Beiträge von Onkel Henry

    Das Problem bei Probefahrten mit Werten ist, bei Ford gibt es nie Sollwerte


    Sollwerte bringen es nicht, da sie meist nur einen statischen Fall abbilden können. Ein solcher bringt dich hier aber nicht weiter, da das Problem ja nur unter Last auftritt. In solchen Fällen kannst du aber keine Sollwerte angeben, da zuviele Parameter festgelegt werden müssten und es dann unmöglich wäre, alle bei der Probefahrt genau zu treffen. Und selbst wenn du die Sollwerte hättest, ergäbe sich bei Abweichungen für dich das Problem, ob du bei der Probefahrt die Bedingungen getroffen hast oder ob nun ein Fehler vorliegt und welche Ursache diese hat.
    Wie du schon erwähnest, benötigt man etwas Erfahrung und Wissen, um zu erkennen, ob Signale plausibel sind und zu einander passen. So etwas wächst nicht auf dem Baum, hat also auch nicht jeder und derjenige, der es hat, lässt es sich natürlich bezahlen.
    OH

    Die vorherigen Posts umschreiben das Problem ja bereits: Deine Erwartungen sind unrealistisch! Du willst nicht in den Teiletausch investieren (was ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen kann), in die Diagnose willst du auch nicht investieren, selbst fehlen dir die Kenntnisse und Möglichkeiten, aber vom Forum erwartest du intelligente Vorschläge, obwohl hier keiner dein Auto gesehen, geschweige denn getestet oder Probe gefahren hätte. Klar ist aber, dass die bisherigen Maßnahmen dich nicht weiterbringen.
    Das die Aussagen deines Chippers nix taugen, hatte ich dir bereits in dem anderen Trööt geschrieben und in Bezug auf einen Händler oder eine Werkstatt kann man dir nur dazu raten, einen zu suchen, der etwas Ehrgeiz an den Tag legt. Da offenbar bis heute keine Fehlercodes abgelegt werden, muss sich der Fehler im Regelbereich der Motorsteuerung abspielen, d.h. die Werte, die dabei auftreten, müssen für die Motorsteuerung noch plausibel sein oder sich nicht in der Überwachung befinden. Das wäre mein Ansatz...
    OH

    Habe das jetzt noch einmal gecheckt und das Auto hat tatsächlich einen elektrischen Zuheizer. Spielt aber eigentlich keine Rolle, denn es ändert nix an der Tatsache, dass ich keine Standheizung benötige, weil das Auto sehr früh warm wird. Wie das geschieht ist mir ziemlich egal.
    OH
    PS: Laut Etis habe ich aber auch keine Klima und keine Heizung...

    So, habe am WE noch einmal explizit drauf geachtet und mit dem Aufheizen verhält es sich bei meinem Auto wie folgt:
    1. Situation: Nach Ausfahrt aus der Tiefgarage (+5°C) in eine 30er Zone ohne Ampel bei einer Außentemperatur von +2°C dauert es 1100m und etwa zwei Minuten, bis die Motortemperaturanzeige mittig steht und warme Luft aus den Belüftungsdüsen kommt.
    2. Situation: Wieder nach Ausfahrt aus der Tiefgarage bei +5°C innen und außen mit einer Ampelphase nach etwa 100m dauert es unter zwei Minuten und 500m Fahrstrecke, bis der Motor als warm gezeigt wird und auch Wärme an die Heizung abgibt.
    Wie warm es dann wirklich werden kann, vermag ich nicht zu sagen, denn die Klima steht bei mir nur bei 21°C und das ist nicht wirklich eine Herausforderung für das Auto.
    OH

    Powershiftöl wird alle 60.000km oder drei Jahre gewechselt, was zuerst eintritt. So steht es in den Serviceintervallen und an die würde ich mich zumindest solange halten, wie noch irgendeine Garantie läuft. An den Aussagen hier (<50k bis 110k) sieht man ja bereits, dass auch das Fahrprofil einen Einfluss auf die Alterung des Öls hat. Schlussendlich musst du natürlich selbst entscheiden, was du mit deinem Auto anstellst.
    OH

