Beiträge von Onkel Henry

    Nur des Preises wegen? Der kann aus unterschiedlichsten Gründen so niedrig sein. Design, Größe oder Farbe finden nur wenig Käufer und der Anbieter möchte die Felgen nun los werden. Möglicherweise stammt die Ware auch aus einer Geschäftsaufgabe, wurde mit anderen Posten sehr günstig eingekauft und muss nun schnell wieder veräußert werden, damit Teile des eingesetzten Kapitals zurückfließen.

    Entscheidend ist doch, ob die Felgen in Ordnung sind und da gibt der Preis keine Auskunft. Wenn ihr das gesamte Auto günstig schießen könnt, nehmt ihr das dann auch nicht?

    "Watt? Jahreswagen Mondeo 2,2 Diesel mit allem Zipp und Zapp in der Trendfarbe Schweinchenrosa für nur 18.000 Teuros? Ne lass mal, das ist bestimmt ne Billigkopie aus China!"

    OH

    Es ging aber nicht um gelöstes Metallsalz, sondern um auskristallisiertes. Das erschliesst sich dem Leser natürlich erst nach dem ersten Satz.

    Und um das Klugscheißern mal komplett zu machen: In einer Lösung ermöglichen auch nicht die Salze selbst den Stromfluß, sondern deren Ionen.

    Und der OH weiß eben nicht alles... z.B.dass der Sierra tatsächlich noch den 2.0 V6 verbaut hatte. Wat ne krude Konstruktion! Genug OT!

    OH

    Oh Mann, hier ist aber wieder einiges durcheinander geraten.

    Fangen wir mal bei dem Bleisulfat an. Das ist in chemischem Sinne ein Metallsalz und damit elektrisch nicht leitend, so wie die meisten Metallsalze. Damit ergibt sich auch direkt das größte Problem, denn beim Entladen der Batterie schlägt sich dieses nicht leitende Salz auf den negativen Platten in der Batterie nieder und verhindert damit den Ladungsaustausch. Grundsätzlich ist das nicht weiter tragisch, solange die Batterie zeitig wieder nachgeladen wird. Problematisch wird es erst bei längeren Standzeiten oder unzureichender Nachladung, da diese Metallsalze kristallin sind und die Kristalle im Laufe der Zeit wachsen können. Große Kristalle lassen sich aber durch den Ladestrom nur schlecht oder auch gar nicht mehr auflösen, besetzen dann dauerhaft die Oberfläche der negativen Platten und behindern damit den Ladungsaustausch und zusätzlich nimmt die Konzentration an Sulfationen in der Lösung ab, was beides die Kapazität der Batterie herabsetzt.

    Genau hier sollen solche Pulslader Abhilfe schaffen. Der pulsierende Ladestrom soll die größeren Kristalle wieder aufbrechen und die Platten wieder freimachen. Das kann natürlich nur dann funktionieren, wenn ein Ladungsaustausch überhaupt noch möglich ist. Ausserdem ist zwischen Befürwortern und Gegnern dieser Lader strittig, ob die Kristalle tatsächlich gesprengt oder nur von den Platten abgelöst werden. In letzterem Fall würde dann zwar die Platte wieder frei werden, die Batteriekapazität wäre aber aufgrund der verringerten Säurekonzentration trotzdem reduziert.


    Mit dem obigen Vorgang wäre auch die Schlammbildung teilweise erklärt, die Marc bereits angeführt hatte. Die kann aber auch noch eine andere, weit unangenehmere Ursache haben. Oldtimerfahrer werden vielleicht schon einmal das Phänomen einer "überkochenden" Batterie erlebt haben, die meist durch einen defekten Regler des Generators hervorgerufen wurde. Dabei regelte der Regler bei Erreichen der Ladehöchstspannung den Generator nicht herunter, sondern liess diesen weiter laden, was zum "Gasen" der Batterie führte. Dabei bilden sich an den Platten Gasblasen, die nach oben entweichen wollen. Diese Gasblasen können sich nun auf dem Weg nach oben auch schlagartig wieder auflösen (implodieren), was eine Druckwelle zur Folge hat, die Partikel aus der nahen Plattenoberfläche reißen kann (Stichwort Kavitation). Damit würde sich am Boden der Batterie nicht nur das nicht leitende Bleisulfat sondern auch metallisches und damit leitendes Blei finden, welches dann zum Plattenschluß führen kann. Klar ist, dass solche Batterien mit einem Pulslader nicht wieder belebt werden können.


    Wie kommt es nun zum vorzeitigen oder plötzlichen Exitus der Batterie?

