So, nachdem ich nun mit IDS mehr Möglichkeiten habe habe ich mich nochmal an den Wechsel gewagt. Dabei bin ich mit IDS aber vermutlich falsch vorgegangen und zwar habe ich vor dem Austausch "Programmable module installation" für ABS gestartet. Das lädt dann die Kalibrationsdaten aus dem vorhandenen ABS runter (evtl. sogar die Sicherheitscodes für PATS), dann soll man das Modul wechseln und anschließend betankt der das "neue" ABS" mit diesen Daten wieder.
Mein Denkfehler dabei war nur, das ich ja ein Upgrade gemacht habe, d.h. das neue(gebrauchte) Modul war nicht vom selben Typ (BG91 mit IVC) sondern das CG91 mit Enhanced IVCD. Das hat IDS nicht "verstanden", bzw. nicht erwartet und das Prompt mit "Falscher Zusammenbau" quittiert 
Muss ich die Tage also nochmal ran.
Wofür ich mich jetzt noch selbst ohrfeigen könnte ist, das ich dachte "das klappt schon" und bereits den ABS-Block ausgebaut hatte, anstelle ich dummes A***loch einfach nur mal das neue Moduls angesteckt hätte. Dann hätte ich mir gut 3h sinnlose Arbeit gespart. Ich hatte mein Modul ausgebaut, das Backend getauscht (Steuermodul auf vorhandenen Block) und alles wieder eingebaut. Als die Programmierung nicht funktionierte und ich nicht drauf kam woran es liegt, alles wieder zurück (Stöhn!).
Ausbau des ABS-Blocks:
An das ABS-Modul selbst kommt man ultraschlecht ran, nix für Rückengeschädigte. Alles eng und man muss sich reinlegen. Zudem sollte man einen Maulschlüssel mit Ratschenfunktion haben (den hatte ich NICHT, hab nur Ring mit Ratsche), denn man kann jede der Verschlußschrauben am ABS immer nur so 1/6 Umdrehung bewegen und muss dann neu ansetzen.

Im Kern hab ichs nach ETIS-Anleitung gemacht, jedoch zunächst mit einer Spritze den Vorratsbehälter entleert (jeder Tropfen zählt 
Als erstest habe ich den Stecker entfernt und zur Seite gelegt. Dann die zwei dicken Leitungen welche vom Hauptzylinder unter dem Behälter rüber zum ABS gehen abgeschraubt und ausgebaut:

Ab diesem Moment läuft unweigerlich Bremsflüssigkeit aus dem Hauptzylinder raus (würg) und man kann eigentlich garnichts dagegen tun, ausser man hat einen passenden Gummistopfen oder sowas zur Hand um den Ausgang am Zylinder und am besten auch das aufgeschraubte Ende der Leitung zu verschließen. Das wollte ich mir eigentlich auch vorbereiten, hatte ich aber zeitlich nicht mehr geschafft.
Allgemein gilt für austretende Bremsflüssigkeit das diese Lack und Kunststoff angreift. Ich habe daher unterhalb der Leitungen alles großzügig mit "Saugmatten" unterlegt (oben saugend unten dicht), das hat einiges abgehalten. Dennoch kleckert man unweigerlich und das sollte man umgehend mit Reiniger säubern, spätestens nach erfolgter Reparatur/Umbau alles wirklich auch sauber machen (ETIS nennt hier "Wasser", ich würde Bremsenreiniger nehmen).
Ich hatte irgendwie geglaubt ich müsse auch diese gelb markierte Leitung, welche in den Ausgleichsbehälter gesteckt ist, abziehen:

Diese versorg das Kupplungssystem. Das braucht es aber nicht und sollte man auch besser lassen, denn dann läuft der Hauptzylinder mal so richtig leer. Man bekommt das ABS später auch bei gesteckter Leitung raus.
Danach die dicken (8mm) Leitungen am ABS abschrauben (das geht noch ganz gut mit einem einfachen 13er Maulschlüssel). Vorher sollte man die Leitungen aus dem Plastikhalter drücken (unten links am ABS-Halter). Dann kann man die vorne liegende Leitung relativ einfach entnehmen. Wie man hier erkennt sind die Leitungen etwas "verflochten". Besonders die von mir gelb eingezeichnete, dünne Leitung am ABS-Block verhindert das man die hinten liegende Leitung vom Zylinder einfach so rausnehmen kann:

Was das Symbolbild nicht eben nicht zeigt ist, das direkt oberhalb der Leitungen Karosserieblech ist und der Platz nicht ausreicht um die dicke Leitung irgendwie da nach oben raus zu bekommen. Man muss also zuerst die Plastikführung (1) rausmachen, welche drei Bremszylinderleitungen nach oben zum Block führt und dann diese auseinanderdrücken (2) um die dicke Leitung dann in die gezeigte Richtung (3) rausziehen zu können. Das ist etwas fummelei, weil die Leitungen nur zu gern wieder in die Halter flutschen. Das ist super-schlecht gelöst von Ford an der Stelle und extrem Service-Unfreundlich.
Hat man das dann endlich geschafft geht es daran die dünnen Leitungen vom ABS-Block abzuschrauben. Hier habe ich keine vorteilhafte oder nachteilige Reihenfolge ermitteln können und hab von links nach rechts gearbeitet. Leider ist es auch so das wenn man eine Leitung gelöst hat deswegen nicht mehr Platz für die Nächste zum ansetzen des 11er Maulschlüssels hat, da die gelöste Leitung aufgrund der engen Platzverhältnisse praktisch nicht zur Seite geschoben werden kann. Mit etwas Glück kann man nach dem anlösen der Schraubverschlüsse mit der Hand, bzw. zwei Fingern weiter aufdrehen. Das ist aber auch recht anstregend, weil man sich so verrenken muss dabei und nicht sieht was man macht:

