben wird. Diese Art von Staub kommt in der Natur kaum vor, wird aber von den modernen Dieseln mit den Hochdruckeinspritzanlagen zu Hauf ausgestoßen.
    Dem Kostenaspekt kommt immer eine zentrale Bedeutung beim Wechsel zu einer anderen Technologie zu. Das Automobil schaffte den endgültigen Durchbruch, als es zuverlässig wurde, in großer Stückzahl verfügbar war und in Betrieb und Unterhalt günstiger als ein Pferd. Und genauso ist es heute mit der Elektromobilität. Solange Diesel gegenüber anderen Antriebstechnologien positiv subventioniert wird, solange kann sich der Kostenvorteil halten. Dieser ist aber sofort obsolet, sobald es einen Paradigmenwechsel gibt und die Subvention wegfällt.
    Die genannte Tabelle verdeutlicht das sehr gut. Obwohl der Benziner über zwei Liter auf 100km mehr schluckt als der Diesel und bei letzterem der Kraftstoff etwa 20% günstiger ist, liegen die beiden bei den Kosten/km nahezu gleichauf.

    Und nur mal so nebenbei: Jeder Fuhrparkleiter erfasst außerplanmäßige Reparaturen und kalkuliert unter anderem damit die Kosten der Flotte. Bei der Neubeschaffung spielt das nicht selten eine Rolle, die den Zuschlag durchaus mal für die eine und gegen die andere Marke fallen lassen kann.
    Das mag beim privat genutzten PKW nicht besonders verbreitet sein, aber ich kann das durchaus empfehlen. Da erscheint so manches Schnäppchen plötzlich in einem anderen Licht.
    OH