    Aus dem oben Geschriebenen geht hervor, dass sowohl Entladen als auch falsches Laden ein Problem darstellen kann. Beim Betrachten der Lade/Entladebilanze stellt man dann fest, dass die Batterie bei den heutigen Nutzungsgewohnheiten oftmals nicht lange genug geladen wird. Neben dem Kurzstreckenverkehr mit möglichst niedrigen Drehzahlen spielt die exzessive Nutzung der Fahzeugelektrik und -elektronik eine erhebliche Rolle, belastet sie vor allem im Winter nicht selten die Ladekapazität des Generators bis an seine Grenzen. Der einstündigen täglichen Nutzung mit Licht, diversen Heizungen, Audio/Navigation/Bluetooth und Scheibenwischern steht dann oft eine dreiundzwanzigstündige Ruhephase gegenüber, in der sich die Batterie still vor sich hin entladen kann. Fällt dann die Belastung des Ladesystems mal weg, trifft dessen gesamte Energie auf eine Batterie, die möglicherweise schon durch Sulfatierung geschwächt ist. Die hat dann Mühe die Ladung unterzubringen und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es dann teilweise zum Ausgasen kommt.

    Ist das Fahrzeug in Bewegung, geht das einige Zeit gut, denn die winzigen Bleipartikel bleiben durch die Erschütterungen und die Ladevorgänge und die damit verbundene Erwärmung oftmals in der Schwebe. Wird das Fahrzeug dann abgestellt, sinken sie zu Boden und schließen die Platten kurz.

    Genauso schädlich sind aber Ladegeräte, die man wohlmeinend anschließt, wenn man sich der oben genannten Problematik bewußt ist, die dann aber nicht zur Batterie passen. Marc hatte es ja schon angedeutet, dass bestimmte Batterietypen auch auf sie abgestimmte Ladecharakteristika benötigen. Zuviel Ladung bringt die Batterie zum Gasen, zuwenig Ladung lässt sie sulfatieren. Genauso verhält es sich mit dem Austausch der Batterie. Die neue Batterie muss zu dem Fahrzeug passen und sollte der defekten in Kapazität und Aufbau entsprechen. Die billigere Variante ist keineswegs automatisch die preisgünstigere, aber mehr Geld auszugeben und sein Heil in der Kapazitätserhöhung zu suchen, muss auch nicht unbedingt zielführend sein.


    Was kann man also tun, damit die Batterie länger hält?

    Wer regelmäßig mit seinem Auto längere Strecken fährt, sollte eigentlich eher seltener ein Problem bekommen. Tritt trotzdem häufiger ein Batteriedefekt auf, sollte man dort die Ladespannung über einen längeren Zeitraum prüfen.

    Für Kurzstrecken- oder Seltenfahrer empfiehlt es sich vor allem im Winter die Batterie alle zwei Wochen mit einem externen Ladegerät nachzuladen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Ladegerät zur Batterie passt, damit die Batterie auch tatsächlich bis an ihre Kapazitätsgrenze gefüllt wird. Ich werde hier nichts empfehlen, ausser sich im Fachhandel beraten zu lassen. Der sollte dann aber mindestens wissen, was da unter der Haube des Autos schlummert.


    Man kann natürlich auch sagen: "Drauf gesch..."! Rechnet man die Kosten für das externe Ladegerät und das ständige Nachladen gegen die erhöhte Standzeit der Batterie, könnte man auch zu dem Schluß kommen, dass sich das kaum lohnt.
    OH

    Also wenn es mehr als 20-30 Euro pro Felge kostet, investiere ich lieber in neue.

    Für den Preis kommt wohl nur Plastdip in Frage, aber das ist nur eine zeitweise Lösung, wie man hier von denen lesen kann, die das bereits auf Felgen getestet haben. Schlussendlich wird das wohl auf wegschmeissen hinauslaufen, es sei denn du machst alles selbst und bekommst Material extrem günstig.
    OH

    Was richtig ist, weißt du erst hinterher - soviel vorweg. Was du hier schreibst zeigt mir, dass du momentan von einem Wenn zum nächsten Aber eierst. Du brauchst in deinem Leben erst einmal eine klare Linie, der du dann folgst.

    Ich teile da mal ein paar meiner Überlegungen mit dir:
    Du bist Familienvater und das bringt eine gewisse Verantwortung mit sich. Du brauchst nen gescheiten Job, der genug einbringt, um die Familie am knuspern zu halten. Ein Wechsel nach Selb im derzeitigen Job kann für dich also nicht zur Debatte stehen. Damit ist es aber nicht genug. Deine Kinder sollten ebenfalls die Möglichkeit haben, sich gemäß ihrer Neigungen zu entwickeln. Viel wichtiger ist aber noch, dass sie später die Möglichkeit haben müssen, ihr eigenes Leben zu gestalten und auch selbst Familie haben und diese ernähren zu können. Ob das in der Provinz realisiert werden kann, wirst du besser beurteilen können als ich. Deine Aufgabe als Vater ist aber, ihnen diese Chancen zu ermöglichen. Es nutzt nix, sich nur am Hier und Jetzt zu orientieren, denn du und deine Familie brauchen auch Perspektiven und eine Zukunft.

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir mit auf den Weg geben: Die ständige Trennung tut dem Familienleben nicht gut und mit Sicherheit auch nicht, dass Dritte sich einmischen. Familie funktioniert nicht mit Distanz auf Dauer.
    Und für dich ganz persönlich: Wozu hast du Familie, wenn du sie nicht genießen kannst?
    OH

    Dafür sehe ich keinen Grund, denn das gehört für mich durchaus zum Thema. Wir sehen hier immer wieder falsche Rechnungsstellungen und beleuchten die Hintergründe, damit User sich in Zukunft dagegen wehren können. Es nutzt nix solche (nicht persönlich gemeinten) Differenzen per PN zu klären, denn sowohl Marc als auch ich müssen hier darlegen können, wie wir zu der einen und der anderen Einschätzung der Situation kommen. So etwas nennt man im Allgemeinen Transparenz.

