Beiträge von oldrebel

    Könnte ja theoretisch auch nur ein Kontaktproblem sein.

    Letzten Endes genau das. Der Stellmmotor ist ein Gleichstrom-Schrittmotor. Er bewegt die kleine Mechanik zum Verstellen der Abblendlichteinrichtung und gleichzeitig ein Poti. Dieses Poti repräsentiert damit die augenblickliche Einstellungsposition. Der Widerstandswert vom Poti wird von der Elektronik ausgewertet und an das HCM als Positionswert zurückgemeldet.

    Ein Poti ist ein elektro-mechanisches Element. Der Schleifkontakt auf dem Poti wird dabei über eine Schleifbahn bewegt. DIese Schleifbahn liegt offen und wird dazu eben vom Schleifer mechanisch bestrichen. Im Alter - oder durch Einwirkungen wie Wasser zusammen mit Frost - kann diese Schleifbahn abgenutzt werden. Folge: falsche, unplausible Widerstandswerte. Der Rest ist die logische Folge.

    Bei elektromechanischen Stellmotoren (ohne HCM) entsteht dabei das typische auf- und ab-Zucken der Scheinwerfer, weil der Stellmotor ständig zwischen einer beschädigten, aber korrekten und der nächsten unbeschädgten, aber falschen Position hin und her wandert. Mit HCM ist das Verhalten etwas anders, weil eben das HCM als "Gehirn" mitmischt.

    Hallo,

    das HCM kann nur "überwachen", was ihm der Stellmotor zurückmeldet. Vor der Waschstraße hat der Stellmotor wohl mal unplausible Werte zurückgemeldet, daher der DTC. Danach meldet er evtl. garnicht zurück, oder einen Wert der plausibel ist aber garnicht zur tatsächlichen Stellposition passt.

    Ich denke in jedem Fall, dass der Stellmotor oder genauer gesagt der darin enthaltene Positionssensor hinüber ist. Das ist eine relativ normale Alterserscheinung. Ich gene mal schwer davon aus, dass dieser kleine Schrittmotor genauso wie in allen vorherigen Modellen einzeln zu tauschen ist. Achte nur darauf, dass Du einen elektronischen brauchst, also für Xenon, denn das HCM kann nur einen solchen ansteuern. Ohne HCM wäre es ein rein-elektromechanischer Antrieb, der ist aber ganz anders - und vermutlich auch um einiges günstiger.

    Hast wirklich Glück gehabt, dass der Schaden am BCM noch nicht zu weit fortgeschritten war und das deshalb diese oberflächliche Reinigung ausgereicht hat.

    Ja, diese Problematik betrifft nicht nur den Mondeo. Das ist auch aus der Focus-Familie bekannt. Es war eine Charge von Spritzwasserpumpen die im Alterungsprozess undicht werden können. Seit man bei Ford den Fehler entdeckt hat, wurde der Hersteller gewechselt und das Problem trat nicht mehr auf. Aber wie gesagt, man kann erst einen Mangel beseitigen wenn man davon Kenntnis hat.

    Der Tür-offen-Kontakt in den Türen ist der einzige in der Tür, der nicht über das Türsteuermodul geht sondern direkt zum BCM.

    Grund 1: Wenn das Türmodul im Standby-Modus vor sich hin schlummert, würde es nicht mitbekommen dass die Tür geöffnet wird und aufwachen.

    Grund 2: Alarmanlage, würde bei "schlafenden" Türmodulen dann wenig nützen.

    Hier ist entweder dieser Kontakt defekt (z.B. korrodiert) oder das Kabel von dort durch die Tür und durch die Karosserie zum BCM irgendwo unterbrochen. Typische Stelle für Unterbrechungen ist der Gummibalg am Türdurchgang.

    Man kann den Stecker am Türdurchgang trennen, den Gummibalg zurückziehen und die das Kabel raussuchen und durchmessen. Bitte in Richtung zum BCM nur dann mit einem Multimeter durchmessen, wenn der entsprechende Stecker am BCM ebenfalls abgezogen ist, sonst kann das BCM Schaden nehmen.

