Lambdasonde 64 Volt

  • Guten Morgen,


    ich habe seit Monaten ein massives Problem mit meinem Wagen und hoffe ihr könnt mir mit Tips weiter helfen.

    Zum Fahrzeug : Mondeo mk4 2,2 tdci 175 PS Euro 4.

    Das Problem :

    Schlechter Motorstart, kalt etwas besser als warrm, fängt beim beschleunigen ab 2000 Umdrehungen an zu ruckel, welches teilweise bis zum absterben des Motors geht., Wenn er anfängt zu ruckeln hat er keine Leistung mehr, wenn ich dann kurz den Fuss vom Gas nehme fängt er sich wieder und fährt.

    Der Zustand ist bei warmen Motor schlimmer als bei kalten und die Betriebstemperatur wir auch sehr schnell erreicht ( so 3 -5 km steht der Zeiger Mitte )

    Mittlerweile wurde so ziemlich alles was Sensoren und Schläuche angeht gewechselt. HD Pumpe getauscht, DPF getauscht, Dieselleitungen incl Filter gewechselt.

    Vor 4 Wochen war ich beim TüV, natürlich nicht bestanden. Bei der AU ist mir das Thermostatgehäuse ( 6 Monate alt ) auseinander gerissen. Trübungswert bis dahin 2,09.

    Also ging das weiter suchen. Railrohr gewechselt weil bei laufenden Motor Diesel aus dem Rücklaufschlauch lief. Keine Veränderung...

    Vorgestern Abend nochmal Diagnose, dabei ist mir aufgefallen, Lambdawert 64 Volt.. Wahrscheinlich vorher nie drauf geachtet weil auch die neu ist. Also unters Auto, Lambdasonde abgesteckt und gemessen, 64 Volt bleiben bei abgesteckter Sonde stehen.

    Jetzt bin ich ratlos, MSG defekt ? Kabelbruch im Strang zur Sonde ? Wo suchen ?

    Ein Kollege hier aus dem Forum hätte ein gechiptes MSG aus einem identischen Modell, passt das Plug+Play ? Ich denke wohl nein wegen der Wegfahrsperre ?

    Wo würdet ihr weiter ansetzen ?

    Ich hoffe auf Hilfe

    Gruß Matze

  • Woher hast Du die "64 Volt"?

    Außerdem müßten doch DTCs hinterlegt sein. Ansonsten wird das weiterhin ein lustiges Fehler-Raten.

    Gruß aus Erfurt

    Schon der dritte vierte Ford und der Fahrer wird nicht schlau draus!

  • Die 64 Volt liest Forscan aus.

    Leider kein Fehler hinterlegt. Darum bin ich ja am verzweifeln

  • 64 mV wären ein plausibler Wert. Beim Rest habe ich leider keine Idee.

    Gruß aus Erfurt

    Schon der dritte vierte Ford und der Fahrer wird nicht schlau draus!

  • Der Zustand ist bei warmen Motor schlimmer als bei kalten und die Betriebstemperatur wir auch sehr schnell erreicht ( so 3 -5 km steht der Zeiger Mitte )

    Sehe ich erst mal nicht kritisch, wenn Thermostat richtig funktioniert (ist ja auch neu, wenn ich es richtig gelesen habe) und wir haben ja noch plus Temperaturen ist die Betriebstemperatur schnell erreicht. Macht unser Corsa 1.5 L Diesel auch.

    Railrohr gewechselt weil bei laufenden Motor Diesel aus dem Rücklaufschlauch lief.

    Meinst du undichte Stelle?

    MSG defekt ?

    Sitzt auch unter dem Handschuhfach? Mal auf Feuchtigkeit überprüft?

    HD Pumpe getauscht, DPF getauscht, Dieselleitungen incl Filter gewechselt.

    Gab's Hinweise oder nur auf Verdacht getauscht?

    Erst 230 Tkm. Nachwuchs: Corsa F 1.5 Diesel (Leider kein passenden Fiesta Diesel gefunden)

  • Sitzt auch unter dem Handschuhfach? Mal auf Feuchtigkeit überprüft?

    Nein, sitzt im linken Kotflügel.

    Die Lamdasonde(n) wird/werden durch das im MSG sitzende OBD fortlaufend überwacht, und wenn da ein Wert aus dem gütlgen Bereich geht, wird ein Fehlercode abgelegt und meist auch die MIL eingeschaltet. Das ist ja der ureigene Sinn von OBD. Forscan kann garnichts "messen" sondern nur mitlesen, was am CAN-Bus so geplaudert wird. Deshalb halte ich auch 64 mV für plausibel, ggfls. ein Übersetzungsfehler Deiner Software. 64 ganze Volt wären ja schon Hochspannung, die gibt's dort garnicht.

