Beiträge von Onkel Henry

    Ich weiß ja nicht, woher du deine Informationen beziehst, aber sowohl in meiner Ausbildung zum Automobilmechaniker, als auch im Studium zum Maschinenbau Ingenieur wurde dieses Thema explizit behandelt und da hieß es immer "sauber und trocken". Ähnlich propagiert das auch der ADAC hier (dritter Artikel!) und das belegt, dass die Vorgehensweise nicht falsch sein dürfte.
    Es gibt Schraubverbindungen, die geölt oder gefettet werden sollen, was häufig bei Schrauben vorkommt, die mit Drehmoment belastet werden, welches die Schraube plastisch verformt (Dehnschrauben). Das legt der Hersteller jeweils fest, aber ich kenne keinen einzigen, der dies für Radschrauben oder -bolzen tut. Das Drehmoment ist jeweils auf die trockene Verschraubung aufzubringen und beinhaltet einen gewissen Sicherheitszuschlag für Abweichungen vom Neuzustand. Ist eine Verschraubung oder Anlagefläche durch Korrosion oder andere Einflüsse derart geschädigt, dass eine sichere Verbindung nicht erreicht werden kann oder auch nur zweifelhaft wird, ist die entsprechende Verbindung fachgerecht instand zusetzen, bis hin zum Austausch der betroffenen Teile. Die Verantwortung liegt dabei bei dem jeweiligen (hoffentlich sachkundigen) Mechaniker.
    OH

    Von Fett/Öl an der Radmutter wird doch aber sonst immer abgeraten?


    Mit gutem Grund! Radmuttern und -bolzen sind IMMER trocken zu montieren, eben damit sie sich nicht wieder lösen. Jegliche Schmierschicht kann im Laufe der Zeit zu einem Verlust des Drehmoments führen und darum müssen Gewinde und Anlageflächen bei der Montage sauber und trocken sein.
    OH

    Na, da kannst du aber lange warten! So richtig Neues gibt es doch schon lange nicht mehr. Das liegt ja nicht zuletzt auch an den konstruktiven Zwängen für Felgen. Die Dinger müssen eben immer rund sein und es muss mehrere Verbindungen von der Nabe zur Felge geben, die den Belastungen des Fahrzeugs standhalten. Da hast du die Varianten schnell durch und es bleibt vielleicht noch mit ein wenig Farbe rumzuspielen, dann ist das Repertoire aber auch schon erschöpft. Ob du nun ein Jahr wartest oder dich heute schon entscheidest: Am Ende spielt nur der persönliche Geschmack und Geldbeutel eine Rolle und dafür solltest du auch heute schon etwas finden.
    OH

    Wenn das Getriebe zwei Gänge runterschalten muss (Beispiel: von Fünf nach Drei), dann dauert es in der Tat länger, da dies auf ein und derselben Getriebewelle geschehen muss. Dazu muss die jeweilige Kupplung gelöst, der alte Gang getrennt, der neue Gang eingelegt und die Kupplung wieder geschlossen werden.
    Wird nur ein Gang rauf- oder runtergeschaltet, dann kann der neue Gang eingelegt werden, ohne dass der alte gelöst wurde und der Schaltvorgang besteht dann nur im Umschalten der Kupplungen.
    Das Letzteres schneller geht als ersteres, sollte jedem einleuchten. Trotzdem können auch die "normalen" Schaltvorgänge" verzögert und ruppig werden, wenn man die Ölwechselintervalle für das Getriebe vernachlässigt. Das sollte nämlich alle drei Jahre oder 60.000km gewechselt werden.
    OH

    Also ich bezweifle, dass du zweimal den Eintrag "with dimmed dipped headlights" hast. Vermutlich ist einmal nur dipped, einmal dipped dimmed und einmal alles ohne.
    Nur dipped dürfte für deine Xenons sein, denn die werden dabei ein wenig abgesenkt, damit sie dem Gegenverkehr nicht so in die Fratze strahlen. Wie bereits gesagt, geht ja dimmen mit Xenons nicht.
    Dipped dimmed dürfte die Version für Halogenscheinwerfer sein, bei denen zusätzlich zum Absenken auch noch die Leuchtkraft reduziert wird.
    Alles ohne dürfte für die Fahrzeuge sein, die nicht in Skandinavien fahren und LED-Tagfahrleuchten im Stoßfänger haben.
    OH