    Wenn Du die Werte für DPF_LOAD und DPF_SOOT mit dem Screenshot einen Beitrag darüber vergleichst, siehst Du auf einen Blick, dass Dein DPF restlos dicht ist. Dazu muss man nicht mal wissen wofür sie stehen. ;)

    Wen der Kat dicht ist, gibt es Rückstau. Dann kann den AGR-Schlauch als schwächstes Glied in diesem Bereich zum Bersten bringen. Zudemm bedeutet ein verstopfter Kat auch, dass zu wenig heißes Abgas durch strömt und ihn auf Betriebstemperatur bringt. Das würde wenigstens 2 der Fehlermeldungen erklären.

    Ja, durch stures Löschen des Fehlerspeichers löst man keine Probleme, sondern schaft sich auf längere Sicht nur neue ;)

    PS: Eine halbwegs aussagefähige Überschrift wäre auch ganz hilfreich um zu erkennen um was es hier eigentlich geht...

    In diesem Falle wird unabhängig von der Lichtschalterstellung das Abblendlicht und das Begrenzungslicht dauerhaft eingeschaltet.

    Solange der Motor läuft, oder anders: solange die Zündung an ist.

    Aber wenn die Zündung ausgeschaltet wird, muss auch bei niedriger Bordspannung das Abblendlicht erlöschen - insbesondere bei niedriger Bordspannung, um die Batterie nicht noch schneller auf Null zu fahren.

    Die beiden (!) Hauptsicherungen für das Elektronikmodul BCM mit zusammen 120 Ampere Stromabsicherung sind im Sicherungskasten fest verschraubt. Die soll der geneigte Fahrzeugbesitzer nicht selber tauschen, aus guten Grund. Wenn daran was wäre (durchgebrannt etc), muss sowieso eine (Fach)Werkstatt dran.

    Bis die Ursache gefunden wird, hilft wohl wirklich nur das Abklemmen der Batterie.

    Das Abblendlicht hat kein Relais sondern eine elektronische Treiberstufe im zuständigen Modul, da der abgegebene Stromfluss überwacht wird (Lampenüberwachung), was bei einem einfachen Schaltrelais so nicht geht.

    F9?? Nach meinen Unterlagen nur für die Motorregelung einzelner Motormodelle.

    Das Abblendlicht hat keine eigene Sicherung. Es wird über die Hauptstromversorgung des BCM sowie bei Xenon auch über das Frontbeleuchtungsmodul AFS bestromt.

    Der Fragesteller klang aber nicht unbedingt danach. Er hat ja den Schalter abgeklemmt in dem Versuch, das Licht zu löschen. Das bringt aber nichts weil der Strom für die Scheinwerfer nicht wie früher direkt über den Lichtschalter läuft.

    Klar, wieder anstecken ist ratsam, das erleichtert die Bedienung ungemein ;)

    Wenn du den schalter abgeklemmt hast ...

    Der Lichtschalter hat damit nichts zu tun. Der sendet nur die vom Fahrer eingestellten Schalterpositionen per Datenbus an das BCM. Das BCM ist aber der Chef im Ring und entscheidet, was es aus diesen Informationen macht. Es zieht auch noch andere "Bedingungen" hinzu. Oberste "Bedingung" ist aber, ob die Zündung an ist. Dabei gilt: Zündung aus = Abblendlicht aus, egal was der Lichtschalter oder der Lichtsensor sagt.

    Wenn das BCM die Abblendlichter weiterhin bestromt, dann "hängt" das Modul, weil es diesen Abschaltbefehl nicht verarbeitet.

    Ein Reset durch Stromlos-machen kann helfen. Andernfalls hat es einen Defekt.

    Es gibt im Prinzip drei Lösungswege:

    1. Vorhandenes Motorsteuergerät (PCM = Powertrain Control Module, neuerdings auch ECM = Engine Control Module genannt) einschicken und reparieren lassen. Dann wieder einbauen und fertig. Dauert etwas (solange es ausgebaut ist, ist das Fahrzeug "mausetot") und kostet entsprechend, aber keine Programmierarbeiten nötig.