    Er war ein treuer Begleiter, ein ganz gewöhnlicher MK4 vFL Benziner, nix Ausgefallenes, einzig: KEIN Turnier.

    Sein Nachfolger: Ford Kuga MK3 ST-LINE X PHEV von 2023

  • Guten Morgen,

    die Teile wurden mehr oder weniger auf verdacht getauscht. Beim Railrohr war es so das bei abgezogenen Schlauch und laufenden Motor aus dem Rail lief und wohl nicht sein darf ( musste mich da auf google verlassen ) Das Rail soll wohl im Leerlauf verschlossen sein. Da der wechsel keine Veränderung gebracht hat werde ich heute mal messen wie die Stromversorgung am Rail ist.

    Ich werde später ein Bild einstellen wo Forscan diese 64 Volt liest. Da ja nur 12 V Bordspannung zur Verfügung steht ist es eine Phantomspannung, das ist mir schon klar. Aber kann diese Phantomspannung alles durcheinander würfeln ? Hier gab es schon einmal einen Tread der auch 65 oder 66 Volt Lamda hatte. Leider wie so oft kein Ergebniss zur Fehlersuche.

    werde wohl mal das MSG freilegen und schauen ob bei den Steckern auffalligkeiten zu sehen sind.

    Was mir noch nicht einleuchtet warum hat er im kalten Zustand volle Leistung, sobald er warm wird geht das Drama los

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Lambdason…bandlambdasonde

    Heutige Breitband-Lamdasonden haben 4 Anschlusskabel. 2 davon sind nur die Heizung, diese liefern 12V aus der Batterie und Masse geregelt über das MSG. Die anderen beiden Kabel gehen beide zum MSG und dienen der Messung. Es gibt auch Sonden mit 5 Anschlusskabel, wobei das 5. Kabel nur das Komplementärsignal der Messung liefert, was Übertragungsfehler zum MSG reduziert.

    Gemessen wird hier der Spannungshub der Sonde, und der liegt bei optimaler Regelung (Lamda = 1) bei 0,45 Volt. Von daher möchte ich 64 ganze Volt ausschließen und für einen Rechen- oder Anzeigefehler der Software halten. Vielleicht sind es eher 0,64 Volt.

    Er war ein treuer Begleiter, ein ganz gewöhnlicher MK4 vFL Benziner, nix Ausgefallenes, einzig: KEIN Turnier.

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  • Interessant wäre, ob ein anderes FZG mit Forscan gleiche Werte anzeigt.

    Hat jemand die Möglichkeit?

    Habe ja den 2.0l Diesel als FL und Forscan ohne Lizenz, könnte ja mal nachschauen was bei mir angezeigt wird. Bild oder kurze Beschreibung wo es zu finden ist?

    64 V sind ohne Wandler im 12 V Netz praktisch nicht möglich, oder?

    Erst 230 Tkm. Nachwuchs: Corsa F 1.5 Diesel (Leider kein passenden Fiesta Diesel gefunden)

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Lambdason…bandlambdasonde

    Heutige Breitband-Lamdasonden haben 4 Anschlusskabel. 2 davon sind nur die Heizung, diese liefern 12V aus der Batterie und Masse geregelt über das MSG. Die anderen beiden Kabel gehen beide zum MSG und dienen der Messung. Es gibt auch Sonden mit 5 Anschlusskabel, wobei das 5. Kabel nur das Komplementärsignal der Messung liefert, was Übertragungsfehler zum MSG reduziert.

    Gemessen wird hier der Spannungshub der Sonde, und der liegt bei optimaler Regelung (Lamda = 1) bei 0,45 Volt. Von daher möchte ich 64 ganze Volt ausschließen und für einen Rechen- oder Anzeigefehler der Software halten. Vielleicht sind es eher 0,64 Volt.

    Es ist 6 Polig...

  • 64 V sind ohne Wandler im 12 V Netz praktisch nicht möglich, oder?

    Doch, theoretisch kann man das mit einer Step-up-Schaltung erreichen, aber sowas hab ich im Standard-Kfz (nicht Elektro oder Hybrid) noch nicht vorgefunden.

    Sorry, in der Praxis kann ich nicht helfen, mein Mondeo ist nicht mehr da, und es war ein Benziner.

    Er war ein treuer Begleiter, ein ganz gewöhnlicher MK4 vFL Benziner, nix Ausgefallenes, einzig: KEIN Turnier.

    Sein Nachfolger: Ford Kuga MK3 ST-LINE X PHEV von 2023

  • Hier sieht man das Forscan 64 Volt ausliest.

    Macht Launch Diagnose auch.

    Es ist mir bewusst das es eine Phantomspannung ist, aber die muss ja irgendwie projiziert werden

  • Was mir noch nicht einleuchtet warum hat er im kalten Zustand volle Leistung, sobald er warm wird geht das Drama los

    Luft, Kraftstoff Regelung?