    Je nachdem, wofür das Auto vorgesehen war, wurde die UFB ausgeschaltet oder lahm gelegt. Das macht man regelmäßig bei Fahrzeugen, die zur Observation vorgesehen sind, damit die nicht unnötig Aufsehen erregen, wenn man im Dunkeln ein- oder aussteigt.
    Möglicherweise hat man die Leitungen an den Türmodulen ausgepinnt. Das siehst du manchmal aber nur, wenn du da den Stecker abziehst.
    OH

    Was du suchst, ist der Dämpfer mit der Bestellnr. 1710904. Ich bezweifle aber, dass der deiner Frau beim Öffnen aus der geschlossenen Position großartig hilft. Der hält die Klappe nur besser geöffnet, hat damit beim Schließen höheren Kraftaufwand, ähnlich wie die automatischen Öffner von Schäfer Metallbau.
    OH

    Dimmen geht ja mit Xenon nicht, also dürften die Möglichkeiten bei dir schon mal wegfallen. Und den Unterschied zwischen Standlicht und Tagfahrlicht kennst du schon, oder? Bei dir läuft Tagfahrlicht eben komplett über die Xenonscheinwerfer, weil du einfach nix anderes hast. Und ja, das ist in Schweden/Skandinavien zufällig genauso, wenn die gleiche Kombination am Fahrzeug vorliegt.
    OH

    @Flips
    Das richtete sich auch nicht alles generell an dich. Mir fällt nur immer wieder auf, dass gerade im Bereich Bremse hier eine Menge Halb- und auch Unwissen kursiert und häufig Produkte oder Maßnahmen für Probleme genannt werden, die entweder keine oder selbst gemacht sind.
    OH

    Also, ganz klar, es gibt 2 Kategorien von Bremsteilen bei Ford.


    Das gilt nur für Beläge. Bremsscheiben gibt es genau eine für den MK4.

    Grundsätzlich sollte man sich bei Bremsen Folgendes zu Herzen nehmen: In aller Regel werden sie während der ersten oder den letzten tausend Kilometern ruiniert.
    Was heißt das? Neue Beläge und Scheiben müssen sich erst einmal aufeinander einlaufen und damit ein Tragbild entwickeln. Normalerweise reichen dazu tausend Kilometer und nur bei verschleißarmen Kombinationen kann es etwas länger dauern. Dummerweise erklärt das dem Kunden kaum noch jemand und so denkt jeder, dass er mit frischer Bremse nun auch wieder ordentlich Gas geben kann. Dass sich eine Scheibe (trifft aber für Trommeln noch mehr zu) aufgrund einseitiger thermischer Belastung verzieht, liegt in der Natur der Dinge. Das kann sich auch erst nach mehreren tausend Kilometern auswirken, denn Hitzeschäden werden oftmals durch zunehmendes Tragen der Beläge auf der Reibfläche kompensiert und treten erst mit zunehmendem ganzflächigem Verschleiß der Scheibe wieder zu Tage.
    Dann heißt es schnell: "Das ist ja alles Billigkram!" und zur Abhilfe wird auf das vermeintlich gute Zeugs von anderen Anbietern zurück gegriffen.
    Das besteht dann nicht selten (und hier ja auch zu lesen) aus gelochten oder gerillten Scheiben und/oder besonders aggressivem oder verschleißfreudigem Belagmaterial. Das dann die Bremse nur halb so lange hält, davon sprechen anschließend nur die Wenigsten.

    Dagegen glaubt jeder, dass er problemlos an seiner Bremse herumschrauben kann, "denn so schwierig ist das ja nicht". In der Tat hält sich die Anzahl der Handgriffe dazu in Grenzen, aber das heißt nicht, dass man nicht erhebliche Kenntnisse der Fahrzeugtechnik haben sollte. Welcher Laie weiß denn schon, welche Teile wie gereinigt werden sollen und dürfen? Was kann man dem Tragbild von Scheiben und Belägen entnehmen? Wann ist ein Sattel oder Belagträger defekt und wie sehen diese Teile aus, wenn sie in Ordnung sind? Nicht selten hapert es schon an der Frage, welche Stellen wie gefettet werden sollen und dürfen. Eine Vermessung von Scheiben auf Schlag und Dickenabweichung darf man da erst gar nicht erwarten oder auch die Prüfung der Radlager.

    Den meisten erscheint das hier oberlehrerhaft und nicht kooperationsbereit, wenn bei solchen Reparaturen auf die Werkstatt oder zumindest den Sachkundigen verwiesen wird, aber das hat schon seine Gründe. Hat der dann sein Bestes gegeben, heißt es für den Fahrer: Auf den ersten tausend Kilometer mit neuen Scheiben oder Belägen Vollbremsungen vermeiden und den Gasfuß im Zaum halten. Dann klappt das auch mit der Bremse.
    OH