    2. Ein baugleiches PCM gebraucht besorgen, dieses zu einer Fordwerkstatt mitbringen und Auftrag erteilen zum Modultausch. Vorher fragen, ob sie ein gebrauchtes Teil einbauen, denn sie würden natürlich gerne ein Neuteil für "vierstellig" verkaufen. Dann machen sie das und programmieren es mit den von Ford dafür vorgesehenen Systemen. Und darauf geben sie Garantie. Für Dich keinerlei Risiko. Rechnung für Arbeitszeit und Programmierung begleichen, wegfahren und freuen.

    3. Einen kompletten Modulsatz wie weiter oben gezeigt besorgen, alles selber tauschen, mit Fordscan programmieren, und hoffen dass nichts schief geht. Forscan ist eine von russischen Amateuren geschriebene Hobby-Software. Sie ahmt die originalen Ford-Diagnosefunktionen nach, kann aber natürlich nicht perfekt sein. Ford weiß von solchen Programmen und ändert deshalb immer wieder mal die Methoden für die Programmierung der Wegfahrsperre. Die o.g. Beiträge sind 1,5 Jahre alt, und es ist gut möglich, dass das so wie beschrieben inzwischen nicht mehr klappt. Dies ist also wegen hohem Anteil an eigener Arbeitsleistung möglicherweise die preiswerteste Methode, aber auch die riskanteste.

    Bei Google findest Du mit "Instandsetzung Motorsteuergerät" gleich ein halbes Dutzend solche Betriebe. Dort einfach mal Angebote einholen und vergleichen.

    Beide Schalter haben grundsätzlich verschiedene Funktionen und Stromkreise.

    Der eine Bremspedalschalter (genauer: Bremslichtschalter, Kabelfarben grün/rot und grün/blau) liefert dem BCM das Signal für die Bremsleuchten.

    Der andere Schalter (genauer: Bremspedalstellungsschalter, Kabelfarben violett/weiß und schwarz/grau) liefert dem BCM das Signal für das getretene Pedal ansich, was u.a. auch für den Tempomat ausgewertet wird.

    Beide Schalter zusammen liefern aufgrund der unterschiedlichen Schaltzeitpunkte die Information, ob das Pedal besonders heftig getreten wurde, was den Notbremsassistent (blinkende Bremsleuchten) auslöst.

    Der Tempomat ist Software im Motorsteuergerät. Er bekommt die Information, ob ein Pedal getreten wurde (übrigens genauso beim Kupplungspedal, Schaltgetriebe vorausgesetzt) vom BCM über den CAN-Bus mitgeteilt. Ebenso wie die gedrückten Tempomattasten. Einen direkten Zusammenhang mit dem Bremspedalschalter sehe ich nur dann wenn der Schalter gestört ist (z.B. erratische Signale sendet) und das Motorsteuergerät deshalb die Informationen dieses Schalters ignoriert. Dann aber für sämtliche Tempomatfunktionen, nicht nur für "+" oder "-" oder dies oder das.

    Meine Vermutung sind hier auch defekte Tempomattasten. Dabei macht das Motorsteuergerät dasselbe wie bei den Pedalschaltern: Wenn sie erkennbaren Unsinn melden, werden sie ignoriert - in diesem Fall: der Tempomat als Funktion sicherheitshalber deaktiviert.

    Forscan ist zwar nicht VON Ford aber FÜR Ford. Kommt zwar aus Russland, aber die Typen dort haben sich richtig reingefuxt. Es kann alle erreichbaren Module auslesen.

    Aber denke immer daran: Eine Borddiagnose kann nur etwas erkennen wofür es auch einen expliziten Sensor gibt. Hellsehen kann es nicht. Die richtigen Schlussfolgerungen muss dann schon jemand ziehen, der Ahnung von der Materie hat. Deshalb verliere nicht Beitrag #15 aus den Augen. Für eine Ford-Werkstatt ist es eventuell eine Kleinigkeit, weil sie sowas kennen, und die Markenfremden halt nicht.

    Bekannte Sache bei diesem Motor. Das macht meiner auch hin und wieder, besonders wenn ich ihn wieder abstelle bevor er völlig betriebswarm geworden ist. Da starten nicht alle Zylinder. Ein Zündkerzenwechsel könnte Abhilfe schaffen.

    Ansonsten mal mit getretenem Gaspedal starten. Dann spielen alle Zylinder sofort mit.

    Mit der Frontscheibe hat das aber rein garnichts zu tun.