Radlager bzw. gesamten Achsschenkel erneuern

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    📌 Zusammenfassung: Radlager bzw. gesamten Achsschenkel erneuern

    Automatisch erstellt aus 24 Beiträgen | Letzte Aktualisierung: 12.04.2026


    Worum geht es?

    Der Thread behandelt den Austausch des vorderen Radlagers beim Ford Mondeo MK4 sowie die Entscheidung, ob nur das Radlager, das Radlager inklusive Radnabe oder der komplette Achsschenkel erneuert werden sollte. Diskutiert werden Kosten, Werkzeugbedarf und praktische Erfahrungen beim Ein- und Ausbau.

    🔀 Hinweis: Zu diesem Thema existieren mehrere praktikable Lösungsansätze. Die Auswahl hängt von Werkzeug, Erfahrung und Bauteilzustand ab.

    Wichtigste Erkenntnisse

    • Der Wechsel des Radlagers ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch geeignetes Ausdrück- und Einpresswerkzeug oder alternativ eine leistungsfähige Werkstattpresse.
    • Das Radlager muss zwingend über den Außenring eingepresst werden; eine Krafteinleitung über den Innenring kann das neue Lager beschädigen.
    • Beim Ausbau besteht ein erhöhtes Risiko, den ABS-Sensor zu beschädigen. Mehrere Erfahrungsberichte empfehlen, diesen vorab auszubauen oder vorsorglich einen Ersatz bereitzuhalten.
    • Die Schraube der Antriebswelle ist eine Dehnschraube und muss nach dem Ausbau zwingend erneuert werden.
    • Zur Frage „Radlager tauschen oder kompletten Achsschenkel ersetzen“ existieren unterschiedliche, technisch valide Vorgehensweisen; eine allgemeingültige Empfehlung lässt sich aus dem Thread nicht ableiten.

    Empfohlene Vorgehensweise

    Ist geeignetes Einpresswerkzeug oder eine Presse vorhanden, kann das Radlager im bestehenden Achsschenkel erneuert werden. Laut Thread-Ersteller Go4IT kann der Austausch eines vorbereiteten oder kompletten Achsschenkels den Arbeitsaufwand deutlich reduzieren, wenn dieser ohnehin demontiert wird oder als Neuteil günstig verfügbar ist. Die Entscheidung hängt maßgeblich von Werkzeug, Korrosionszustand und persönlicher Arbeitsweise ab.

    Benötigte Teile / Werkzeug

    • Radlager inkl. Radnabe (OEM) – Ford Teilenummer 6G91-2C300-GAC bzw. 1496721, ca. 450 € pro Seite
    • Radlager inkl. Radnabe (Zubehör) – SKF VKBA 6585, ca. 130 € pro Satz; alternativ FAG 713 6788 40 (vergleichbares Preisniveau)
    • Antriebswellen-Schraube – Dehnschraube, muss beim Wiedereinbau ersetzt werden
    • Achsschenkel (optional) – z. B. Ford Original oder VAICO; laut Thread-Ersteller Go4IT teils sehr günstig als Neuteil erhältlich, Preis abhängig von Bezugsquelle
    • Lager-Ausdrück- / Einpresswerkzeug oder hydraulische Presse (ca. 20 t) mit passenden Matrizen

    Offene Fragen / Hinweise

    • Der Ausbau des Querlenkers kann je nach Korrosionszustand stark erschwert sein, insbesondere bei konischen Verbindungen.
    • Beim Einpressen kann das Lager anfangs leicht schief ansetzen; laut mehreren Erfahrungsberichten richtet sich dies im weiteren Pressverlauf meist selbst aus.
    • Konkrete Drehmomentwerte werden im Thread nicht abschließend genannt und sollten der offiziellen Ford-Reparaturanleitung entnommen werden.

    ⚠️ Diese Zusammenfassung wird automatisch gepflegt. Details, Diskussion und Erfahrungsberichte befinden sich in den Beiträgen unten.

    "Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information."

    Albert Einstein

  • Go4IT 12. April 2026 um 17:28

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • So, es ist vollbracht! Beide Seiten erneuert, vorhin gefahren, einwandfrei.

    Ich habe diesmal vormontierte Stoßdämpfer von Sachs gekauft, für 200,- € das Stück fand ich das ok (https://www.ebay.de/itm/205047892466)

    Die 5° Verdrehung war auch korrekt.