Aus den dünnen Leitungen am ABS-Block kam übrigens wie erwartet keine Flüssigkeit raus. Diese wurde aufgrund der Kapillarwirkung in der Leitung gehalten. Aber beim rumhantieren mit den Leitungen (flutschen gern mal wieder zurück von da wo man sie hingedrückt hat) spritzen dann schon einige Tropfen raus. Hier vielleicht besser eine Schutzbrille und Mundschutz tragen, denn das Zeug ist ja auch giftig.
Jetzt schraubt man unten die zwei Schrauben vom Halter des ABS Blocks ab, da kommt man super ran, mit der 10er Nuss (was auch sonst
Jetzt wäre das ABS theoretisch frei, aber raus bekommt man das noch lange nicht. Wer glaubt man könne es nun einfach in Fahrtrichtung rausziehen hat die Rechnung ohne die Ford-Ingeneure gemacht! Die dünnen Leitungen für die Bremszylinder laufen gegen den Uhrzeigersinn um um die ABS-Pumpe herum und versperren somit den Weg für den Block mit Halter:

Hier habe ich nun den unterhalb sitzenden Plastikhalter entfernt und die Leitungen in Richtung der gelben Pfeile so weit es geht weggeschoben. Dann kann man das Modul samt Halter so weit zu sich ziehen das es unten aus den Führungsbolzen/Gewinden raus ist. Dann muss man es "rausfummeln", gegen den Uhrzeitsinn drehen und durch die immer wieder zurückdrückenden Bremsleitungen durchziehen. Dabei habe ich darauf geachtet das ich das Modul nur um seine Achse drehe und möglichst nicht kippe das keine Bremsflüssigkeit aus den oberen Öffnungen fließt. Auch weil unterhalb vom ABS, sinnvollerweise, ein offener(!) Motorkabelstrang in einer Pritsche verläuft. Was das wieder soll erschließt sich mir auch überhaupt nicht, denn sonst ist alles schön in Kunststoffrohr ummantelt. Läuft hier Bremsflüssigkeit rein, wird diese auf Dauer die Leitungsmäntel schädigen/auffressen - was das dann bedeutet ist wohl jedem klar...
Also auch hier wären Verschlußstopfen (dichte, nur die einfachen roten/gelben Plastikschutznippel) von großem Vorteil! Vielleicht hat ja jemand eine Idee/Bezugsquelle für solche Verschlußstopfen, auch für die offenen Leitungsenden?
Nun hat man endlich das Teil draussen!
Ich habe dann den hinteren Modulteil ausgetauscht, sind nur 4 Torx-Schrauben (TX15) dann einfach vorsichtig abziehen und das andere Modul drauf.
Der Einbau vom Block geht grundsätzlich in umgekehrter Reihenfolge und ist genauso eine Fummelei, eher schlimmer. Denn hat man den Block erstmal wieder drin geht es darum die Leitungen wieder zu befestigen. Sitzen die Verschraubungen nicht exakt gerade laufen sie nicht ins Gewinde. Hier ist wieder rumfummeln angesagt, also die Leitung etwas hin und her wackeln und dabei versuchen die Verschraubung vorsichtig ins Gewinde zu drehen. Das ist ein Alu-Block, d.h. sitzt das Gewinde nicht sauber würde man beim festen zudrehen selbiges beschädigen und der Block wäre hin. Also nur mit der Hand eindrehen, erstmal eine Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn (aufdrehen) und dann im Uhrzeigersinn (festdrehen). Das muss sehr leicht gehen auch wenn man später den Schlüssel ansetzt. Sollte man auf einen spürbaren Widerstand stoßen sofort aufhören und rausdrehen, dann kann man vermutlich nicht exakt rechtwinklig angesetzt.
Ich musste wegen meiner eigenen Blödheit und Übereifer die ganze Prozedur zweimal machen. Einmal raus und rein dauerte ca. 1 Stunde (!) weil alles so suuuper zugänglich ist und man mitunter an einzelnen Schrauben verzweifelt. Gerade beim Zusammenbau muss man auch sehr darauf achten die Leitungen wieder in die Richtige "Verschlingung" zu bringen, gerade diese dicke die zwischen zwei dünnen durch muss. Sonst darf man alles wieder aufschrauben... das ist nicht so leicht wie es klingt. Ein paar Fotos vorher helfen da. So wirklich falsch zusammenbauen kann man das fast garnicht, weil dann die Schrauben nicht passen. Die Leitungen am ABS-Block haben drei unterschiedlich dicke Gewinde an den Verschlußstücken und auch am Hauptbremszylinder geht nur die richtige Leitung in die richtige Verschraubung. ABER - vorher ansehen, Bilder machen und ggf. mit Panzertape und Stift markieren, das hilft flüssig zu arbeiten!