Gut, dass es sinnlos ist so ein Pop-Off-Ventil bei einem Diesel zu verbauen, da sind wir uns einig. Denn ein Diesel arbeitet immer mit Luftüberschuss und im Zylinder ist also immer "Durchzug" was die Luft betrifft. Da gibts keine Drosselklappe im eigentlichen Sinn. Und wenn jetzt einer kommt um meint, ich habe aber eine Drosselklappe im Diesel, dann soll er sich erstmal schlau machen wozu die Klappe da ist. Beim Benziner habe ich die normale Drosselklappe, wodurch wenn die Klappe geschlossen, die überschüssige Luft dann über das Ventil abgelassen werden kann. Der Turbo drückt ja durch seine Trägheit weiterhin Luft, wenn auch mit absinkender Drehzahl beim Schaltvorgang. Das Ergebnis wird dann über eine Tröte lauter hörbar gemacht. Viele Hersteller haben serienmäßig sowas verbaut, nur blasen die nicht ins Freie ab wegen der Geräusche. Sowas hat also durchaus auch seinen Sinn. Beim Diesel ist das nicht so einfach, da wird sowas über eine komplizierte Regelung mit Schalter am Gaspedal erreicht um im richtigen Moment das Ventil zu öffnen. Mit sowas raubt man dann dem Motor zusätzlich die Luft, die der Lader erst wieder erzeugen muss. Leistungsverluste und große "Turbolöcher" sind die Folge.
Zum LMM-Thema: halte ich für Unsinn, denn welches aufgeladene Auto ab ca. 1996 mit elektronischer Einspritzung hat denn keinen LMM und verbaut werden die Dinger ja serienmäßig. (natürlich ohne Tröte im geschlossenem System) Die STG können sehr wohl unterscheiden wann ein Motor sich im Lastbetrieb befindet und wann nicht um die Werte des LMM zur Einspritzung bzw. zur AGR-Rate wegen der Gemischbildung heranzuziehen. Natürlich misst der dann nur Schrott, ist aber dem STG egal, da die Drosselklappe geschlossen ist und die Geschwindigkeit in der das passiert viel zu schnell ist. Würde dieser Zustand länger dauern (ca. 4 sec.), wird auch ein Fehler hinterlegt.
Also: beim Benziner macht das daurchaus Sinn, beim Diesel nicht wirklich, ist aber möglich (wenns denn sein muss) um dem TE die Frage zu beantworten.