    Keine richtige Ahnung, aber hast du schon mal Luftmengenmesser abgeklemmt und geschaut wie er da läuft?

    Habe es bei mir mal ausprobiert, setzt MKL ohne Notprogramm und wenn der Stecker wieder dran ist dauert es paar Startvorgänge bus MKL aus. Er soll dann ohne LMM auf "Standardweten" laufen.

    Erst 230 Tkm. Nachwuchs: Corsa F 1.5 Diesel (Leider kein passenden Fiesta Diesel gefunden)

  • Werde ich testen. Wenn es trocken bleibt reisse ich die Batterie und Batteriekasten raus und schaue mir die Kabel an

  • Es ist 6 Polig...

    Ah ja, das ist eine Sonderform. Ich hab Dir mal zur Veranschaulichung den Ausschitt aus dem Schaltplan erstellt. Leider ist die innere Funktionsweise der Sonde nicht dargestellt, und die Signalbezeichner im Steuergerät sind so stark verklausiliert dass man daraus kaum was ableiten kann.

    Die Leitung von links ist die Stromversorgung der Heizung. Ich vermute, dass diese rechts mit der 1. Leitung zum Steuergerät geht, "O_T_SHT1" könnte für "out _ terminal _ sensor heating 1" stehen. Die 4. Leitung rechts dürfte die Signalmasse der Messung sein, "G_R_LSVG" könnte für "ground _ ? _ low sensor voltage ground" stehen. Die anderen Signale "SCP", "SCA" und "SVN" kann ich nicht deuten, sie gehören aber zur Messung. Und worauf Forscan hier die 64 V bezieht, ist mir ebensowenig klar.

    Er war ein treuer Begleiter, ein ganz gewöhnlicher MK4 vFL Benziner, nix Ausgefallenes, einzig: KEIN Turnier.

    Sein Nachfolger: Ford Kuga MK3 ST-LINE X PHEV von 2023

  • Ist es richtig, das aus dem rail am drv kein diesel auftreten darf wenn der Rücklauf Schlauch abgezogen ist und der Motor im Stand läuft ?

  • Ich würde mich an den 64 V jetzt auch nicht lange aufhalten, da Forscan ja aus Russland kommt sind auf solchen Seiten paar Einträge vorhanden wegen falsch darstellung wegen HEX zahlen etc. Irgendwo stand als Wert auch 0.6-0.8 V. Würde dann zu den 64 mV von Erfurter ind oldrebel wunderbar passen.

    Interessant war für mich ein Kommentar, wo ein Fehler abgelegt wird solange der Motor nicht ausgeschaltet wird. Ähnliche Symptome wie bei dir aber mit MKL, nach Motor aus ist aber nichts im Speicher.

    Habe ich bei meinem PS auch, Störung mit Anzeige im Display aber der Fehler ist nur solange gespeichert bis Motor ausgeschaltet wird.

    Kannst ja mal unterwegs auslesen, wenn er wieder das Problem hat.

    Erst 230 Tkm. Nachwuchs: Corsa F 1.5 Diesel (Leider kein passenden Fiesta Diesel gefunden)

  • Sind die 64v denn Fix, oder bewegt sich da was während der Fahrt?

    Eventuel ist das ja ne unplausible Standartwiedergabe und ggf. ne Leitung zum Steuergerät defekt.

    Sofern du den Schaltplan hast, lohnt sich sicher mal das Durchmessen aller Leitungen.

  • Die 64 v sind fix. Ich baue jetzt die Batterie aus und schaue / messe mal die Kabel. Auch soll ja unterm linken scheinwerfer die Kabel gerne kaputt gehen.

  • Ich würde mich an den 64 V jetzt auch nicht lange aufhalten, da Forscan ja aus Russland kommt sind auf solchen Seiten paar Einträge vorhanden wegen falsch darstellung wegen HEX zahlen etc. Irgendwo stand als Wert auch 0.6-0.8 V. Würde dann zu den 64 mV von Erfurter ind oldrebel wunderbar passen.

    Interessant war für mich ein Kommentar, wo ein Fehler abgelegt wird solange der Motor nicht ausgeschaltet wird. Ähnliche Symptome wie bei dir aber mit MKL, nach Motor aus ist aber nichts im Speicher.

    Habe ich bei meinem PS auch, Störung mit Anzeige im Display aber der Fehler ist nur solange gespeichert bis Motor ausgeschaltet wird.

    Kannst ja mal unterwegs auslesen, wenn er wieder das Problem hat.

    Witzigerweise geht manchmal beim fahren Motorstörung an und verschwindet von alleine. Auch dann steht nichts im Speicher.

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