Beiträge von Go4IT

    Zum Thema "Motor heiß fahren" muss ich sagen das ich damit auch im Nachgang dieser Reparatur nicht viel anfangen kann. Zum einen ist es beim 2.2er nicht notwendig zum anderen bleibe ich dabei das arbeiten am heißen Motor auch nicht ungefährlich sind, wenigstens aber schwierig. Weiterhin ist das ganze so aufwändig das der Motor bis man mal an den Glühkerzen ist, schon wieder abgekühlt ist.

    Mag sein das das bei den anderen Dieseln nicht so ist, einige berichten ja das sie bei ihrem Motor an die Glühkerzen auch ohne Ausbau der Ansaugbrücke dran kommen, beim 2.2er Q4BA (Q4WA) ist das aber definitiv nicht möglich!

    Wie steht ihr eigentlich dazu das viele das G30 verpönen weil es angeblich durch die Inhaltsstoffe (Glyzerin) dazu neigt die Heizung zu verstopfen (auch im Kühler) und dazu führt das diese zuwenig Leistung hat, bzw. der Motor nicht ausreichend gekühlt wird? Da wird u.a. G12++ empfohlen. Man müsste aber dafür wohl das gesamte System evakuieren/durchspülen, weil nur ablaufen allein hilft da nicht.

    Sooo, die "Weisheitszähne" sind draußen!

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    Das ging erstaunlich einfach, kein Widerstand, sogar mit 8 Nm Drehmoment wie von Ford vorgegeben. Ich war extrem erstaunt, bei allen Horrormeldungen die ich vorab so gelesen habe. Du hattest also völlig Recht endeo das es beim 2.2er Motor wenig Probleme damit gäbe. Die ließen sich auch völlig ohne Probleme herausziehen nachdem das Gewinde rausgeschraubt war.

    Jetzt konnte ich endlich mal meine neue Ralcam einsetzen :) Im Sitz sahen die alle vier in etwa gleich aus:

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    Minimale Verkokelungen ganz unten, Gewinde schon sehr sauber.

    Leider, leider sind die beim Mondeo so kacke klein, das ich selbst mit meinem dünnen 8mm Endoskop nicht durch das Pipiloch der Glühkerz in den Motorraum komme. Am Ende wo die Kerze aufliegt und nur noch der Docht rein geht ist schluß:

    Gereinigt habe ich mit der Nylonbürste, einfach rein/raus und ein wenig gedreht, also nix wildes mit dem Akkuschrauber oder so. Einmal habe ich es mit der Stahlbürste gemacht aber ich glaube das braucht es garnicht und ich hatte Schiss das sich von der China-Bürste womöglich Stahldrähte ablösen... Dann nochmal mit Pressluft kurz ausgeblasen und das Ergebnis sieht, finde ich, ok aus:

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    (Sorry das die etwas unscharf sind, auf dem Display vom Endo konnte man das sehr gut und scharf erkennen. Vermutlich habe ich beim auslösen etwas gewackelt)

    Dann wollte ich natürlich wissen ob sich das nun auch gelohnt hat und habe die Kerzen durchgemessen und was soll ich sagen? 3 von 4 waren kaputt und die eine hatte anstelle 1 Ohm ganze 35 Ohm Widerstand! Mit dem Innenwiderstand hätte die wahrscheinlich ewig gelebt und somit einen DTC verhindert. Die würde dabei vermutlich gerade mal handwarm werden und so nie durchbrennen...

    Also das war schonmal ein voller Erfolg!

    Interresant, die Ford Anleitung für den sieht fast genauso aus, jedoch ist hier keine Rede von Anzahl Umdrehungen. Bei mir war es auch nur eine. Auf keinen Fall vier.

    Das mit der Nuss ist interessant, probiere ich mal aus! Den Ablaufschlauch, den ich so mühsam draufgefummelt habe, werde ich auch drauf lassen.

    Ok, es läuft :) Man darf einfach keine "Pussy" sein und mit einer Kombizange beherzt weiter gegen den Uhrzeigersinn drehen, dann kommt der Stöpsel ein Stück raus und schon läuft die Brühe! Die Platzverhältnisse dort sind abartig, was hat sich Ford nur dabei gedacht? Wenn man den dicken Schlauch zum Ladeluftkühler etwas anhebt hat man gerade genug Platz eine Kombizange durchzufriemeln und zu drehen...

    Ich kann mich noch dunkel daran erinnern das ich schonmal Probleme damit hatte, ist schon lange her und ich kann mich einfach nicht mehr dran erinnern ob man mehr als eine Viertel-Umdrehung brauchte?

    Eine kurze Recherche zeigt, ich bin nicht der einzige der dieses Problem hat... Die meisten haben es dann aufgegeben und irgendeinen anderen Schlauch aufgemacht, mit entsprechender Sauerei natürlich.