    Das ist also komplett, leider aber ohne die Schrauben für Stoßdämpfer und Domlager :dash: Habe die alten genommen, muss ich aber wohl mal tauschen, denn das sind m.W. nach Dehnschrauben?

    Dabei habe ich dann auch gleich die Bremsklötze erneuert, das war Zeit... Ansich ging das von der Arbeit her, wenn mich diese doofe Spurstangenmutter nicht locker mal 3 Stunden gekostet hätte. Das Einbauen des Federbeins ist alleine ein Krampf, da braucht man einfach jemand der von oben wenigstens die Schrauben ansetzt, den Rest bekommt man dann gut hin.

    Und schon "knackst" nichts mehr beim starken einlenken, schööön. Die alten Federn waren auch schon angerostet, das hätte wie hinten wohl nicht mehr lange gedauert bis zum Bruch. Vorn sind sie etwas mehr geschützt, aber rosten trotzdem.

    "Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information."

    Albert Einstein

  • Wirklich doof das mit den fehlenden Schrauben. Den Klemmbolzen bekommt man ja noch gut nach gekauft, von Febi kostet der nur ein Drittel. Aber die doofe Domlager-Schrauben scheint es nur von Ford zu geben (1521781). Kosten ca. 5€ das Stück, sind also 15,- € pro Seite, soviel kosten neue Federbeinteller MIT Schrauben, seufz. Bei Febi finde ich keine Vergleichsnummer dazu. Haben tun die das sicher, sind ja recht simple M8x20mm Schrauben mit Kragen.

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    Albert Einstein

  • Mann muss auch nicht jede Schraube tauschen.

    Das ist also komplett, leider aber ohne die Schrauben für Stoßdämpfer und Domlager :dash: Habe die alten genommen, muss ich aber wohl mal tauschen, denn das sind m.W. nach Dehnschrauben?

    Ist es eine Dehnschraube?

    Sonst würde ich die alte benutzen.

    Erst 230 Tkm. Nachwuchs: Corsa F 1.5 Diesel (Leider kein passenden Fiesta Diesel gefunden)

  • Hm, im ETIS habe ich dazu nichts gefunden, da steht normal dabei ob man die wechseln muss. Dehnschrauben erkennt man oft daran das sie ein Drehmoment + einen Zusatzwinkel haben, gell?

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    Albert Einstein

  • Dehnschrauben erkennt man oft daran das sie ein Drehmoment + einen Zusatzwinkel haben, gell?

    Habe ich auch schon mal gehört, steht aber nicht immer drauf. Auch z. B ein abgesetzte dünnere Schaft ist eine Eigenschaften von Dehnschrauben. Aber ich bin da raus, habe keine Ahnung davon. Weejas, glaube ich, könnte da mehr Ahnung haben.

    Erst 230 Tkm. Nachwuchs: Corsa F 1.5 Diesel (Leider kein passenden Fiesta Diesel gefunden)

  • ein abgesetzte dünnere Schaft

    deutet auf Abreißschraube hin, nur zum einmaligen Reindrehen gedacht.

    Gruß aus Erfurt

    Schon der dritte vierte Ford und der Fahrer wird nicht schlau draus!

  • GRRR, ich flipp aus! Jetzt habe ich alles neu gemacht und die Probefahrt war einwandfrei. Heute früh plötzlich knarzt das rechte Federbein beim lenken im Stand/Rangierfahrt ganz übel. Was ist denn das jetzt wieder? Ich muss das mal aufnehmen, also es kommt ganz klar vom rechten Federbein, lasst sich im Innenraum auch gut hören. Ich vermutete die Anti-Quietsch-Auflage unten am Federbeinteller, aber ist halt allein schwer auszumachen, muss ich heute Abend nochmal mit einem Begleiter testen. Während der Fahrt kommt das nicht, nur beim starken lenken.

    Mögliche Ursachen:

    • Federende nicht exakt in der Anlageposition
    • Gummiauflage verrutscht
    • Transportspannung der vormontierten Einheit hat sich gesetzt

    Das könnte nach wenigen Tagen wieder aufhören...

    Oder das Domlager war nicht ok (unwahrscheinlich), bzw. die Zentralmutter der Stoßdämpferkolbenstange wurde nicht korrekt festgezogen (anfangs im unbelasteten, später final aber im belasteten Zustand).

    Oder es ist was am Stabi verrutscht durch den Austausch der Achsschenkel?

