Beiträge von Onkel Henry

    Spike, nicht einfach irgendwelchen Ökoscheiss nachplappern, sondern selbst mal rechnen.
    Hier mal ein paar Zahlen schnell in den Taschenrechner geklimpert und nur für Deutschland:
    Benzinbedarf für 2015 = 17,9 Mio Tonnen, Dieselbedarf 2015 = 30,5Mio Tonnen. Daraus ergibt sich ein Bedarf an elektrischer Ersatzleistung von etwa 5,6 *10 hoch 15 Wh. Bei durchschnittlicher Einstrahlung von 1000W/m2 an 365 Tagen im Jahr á zwölf Stunden (Äquatornähe) ergibt sich auf neun Millionen Quadratkilometern Wüstenfläche (ohne irgendwelche Zwischenräume zwischen den Modulen) ein theoretischer Ertrag von 7,9 * 10 hoch 13 Wh.
    Es ergibt sich also nur für Deutschland schon eine Unterdeckung. Die wird umso krasser, wenn man Transportverluste und Bedarfsschwankungen (tags wird gefahren, nachts geladen, aber die Sahahra befindet vom Längengrad her gesehen nahezu "auf gleicher Höhe") betrachtet oder defekte Solarmodule und "Begehungszwischenräume" ins Kalkül zieht. Und selbst wenn man diese Lücken ausgleichen könnte, würden nur wir fahren können und alle anderen spannen wieder das Pferd vor den Wagen.
    OH

    Tante Edit streut gerade zentnerweise Dieselruß auf mein Haupt *hust*. Man sollte eben nix zwischen Tür und Angel erledigen...
    Tatsächlich hat Spike Recht gehabt und die Sahara reicht und das nicht nur für Deutschland sondern sogar für ganz Europa. Bei der Flächenberechnung ist mir ein Fehler in der Größenordnung von drei Zehnerpotenzen unterlaufen. Das würde den Ertrag dann auf 7,9 * 10 hoch 16 Wh anheben, was dann etwa 14 mal soviel ist, wie die oben erwähnte benötigte elektrische Ersatzleistung in Deutschland.
    Also Spike: Mea culpa!

    Merten
    Häng in Russland mal alle anderen Autos auch an die Oberleitung, dann werden wir sehen, wer dann noch fährt. Im Übrigen müsstest du nicht nur die Oberleitung, sondern auch deren Infrastruktur überall hin ausdehnen. An der derzeit schon allgemeinen Beliebtheit der Stromtrassen kann man sich die Akzeptanz in der Bevölkerung ausmalen. Und der Carrerabahnansatz stammt wohl eher aus dem Postillion oder möchtest du allen Ernstes Stromschienen mit mehreren Hundert Volt und Ampere auf der Fahrbahn haben?
    Wie tauglich diese Induktionsgeschichte ist, lässt sich an dem verlinkten Busbeispiel bereits ablesen. Da werden pro gefahrenem Kilometer eine Minute Ladezeit aufgerufen und am Ende des Tages besteht immer noch ein Defizit, dass über Nacht aufgeladen werden muss. Mit solchen Werten lassen sich weder flächendeckend ÖPNV betreiben noch Individualverkehr. Und die Stromerzeugung in der Wüste hat den leider immer wieder vernachlässigten Fehler, dass jedewede Wüste viele Tausend Kilometer von uns entfernt ist und die auftretenden (und bei Photovoltaik sowieso schon immensen) Verluste damit sehr wohl eine Rolle spielen. Mal abgesehen davon dass keine wüste derzeit groß genug wäre, den Energiebedarf aller Fahrzeuge zu decken.
    OH


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    http://www.verkehr-bs.de/fileadmin/user_?letter_4__v.pdf
    http://www.desertec.org/de/konzept/
    http://green.wiwo.de/befahrbare-solarmod?-strom-erzeugt/


    Ja, die Technikgläubigen mögen sich für solche Konzepte begeistern, aber dass sie da sind, sich aber trotzdem nicht großflächig durchsetzen, hat schon seinen Grund. Das gehört eher in ein utopisches Kuriositätenkabinett und kann derzeitige Verkehrssysteme nicht einmal ausreichend unterstützen, geschweige denn ersetzen. Es scheitert immer an der Energiedichte, sei es bei der Speicherung der Energie oder bei der Übertragung und die historische menschliche Entwicklung ist ganz eng mit diesen beiden Themen verknüpft.
    Gegen die Konzepte, die Mutter Natur dafür anzubieten hat, können wir mit all unserem hochge- oder eher überschätztem technologischen Fortschritt nicht anstinken. Nur hat es für deren Entwicklung viele tausend, manchmal sogar Millionen Jahre benötigt.
    OH

    Ideal wäre es, wenn die Regierung (EU, BRD oder sonst was) festlegt: Ab 2025 nur noch E-Autos oder andere, lokal emmissionslose Fahrzeuge, im privaten Personenverkehr. Bis dahin könnten die Hersteller dann die lebenserhaltenden Maßnahmen am toten Patienten "Verbrennungsmotor" komplett einstellen und sich auf ernsthaft zukunftsfähige Alternativen konzentrieren.