    Es gibt wohl grundsätzlich zwei Systeme beim Kühler, eins hat so eine Art Kreuz-Schraube und die muss also durchaus mehrfach gedreht werden damit da am Auslass was raus kommt. Das andere, was ich auch habe hat so eine Schraube mit Bajonett-Verschluß:

    Irgendwie kann ich mir jetzt nicht vorstellen das man hier mehrere Drehungen machen kann, das ist ja nicht wirklich ein Gewinde und man fühlt beim drehen ganz klar nen Widerstand. Aber eigentlich müsste auch diese Schraube (es ist doch kein Hahn?) ja dann ein Stück raus kommen?

    Ja, jetzt weiß ich was Du meinst, das ist eine Schlauchkupplung mit Klammer, ok, die hab ich beim 2.2er auch. Bei meinem Motor ist der Abgaseinlass ja seitlich und da ist eine Click-Schelle dran, die sollte man also wiederverwenden können.

    Das mit dem heißfahren habe ich öfter gehört, ok, das Material dehnt sich dadurch und Alu hat einen doppelt so hohen Ausdehnungskoeffizient wie Stahl, das würde in der Theorie Sinn machen. Bei den Glühkerzen geht es ja um hundertstel Millimeter. Einzig das man dann am heißen Motor rumschauen soll gefällt mir dabei garnicht... und der Effekt ist auch umstritten.

    Danke für die Rückmeldungen, es geht doch nichts über Erfahrung! Ein geübter Schrauben mag genug davon haben sowas zu sagen, aber als Änfanger ist es nie verkehrt vorsichtig zu sein. Auch geübten Schraubern reißt so eine Kerze sicher mal durch. Nun, dann weinen die nicht gleich, haben aber ne Menge Arbeit mit ausbohren etc. Das sollten wir uns doch einfach ersparen.

    Ich werde an den Kerzen erstmal meinen Drehmomentschlüssel testen und dann auch mal den Vibroshock.

    Hast Du beim Zusammenbau Quetschungen erneuert? Und welchen "Splint" meintest Du?

    Der Vorgang dauert nur wenige Minuten, das sollte jede Batterie überleben ansonsten gehört sie ausgetauscht. Natürlich macht man bei Zündung an alles aus was man nicht braucht (Radio, Lüftung, Licht, ...)

    Meine liebe Ford-Werkstatt hatte vor langer Zeit meine Motorabdeckung gefreckt, natürlich nix gesagt und ich habs erst viel später bemerkt. Eine der Halter für die Gummipuffer ist wegbrochen. Nun hat sich auch noch die Dämmmatte innen gelöst und fängt an sich aufzulösen. Teile davon kleben auf dem Motorblock oben drauf.

    Jetzt suche ich nach Ersatz und komischerweise finde ich etliche Angebote wo diese Dämmung garnicht vorhanden ist, die scheint es auch nicht einzeln zu geben:

    So müsste das eigentlich aussehen:

    Neu kostet dieser Deckel bei Ford mit der Teilenummer 1496220 150,- € und mit 1710411 100,- € (wo auch immer der Unterschied liegt? In der Dämmung vielleicht?). Die Angebote die ich bislang auf dem Gebrauchtmarkt gefunden habe liegen zwischen 30-60€, aber ich fand bis auf dieses Archivbild leider keinen brauchbaren Deckel mit Dämmung, viele zeigen die Rückseite aber auch nicht.

    Bei anderen kann man deutlich erkennen das da mal was war:

    Gut möglich das sich die Matte ebenso aufgelöst hatte wie bei mir und der Besitzer sie daher oder für den Verkauf entfernt hat...

    Aber die Frage ist, wenn ich den neu bestellt ob es da doch irgendwie zwei Versionen gibt? Dieser Deckel wurde ja nur für den 2.2 TDCi so verwendet, in S-Max/Galaxy und Mondeo. Möglicherweise hat man die Dämmung später mal "wegrationalisiert"?

    Problem wird sein das einem das niemand sagen kann. Jemand wird wohl mal beide Deckel bestellen müssen und sehen was da ankommt. Diesen merkwürdigen Preisunterscheid bei scheinbar exakt gleichen Teilen habe ich ja schon oft festgestellt (siehe Turbolader-Rohr), gut möglich das beide Teilenummer dasselbe sind, aber eines halt deutlich günstiger. Bei Ford oder einem Ersatzteilhändler brauch ich da eher nicht nachfragen, die wollen immer meine Fahrgestellnummer und interessiert es garnicht ob Teile von anderen Modellen auch passen würden.

    Ok, an den Kühler hatte ich noch garnicht gedacht, ging bislang nur vom Ventil reinigen aus... aber ja, klingt logisch. Ich hatte durchaus vor das ganze AGR auszubauen, nicht nur das Ventil.