    Fahrwerkseinstellung habe ich heute morgen ohne Probleme machen lassen. Es waren nur minimale Anpassungen vorn notwendig, hat sich nicht wirklich gelohnt, aber so isses gemacht. Als ich dort in der Früh hin fuhr ist mir das knarzen zum ersten Mal aufgefallen.

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    Albert Einstein

  • Also es kommt ganz klar vom rechten Stoßdämpfer, oben im Bereich des Domlagers. Hier mal ein Video wie sich das anhört wenn man im Stand das Lenkrad schnell hin- und herdreht:

    IMG_6222.mp4

    Wäre das neue Domlager defekt, dann würde es doch eher knacken (Lager springt ruckartig nach) und nicht knarzen? Das Geräusch hört sich eher nach Gummi an? Wenn ich durch den Radkasten schaue kann ich nicht erkennen das die Feder springt oder rutscht.

    Das Geräusch hat auch einen metallischen Beiklang, hört sich fast wie kratzen an, als ob ein Blech über etwas schrabt. Nutzt nix, das Rad muss nochmal runter, so sehe ich einfach nix.

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    Albert Einstein

  • Habe das Rad mal abgenommen und auch da bekommt man das geknarze, also selbst im unbelastetem Zustand:

    IMG_6229.mp4

    Die Gummiauflage sieht ok aus, auch wenn mich der überstehende Wulst anfangs etwas irritiert hat. Aber man sieht das die Feder am Ende anliegt, auch im Video ist hier keine Bewegung der Auflage oder der Feder erkennbar. Daher kann das Knarzen also nicht kommen:

    Für mich sieht es wirklich nach dem Domlager aus.

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    Albert Einstein

  • Beim auflegen eines Fingers konnte ich nirgendwo eine Vibration fühlen, weder am Koppelstangenkopf, noch an der Feder. Am krassesten hört man es mit offener Motorhaube von oben am Domlager. Die Domlagerschrauben sitzen auch, da bewegt sich auch nichts.

    Von der Koppelstange kann es doch eigentlich nicht kommen, diese habe ich natürlich unbelastet entfernt und wieder befestigt, mit etwas Druck auf den Querlenker, sonst geht es ja praktisch gar nicht weil der Koppelstangenkopf im Flansch des Stoßdämpfers verkeilen würde.

    Jetzt kann ich nur nochmal die Domlagerschrauben lösen in der Hoffnung das sich dann noch etwas setzt oder es doch minimal schief eingebaut war. Silikon/PTFE will ich da jetzt nicht ins Lager fluten. Gut möglich das dann das Geräusch erstmal weg ist, aber das käme nach einer Weile wieder und dann habe ich evtl. keine Garantie mehr auf die Teile.

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    Albert Einstein

  • Also, es ist klar das Domlager, bzw. Stützlager davon. Ich habe die Domlagerschrauben nochmal etwas gelöst, paarmal eingefedert und wieder festgezogen => keine Änderung. Dann nochmal das Rad runter gemacht (da bin ich inzwischen Formel-1 tauglich ;) und die Koppelstange entfernt => keine Änderung. Dann habe ich die Feder einfach mal mit den Händen gepackt und verdreht und das Geräusch kommt!

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    Albert Einstein

  • Was mich auch etwas wundert ist, das ich die Federwindungen mit bloßen Händen etwas zusammendrücken kann. Das geht normalerweise nicht. Ob die mir evtl. die falschen Federn verbaut haben? Wenn da zuwenig Spannung drauf ist, dann könnte ich mir durchaus vorstellen das die Feder oben am Gummistützlager durchrutscht und das Quietschen verursacht....

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    Albert Einstein

  • Hm, scheinbar gibt es dazu keine weiteren Meinungen? Inzwischen habe ich das Federbein nochmal ausgebaut und es war total verdreht, die Anzeigepunkte am Domlager waren locker mal 30° versetzt, das muss ja knarzen. Ich befürchte das ist defekt. Laut Angebot sind die Domlager von "QWP" (sagt mir nix), da habe ich wohl nicht genau hin geschaut und geglaubt die sind auch von Sachs, aber es ist wohl nur der Dämpfer und die Staubmanschette von Sechs, Federn, Gummiauflagen und Domlager sind von QWP.

    Ich habe den Dämpfer dann mal aufgemacht (habe ja nen vernünftigen Federspanner) und das wieder ausgerichtet, aber nach dem Einbau dasselbe Problem, man kann die Feder schon mit den Händen leicht verdrehen und dann knarzt es oben im Lager.

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