    Quatsch, mein Zuheizer heißt Ecoboost. Im Sommer ist der an der ersten Ampel halbwegs warm. Jetzt im Winter ist es die zweite oder dritte, je nach Außentemperatur. Natürlich fahr ich nicht direkt mit 50 km/h los. Ich muss entweder vom Parkplatz oder aus der Tiefgarage und dann erst einmal bis zur nächsten Hauptverkehrsstraße. Aber da dauert es in der Tat nur wenige Sekunden, bis warme Luft aus den Düsen kommt. Natürlich macht man da noch keine Sauna draus, aber in Verbindung mit den beheizten Sitzen fährt es sich recht kommod und eine Standheizung habe ich noch nie vermisst.
    OH

    Rohstofflieferanten innerhalb der EU sind entweder sowieso schon international im Geschäft (z.B. Nordseeöl und -gas) oder wurden vor Jahren bereits irreparabel aus dem Geschäft gedrängt (z.B. deutsche Steinkohle). Durststrecken von mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten verkraftet man in der freien Wirtschaft nicht. Infolgedessen wird die deutschen (oder lothringischen) Kohlegruben auch niemand mehr aufmachen, denn wie lange diese künstliche Euroschwäche anhält, wagt ja niemand zu sagen.
    Genau in dieser Unsicherheit liegt ja auch das Risiko für Nissan. Wie lange der Abeismus für Japan überhaupt finanzierbar bleibt, weiß keiner so genau, aber der Rest der japanischen Autoindustrie hat mit der internationalen Diversifikation der Produktionskapazitäten den Totengesang längst angestimmt. Die nehmen nur jetzt noch den warmen Regen mit, solange er anhält.

    Inwieweit ein schwacher Euro den anderen EU-Ländern überhaupt hilft (insbesondere den südlichen), bleibt noch abzuwarten. Einen Export kann das nur dann begünstigen, wenn es etwas zu exportieren gibt. Wenn der internationale Konsument sich aber von Produkten nicht nur des Preises wegen abgewandt hat, dann wird dessen Absenkung allein nicht helfen. Ein FIAT Doblo oder ein Loewe TV werden nicht durch einen günstigeren Preis hipper, sondern nur, wenn sie mindestens mit den Wettbewerbern mithalten können.
    Wenn man ein Produkt um die Welt verschiffen will, benötigt man eine gewisse Marge, damit der Transport sich lohnt. Mit deutschen Äpfeln oder spanischen Erdbeeren funktioniert das nur solange, wie das Öl billig ist. Steigen aber die Transportkosten, muss schon etwas anderes her. Da bieten sich eher hochwertige Konsum- oder gar Investitionsgüter an. Die benötigen durch die Bank aber importierte Rohstoffe - womit sich der Kreis wieder schließt.

    Unter dem Strich schaden alle bisherigen Maßnahmen eigentlich nur dem vielzitierten "kleinen Mann", ohne dass eine Besserung der Gesamtlage in Sicht wäre. Das Senken des Leitzinses zieht Sparguthaben, Lebensversicherungen festverzinsliche Wertpapiere u.ä. seit Jahren immer weiter herunter. An Vermögensaufbau ist damit gar nicht zu denken.
    "Die Inlandsnachfrage soll gestärkt werden!", so lautet das Credo. Was aber nutzt das europäischen Produzenten, wenn die Nachfrage nach Samsung, Toyota, Klamotten aus Bangladesh oder Heidelbeeren aus China gestärkt wird? Nur vom Handel allein, kann man nicht leben.
    Weil aber der Sparer an sich so halsstarrig ist und seine letzten Groschen partout nicht in Beteiligungen an mehr oder weniger maroden Wirtschaftsunternehmen stecken will, haut die EZB ihm nun das zweite Bein unterm Hintern weg und "investiert" in Inflation. Wer nun angesichts schrumpfender Kaufkraft und mangelhafter Vermögenssicherungsmöglichkeiten sein Heil in vermeintlich sicheren Anlagen sucht, dem bleibt nicht viel. Üblicherweise greift man dann, sofern man kann, zu Edelmetall und Immobilien. Schon zeichnet sich am Horizont die nächste Blase und deren Platzen ab. Wer das bezahlt, haben wir ja vor kurzem erst gesehen.