    Vielleicht solltest du dir noch einmal überlegen, ob du dir das wirklich wünschen willst, denn die Konsequenzen wären fürchterlich.
    Keiner will auf Komfort und Reichweite verzichten und in Folge dessen schwebt bei dem Begriff "alltagstaugliches Elektroauto" jedem etwas mit den Spezifikationen eines Tesla Model S vor. Der fährt mal eben 90 kWh Batteriekapazität mit sich rum, die natürlich auch geladen werden wollen. Die haushaltsübliche Steckdose mit 16 Ampere bei 230 Volt benötigt ohne Verluste mehr als 24h dafür, um dein tolles Elektromobil wieder voll zu machen. Wenn du also abends von der Arbeit kommst, solltest du möglichst deinen Tank/die Batterie noch halb voll haben, damit dir am nächsten Morgen ein voll geladenes Mobil zur Verfügung steht, wenn ihr zu Tante Else in den Schwarzwald fahren wollt.

    Nun pumpst du also 45kW innerhalb von 12 Stunden in deine Karre, aber du bist dann ja nicht alleine. Mit dir würden das ja Millionen andere ebenfalls tun. Wenn nur ein Drittel des gesamten derzeitigen Wagenparks elektrisch laufen würde, dann wären das 20 Millionen Fahrzeuge, die jede Nacht geladen würden. Vielleicht benötigen die auch nicht alle 45kW, sondern kommen im Schnitt mit nur 20kW hin (reicht für etwa 100km, wenn man nicht auf Heizung/Klima, Licht, Scheibenwischer oder aber auch Premium Soundanlage verzichten will). Dann heißt das aber immer noch, dass man jede Nacht 400 Milliarden Wattstunden (=40Gigawattstunden) zum Laden der Autos benötigt.
    Um diese Leistung (immer alles ohne Verluste!) bereitzustellen, benötigt man in etwa 8 Kraftwerke von der Größe Neuraths, dem größten Braunkohlekraftwerk Deutschlands. Wohlgemerkt, wenn Deutschlands Fuhrpark nur aus einem Drittel Elektroautos besteht und wir sind ja nicht allein auf der Welt.

    Wer nun meint, nicht jeder fahre doch im Schnitt täglich 100km, der kann die Zahlen ja noch einmal halbieren. Viel besser werden die Auswirkungen dieser Elektroente damit aber nicht. In Wikipedia sind Zahlen zu Neurath veröffentlich, die dessen Schadstoffausstoß dokumentieren. Wenn man die liest, dann weiß man genau, dass man mit jedem Strich Acht Diesel umwelttechnisch besser bedient wäre, als mit einem Tesla Model S.

    Über alle anderen Dinge haben wir uns dabei noch gar keine Gedanken gemacht. Wieviel Kupferkabel müssten wir wohl für die entsprechende Infrastruktur zusätzlich verbuddeln? Wieviel Ladestationen müssen wir für einen reibungslosen Betrieb entlang der Autobahn aufstellen, wenn Tanken jetzt nicht mehr 5-10 Minuten pro Fahrzeug dauert, sondern mindestens dreimal solange, dabei aber nur die halbe Reichweite generiert?
    OH

    Es ging ja um umwelttechnische Sachverhalte und deren Auswirkung und da ist der Diesel nahezu tot. Dem Plus des geringeren CO2 Ausstoss stehen massive NOx und Partikelemissionen entgegen, die nur mit ensprechend aufwändiger Nachbehandlung aufgefangen werden können. Dazu benötigst du Platz, der im PKW immer knapper wird. Darüber hinaus wird der Anteil der Kosten pro Fahrzeug, die für die Abgasbehandlung aufgewendet werden müssen sowohl für Hersteller als auch Kunden immer höher. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die meisten Privatkunden nicht bereit sind, diese Kosten zumindest beim Kauf zu tragen. Der Anteil der Neuwagen Dieselkäufer unter Privatkunden ist seit Jahren niedrig und damit ist der größte Teil der Erstbesitzer Gewerbekunde. Sobald die Rechnung für diese Zielgruppe nicht mehr aufgeht (und das wird vermutlich eher früher als spät sein), war es das für den Diesel. Der ist im Übrigen nur in Europa im PKW salonfähig, so dass es bereits erste Hersteller gibt, die sich mit dem Gedanken tragen, ob die niedrigen Stückzahlen den Entwicklungsaufwand lohnen.

