Wie hier
Bremswirkung ungleichmäßig und "zitternd"
Das klingt ja eigentlich nach verzogener Bremsscheibe?
und hier
Radlager bzw. gesamten Achsschenkel erneuern
Das kann man ja in unterschiedlicher Weise erneuern, nur das Lager, das Lager inkl. Radnabe mit Stehbolzen oder komplett mit dem Achsschenkel.
Für meinen (2.2 TDCi Turnier FL 10/2010) hat das die Teilenummer 6G91-2C300-GAC bzw 1496721 für beide Seiten. Das ist Lager inkl. Radnabe. Original von Ford unbezahlbar (~450€ pro Stück!), daher werde ich auf SKF VKBA…
schon angedeutet lassen die Probleme nicht nach. Bin letzte Woche gute 1.200 km über die Autobahn und in Summe ca. 2-3.000 km seit Erneuerung div. Teile an der Vorderachse und inzwischen brauche ich Ohrstöpsel beim fahren ![]()
Mal kurz zur Rekapitulation was ich alles gemacht habe:
- Federbeine vorn erneuert (Stoßdämpfer, Federn, Domlager)
- Achsschenkel (1x Original, 1x Zubehör) und Radlager (Lager+Nabe von SKF, vormontiert) vorn erneuert
- Querlenker vorn erneuert
- Bremsbeläge (alle) erneuert
- Getriebeöl erneuert
- Neue Reifen (4x Michelin Primacy) auf 17" Alufelge
- Achsvermessung durchgeführt
Für alle Arbeiten vorgeschriebene Aus-/Einbauhinweise sowie Drehmomente berücksichtigt und neue Schrauben verwendet.
Was mir auf dem Weg dahin passiert ist:
- Zum einpressen der neuen Radlager (SKF) in die neuen Achsschenkel habe ich ein Spezialwerkzug (Zug-basierend) verwendet. Trotzdem hat sich wenigstens das Radlager der Fahrerseite schief in den Achsschenkel gezogen, ab der Hälfte dann aber wieder begradigt. Es war nicht anders möglich, obwohl mehrfach angesetzt. Auf der Beifahrerseite war es nur ganz leicht schief, zog sich aber in Summe gerade rein. Hier wäre eine Presse besser gewesen, aber ich hatte kein entsprechendes Presswerkzeug dafür und keine Presse.
- Tripode auf der Fahrerseite rausgerutscht. Daraufhin die Schelle auf der Motorseite geöffnet, Tripode wieder eingesetzt, neues Fett rein und mit der Schelle wieder geschlossen. Leider hatte ich mir die Position des Schellen-Quetschpunktes auf der Antriebswelle nicht markiert, die sitzt also nun vermutlich woanders (Unwucht?). Beim aushebeln der Antriebswelle blieb der Sicherungsring an der Welle dran, also eigentlich alles ok.
- Weil der Bolzen vom Querlenkerkopf schlecht raus ging hatte ich durch das rumgewürge die Manschetten beschädigt. Die Bolzen waren eingenietet, also habe ich noch die Querlenker komplett erneuert (Lemförder).
- Die Mutter des rechten Spurstangenkopfes wollte zum verrecken nicht raus, ich musste sie seitlich anfräsen (Dremel) und dann mit einem Mutternsprenger knacken. Die neue Mutter ging irgendwie schwer drauf obwohl das Gewinde des Kopfes nicht beschädigt war. Auch auf der anderen Seite ging die Mutter unglaublich schwer drauf, das war ein Gewürge. Danach habe ich herausgefunden das ich die falschen Muttern genommen habe, die Steigung passte nicht, 1,75 anstelle 1,5 und somit habe ich wohl ein neues Gewinde geschnitten, mutmaßlich in die Muttern... genau weiß ich das nicht weil runter bekomme ich die sicher nicht mehr, sind bombenfest.
Das Problem ist das ich beginnend mit dem Reifenwechsel (direkt nach Umbau) ein leicht sägendes Geräusch wahrgenommen habe, aber extrem unterschwellig. Damals hatte ich gleich den Gedanken "Das neue Radlager ist hin, durch den falschen/schrägen Zusammenbau". Aber erstmal blieb es dabei. Das hörte sich eher wie ein Sägezahn oder leicht harte Stollen eines Winterreifens an, aber wirklich minimal und erträglich. Zuerst dachte ich das es mit den neuen Reifen zusammenhängen könnte, habe aber noch nicht den Reifensatz gewechselt.
Die Gänge vom Mondeo gingen schon immer mit einem lauten KLACK rein. Mir ist nur aufgefallen das bei Rückwärtsfahrt mit vollem Lenkeinschlag und danach Geradeausfahrt es immer irgendwelche Klack-Geräusche vom Fahrwerk gibt, mal mehr mal weniger gut hörbar. Das meinte ich so vorher nicht wahrgenommen zu haben.
Nach einer Zeit wurde das lauter und richtig extrem bei der letzten Autobahnstrecke. Nun ist es ab ca. 50 km/h schon laut und bei 80 km/h gibt es eine Art Resonanzpunkt wo man meint die Karre fällt gleich auseinander. Schneller als 140 km/h habe ich mich nicht getraut zu fahren, aber auch bei meiner Lieblings-Reisegeschwindigkeit von 120 km/h wurde es zunehmend lauter.
Ich habe verschiedene Tests gemacht, weil ich jetzt nicht einfach mal auf gut Glück die Radlager wieder tauschen will, was es wirklich ist, bin aber noch nicht schlauer geworden. Es hängt nicht an der Motordrehzahl. Ich habe ausgekuppelt und auch Gang raus gemacht, das Geräusch ist rein Rotationsabhängig von den Rädern. Es gibt auch keine erkennbare Veränderung bei Lastwechsel, weder seitlich durch Lenkbewegung noch durch Beschleunigung/Bremsung. Die Beschleunigung/Bremsung und Spur beim bremsen ist völlig normal, auch die Lenkung ansich. Es wird einfach mit höherer Geschwindigkeit immer lauter. Hier ein paar "Hörproben", ich hoffe das kommt einigermaßen rüber:
Das was klingt wie cooles V8-Motorgebrubbel ist das Geräusch. Im Fahrzeuginnenraum extrem laut und auch fühlbar am Lenkrad und Fußboden.
Dann habe ich mal aufgebockt und die Räder einzeln gedreht. An der VA geht das natürlich viel schwerer und es bremst auch relativ schnell ab (kein "Freilauf" wie bei der HA), aber das ist ja doch normal, weil ein Teil des Getriebes mit dran hängt.
VA/Links
VA/Rechts
HA/Links
HA/Rechts