    OH

    Ich glaube hier bist Du weit ab von jeglicher Realität was Fordzeiten angeht um das alles zu beurteilen sollte man selbst die Arbeiten mal gemacht haben um letztendlich darüber urteilen zu können ! das ist Wissen aus der Ferne in diesem Fall.
    Um hier einen wirklichen Einblick in alle Bereiche zu haben muss man es wirklich selbst mal gemacht haben um auch wirklich solch ein Urteil abgeben zu können.

    An ein sauberes neues Fahrzeug kann ich mich auch hinstellen und das reparieren.

    Hast du denn schon an Arbeitszeitstudien teilgenommen? Ich schon, und zwar genau zu solchen Themen. An die Ergebnisse erinnere ich mich noch recht genau, denn ich war früher einer ähnlichen Meinung wie du. Heraus kam jedoch, dass Alter und Pflegezustand eines Fahrzeugs bei der benötigten Arbeitszeit kaum eine Rolle spielt, die Benutzung des Werkstatthandbuchs und des richtigen Werkzeugs aber einen signifikanten Einfluß hatte. Nur wenn Fahrzeuge so verschmutzt waren, dass die Arbeiten nicht durchgeführt werden konnten (Geländewagen) oder Schrauben unlösbar festgerostet waren, hatte alt gegen neu überhaupt einen Einfluß. Aber wieviele deiner Kunden brettern mit ihrem Auto über den Acker? Und du wirst zugeben, dass nicht jede Schraube festgerostet ist, aber wieviele deiner Kollegen siehst du regelmäßig das Werkstatthandbuch benutzen?

    OH

    Was du dem Kunden schlussendlich für die Reparaturen abnimmst bleibt natürlich dir überlassen. Die Arbeitswerte gelten aber keineswegs nur für Garantiearbeiten, denn sie repräsentieren die Zeit, die ein trainierter Techniker durchschnittlich benötigt, um eine definierte Tätigkeit durchzuführen. Auch hier bist du natürlich in deiner Entscheidung frei, ob du dem Kunden mehr Zeit berechnest, aber in meinen Augen ist das eine Bankrotterklärung vor den eigenen Fähigkeiten.

    Wenn man das Converse Update (oder auch andere) nicht für 15,-€ verscherbeln will, dann kann ich das verstehen, nur kann das nicht über die Arbeitswerte gehen. Da empfiehlt es sich eher einen "Spezialistentarif" einzuführen, denn der lässt sich leicht begründen. Jemand der Änderungen in der Fahrzeugkonfiguration durchführt muss weitreichende Kenntnisse in der Fahrzeugelektrik und -elektronik haben, die nur durch intensives Training und Weiterbildung erlangt werden können. Das ist zeit- und kostenintensiv und rechtfertigt damit einen Spezialistentarif.
    Allerdings lauert hier auch direkt der nächste Fallstrick: Wenn der Kunde für einen Spezialisten zahlt, dann erwartet er auch eine entsprechende Leistung. Wie wir hier aber bereits des Öfteren lesen konnten hapert es genau daran nicht selten.
    OH

    Marc, deine Rechnung geht nicht auf. Die Hauptposition ist eindeutig der Inspektion zuzuordnen, da diese der größte Einzelposten ist. Danach dürfen nur noch Nebenpositionen zur Anwendung kommen, die immer um den administrativen Teil von 0,2h niedriger sind als die Hauptositionen.

    Statt der Arbeitsposition 290990 müsste hier "33 051 3 (N) Neues Kombiinstrument programmieren (Diagnosegerät angeschlossen)" stehen und schlüge nur mit 0,1h zu Buche. Selbst wenn du für das Anschließen des IDS noch einmal 0,1h ansetzen wolltest (dann mit Arbeitsposition 290991), dann dürfte diese Aktion bei einem Stundensatz von 74,78 € nicht mehr als 14,96 € kosten und nicht 52,35€.

    Noch schlimmer verhält es sich bei der Bremse. Hier kämen zur Anwendung "11 212 1 (K) Räder ab- und anbauen (zwei)" mit 0,2h und "12 238 4 (L) Bremsklötze hinten aus- und einbauen (beide Seiten) (Räder abgebaut)" mit 0,3h, in der Summe also 0,5h die bei o.e. Stundensatz 37,39€ kosten dürften. Abgerechnet wurden aber 0,8h mit 59,83€.


    Damit summiert sich der falsch abgerechnete Betrag nur bei den Arbeitswerten auf fast 60,- €. Wenn du den Dieselzusatz hinzunimmst, dann macht der Schmu mehr als zehn Prozent der Gesamtrechnung aus. Ich persönlich fände das nicht akzeptabel.

    OH