    Eine weitere Falle lauert in den derzeitigen Diskussionen um Real World Emissionen, die unter Umständen auch auf den bestehenden Wagenpark angewendet werden könnten. Dabei dürfte so ziemlich jeder Hersteller aufkippen, denn alle derzeitigen Angaben basieren auf den momentanen EG-Testzyklus, der auf dem Prüfstand stattfindet und zu dem man (im Übrigen völlig legal) die Fahrzeuge entsprechend optimiert. Wenn die RW Werte nun drastisch abweichen, könnten viele Smog geplagte Gemeinden sich aufgrund der gültigen Gesetzgebung gezwungen sehen, Dieselfahrzeuge aus dem Stadtgebiet zu verbannen. Das ist dann die faktische Enteignung von Dieselfahrzeugbesitzern zum zweiten Mal innerhalb von 10 Jahren.
    OH

    So, nachdem ich nun seit etwa einem Monat die unterschiedlichsten Regensorten "ausprobieren" durfte, hat sich mein früherer Eindruck von den Ford Premium Wischern bestätigt. Die Wischergebnisse sind um ein Vielfaches besser, als mit den Trico, die ich vorher zu Testzwecken montiert hatte. Die Scheibe ist bereits beim ersten Wischen glasklar und es gibt keinerlei Schlieren. Das führt dazu, dass der Regensensor nicht gestört wird und das lästige Nachwischen oder hektisches Wischen bei feinem Nieselregen entfällt.
    Was mir nach dem Tausch aber noch zusätzlich auffiel, ist der nahezu lautlose Lauf der neuen Wischer. Nicht das die alten einen Höllenlärm gemacht hätten und ich vorher im Regen nur noch mit Oropax unterwegs gewesen wäre, aber im direkten Vergleich fiel die Verbesserung doch sofort auf.
    OH

    Hat vieleicht jemand einen Schaltplan vom Licht?

    Oder ne Beschreibung über die Funktion des Can Bus Schalters?


    Beides nutzt deinem Vorhaben nicht viel. Auf den Innen- und Aussenbeleuchtungsschaltplänen sind die Busverbindungen nur angemerkt und darüber hinaus gibt es nur die hartverdrahteten Verbindungen, also Plus- und Masseleitungen bzw. direkte Signalleitungen wie z.B. zur manuellen Scheinwerferhöhenverstellung.
    Die Busverbindungen selbst bestehen ja immer nur aus einer direkten (LIN) oder zwei Ringleitungen (CAN) zu den einzelnen Systemen.

    Der Lichtschalter gibt die jeweilige Schalterstellung über den LIN Bus an das BCM und dieses dann über CAN an das Kombiinstrument. Damit gehen Scheinwerfer und Tachobeleuchtung an. Ähnlich ist es mit den ganzen Schalterbeleuchtungen, nur dass die überwiegend direkt vom BCM geschaltet werden. Du kannst das drehen wie du willst, du wirst da nur einen Ansatzpunkt finden können, wenn du in die Programmierung der einzelnen Systeme einsteigen kannst.
    Aber ich bewundewre deinen Elan...
    OH

    Trotzdem ist diese Spanne von unter 5 Liter/100km kein Vergleich zur möglichen Spanne bei Benzinern.


    Das ist wohl wahr. Gestern auf der Fahrt zwischen Reichshof und Köln (ab da leider Stau, grml) mit 140 km/h mit Tempomat ergaben sich rekordverdächtige 6,7l laut BC. Vor zwei Jahren auf der Fahrt nach Kelbra mit digitalem Gaspedal über 20 Liter. Das nenne ich mal ne Spanne.
    OH

    Das ist dir wahrscheinlich in den letzten Tagen im Nebel aufgefallen, aber das ist normal, denn bedingt durch die Form der Reflektoren müssen sich die Scheinwerferkegel kreuzen. Das ist auch durchaus beabsichtigt, denn man will ja ab etwa 25-30m vor dem Fahrzeug die Strasse gut beleuchten, um Hindernisse möglichst früh zu erkennen. Da ist es schon sinnvoll die Beleuchtung durch beide Scheinwerfer überkreuz erfolgen zu lassen, erst recht, wenn man ins Kalkül zieht, dass mal einer von beiden ausfallen könnte.
    Solltest du im Übrigen dynamisches Kurvenlicht haben, kannst du an den Schrauben rumstellen bis du schwarz wirst. Die Position der Projektoren ist von einem Modul gesteuert und dieses wird deinen Bemühungen im Rahmen seiner Möglichkeiten immer entgegenwirken.
    OH

    Ich spinne mal weite...

    wenn ich das nachrüst Modul nehmen würde und einen extra Schalter einbauen würde , wo müsste ich dann mit dem Kabel ran damit das Licht an geht so als ob ich den normalen Lichtschalter betätigte?

    Oder muss ich dann alles einzel verkabeln inkl. Tachobeleutung?


    Da kannst du spinnen soviel du willst, das klappt nicht, denn der Lichtschalter hängt am LIN Bus. Licht an geht also über ein Bussystem und ist nicht an einer Leitung abgreifbar.
    OH

    Ok, und für die passende Erklärung schick ich sie dann zu dir. Und bevor du dir falsche Vorstellungen machst: Die Originalledersitze, die mir in meinem Auto ein wenig zu "luftig" waren, passen ihr wie angegossen. Weiterhin gehöre ich zu der Sorte Mann, die nicht direkt Schuhe mit Absatz kaufen, nur weil die Partnerin ein paar Zentimeter länger geraten ist.
    Es empfiehlt sich für dich also, die Argumentation im Vorhinein genau abzuwägen.
    OH