    So geht das aus, wenn man sein Geschäft in die Hände von Bankern legt.
    OH

    Dadurch soll wohl die Wirtschaft (insb. Südländer profitieren)


    Das ist ja schön und gut, nur für Länder wie Deutschland ist das schlichtweg eine Katastrohe. Wenn man sich so umschaut, wird man nämlich feststellen, dass wir nur Halb- und Fertigzeuge exportieren, die aber wiederum nur dann erzeugt werden können, wenn die entsprechenden Rohstoffe importiert werden. So summieren sich zu hohen Stundenlöhnen, Spitzenenergiepreisen, sinkenden Kapazitäten in der Infrastruktur, hohen bürokratischen Hürden und dem allgegenwärtigen deutschen Steuer- und Abgabendschungel noch steigende Rohstoffpreise. Der Preisvoteil durch sinkende Eurokurse ist damit schnell aufgezehrt, denn die nächsten Preisrunden lassen nicht lange auf sich warten.
    An der eigentlichen Misere ändert diese Politik vermutlich auch nichts. Billiges Öl lässt nun mal die Preise sinken und auch deutsche Verbraucher tragen ihr Geld lieber an die Werkbank der Welt, die sich derzeit sehr weit östlich befindet. Wenn da einheimische Produzenten mithalten wollen, müssen sie sich schon sehr nach der Decke strecken und dann fehlt ihnen einfach die Luft oder auch Lust, um die gewünschten Investitionen hier zu tätigen.
    Draghi wird das Problem nicht mit dem billigen Euro lösen können. Die Misere wird nur dann beendet, wenn man ein investitionsfreundliches Klima schafft und das verlangt mehr als billiges Geld. Diese Erkenntnis sollte man dem hilflosen Zinsgehampel der EZB aus den letzten Jahren zumindest entnehmen können.
    OH

    Heute Post aus dem Kasten gefischt... drei Briefchen von drei Händlern... laden mich ganz freundlich ein, mir am 07.02. den neuen Mondeo anzuschauen... wohl gemerkt: anschauen, nicht probefahren! Das sind ausgerechnet die drei Knallköppe, die mit dem Arsch nicht an die Wand kamen, als ich vor knapp zwei Jahren nen MK4 mit großem EB und Powershift probefahren wollte. Na, herzlichen Dank!
    OH

    Wie sollte ein gerissener Ladedruckschlauch auf die Position des AGR Einfluss nehmen?


    In Verbindung mit der Lambdasonde stellt das Steuergerät möglicherweise fest, dass dem Motor Sauerstoff fehlt. Wäre der Schlauch in Ordnung, wäre eine denkbare Ursache, dass bei den angesteuerten AGR-Ventilöffnungen zuviel Abgas durchläuft. Wenn ich mich nicht irre lautete auch so ähnlich die Fehlerbeschreibung im Diagnosegerät.
    Meines Wissens sind nur drei Fehlercodes gelistet, die unmittelbar auf ein defektes AGR-Ventil hinweisen und zwar sind das P0404, P1412 und P1335.
    OH

    Spike, ich kann nirgendwo erkennen, dass es sich nicht um ein originales nachgerüstetes handelt und das wäre auch meine Frage an den TE. Im Übrigen: Hättste, Wennste, Tätste! Was nutzt es? Das PDC ist nun so im Auto, wie es ist und wenn es nicht das originale ist, dann würde ich es trotzdem nicht rausschmeißen. Das muss ja auch so gehen.
    OH

    Ich sag mal beim Turnier geht mehr "verloren" als z.B. beim FLH.


    Das bezweifle ich. Beim Turnier liegt die Abrisskante für die Luftströmung direkt am Dach und die Spritzdüse darunter. Beim Fließheck liegt diese Kante am Kofferraumdeckel und die Düse genau im Luftstrom. Damit dürfte das Wasser beim Turnier weniger Einflüssen durch Fahrtwind unterliegen als beim Fließheck.
    OH