Beiträge von oldrebel

    Merkwürdige Definition....
    Ein Kabel ist ein physikalisches Medium. Ein Netzwerker (Bus-Systeme sind Netzwerktechnik) sagt dazu "Layer 0", unterste Schicht des Netzwerkaufbaus. Was über dieses Medium läuft, ist dem Medium selbst völlig egal und wird in "Layer 0" ja auch nicht festgelegt. Ein Kabel kann also nicht "digital", "analog", oder beides oder nichts davon sein, es ist ein Stück totes Medium. Erst durch höhere "Layer" wird schrittweise definiert, was über dieses Medium läuft und wie damit Informationen transportiert werden. https://de.wikipedia.org/wiki/OSI-Modell

    CAN-Bus, LIN-Bus und die Alt-Verfahren SCP und ISO9141 (im MK4 nicht mehr eingesetzt) sind Netzwerksysteme, die nach diesem allgemein anerkannten Layer-Modell aufgebaut sind. Das zu durchblicken ist nicht ganz einfach und eigentlich nur was für Netzwerkfachleute (mach ich beruflich). Aber allen gemeinsam ist, dass sie als Medium ein Kupferkabel(-paar) benutzen. Und dem Kupferkabel selbst ist es egal ob es analoge Ströme oder digitale Informationen überträgt.

    Zitat

    Aber das Kabel wird aufgrund seiner mehrfachnutzung als Signal Leiter digital( 5v 0v bzw 12v 5v)


    Du meinst, nur weil wechselweise z.B. 0V und 5V anliegen, wird es "digital" genannt? Eine einfache Schaltleitung hat auch je nach Schalterstellung 0V oder 12V und wird nicht "digital" genannt. Diese Definition passt also nicht wirklich. "digital" ist die Art der Signalaufbereitung zum Transport von Informationen, und das hat nichts mit dem Kabel als reines Transportmedium zu tun.

    Zitat

    Ich muss nur den Zentralstecker umpinnen und nach Bedarf größere Sicherungen rein machen. Was soll da nicht passen?


    Woher stammt diese Information?

    Einen "Zentralstecker" gibt es nicht. Der Wagen ist vollgepackt mit Steuergeräten, die teilweise 4 - 5 Stecker dran haben. Weitere Stecker (so um die 20, größere und kleinere) verbinden die einzelnen Teilkabelbäume im Wagen. Welcher soll da der "Zentralstecker" sein?

    Die Xenon-Ausstattung braucht neben dem BCM noch das Frontbeleuchtungsmodul, das die Neigungssensoren, damit die Stellmotoren in den Scheinwerfern sowie noch so einiges mehr regelt. Wenn Kurvenlicht vorhanden ist, ist schon ein Modul da, aber es muss raus und durch eines mit Xenon + Kurvenlicht getauscht werden. Fehlende Kabel sind hier nachzuziehen. Und das sind nicht wenige. Das Modul ist CAN-Member und LIN-Master. Beides muss per Wartungscomputer aktiviert werden.

    Die Höhenregelung muss von analog (Poti im Lichtschalter) auf digital (LIN-Bus vom Modul zu den Scheinwerfern) umgestellt und nachverkabelt werden, bis zu den Scheinwerfern vor. Die Neigungssensoren müssen angebracht und quer durch das Auto am Modul angeschlossen werden. Kabel dafür liegen sicherlich nicht, da sich beide Ausstattungen gegenseitig ausschließen.

    Ach ja: die Schaltung ist so ausgelegt, dass Xenon und Halogen dieselben Sicherungen in denselben Stärken sowie dieselben Kabelquerschnitte benutzen. Abgesehen davon, dass auch hier Deine Information unrichtig ist, ist der Gedanke ansich, einfach irgendwo stärkere Sicherungen einzusetzen, ohne dabei die Kabel entsprechend durch dickere zu tauschen, schlicht brandgefährlich.

    Ich rate Dir, mal Google zu benutzen. Ich habe die Schaltpläne hierzu aus dem Netz. SIe werden in einzelnen Seiten immer mal irgendwo veröffentlicht. Man muss nur Fantasie bei der Suche haben. Ohne Schaltpläne.... keine Chance.

    Wenn der Hersteller Kabel verlegt hat, die für die gegebene Ausstattung nicht gebraucht werden, dann hat das einfach nur wirtschaftliche (produktions-ökonomische) Gründe. Es gibt zwei Grenzen, wann das nicht der Fall ist: 1. wenn die Kabel-seitige Vorbereitung einer (nicht-eingebauten) Funktion eine Änderung im Kabelbaum erfordert, die diesen ohne die Funktion nicht funktionieren lassen. Und 2. wenn die Menge de zusätzlichen, nicht benötigten und teilweise vom Käufer auch nicht bezahlten Kabel so hoch wird dass es unwirtschaftlich wird.

    Wir wissen hier durch x-fache Beispiele, wann es recht wahrscheinlich ist, dass bestimmte Kabel bereits liegen. Aber eine verlässliche oder gar pauschale Aussage darüber kann keiner treffen. Das muss jedes Mal neu am betreffenden Fahrzeug nachgeprüft werden.

    Wenn man nicht die vollständigen Schaltpläne zu den beiden Modulvarianten hat, versteht und miteinander abgleicht, kann man sie nie sicher sein, nicht irgendwas zu "zerschießen". Ford hat einen solchen Wechsel im Design nicht vorgesehen und vermutlich auch wenig Rücksicht darauf genommen, dass man das so einfach und ohne Folgen tun kann.

    Für "Nur-Startknopf":
    Das KeyFree-Modul im Heck klemmt sich zwischen zahlreiche Systeme. Es kommuniziert via MS-CAN-Bus direkt mit dem BCM, via HS-CAN-Bus mit der Wegfahrsperre und der Anlassersteuerung im Motorsteuergerät, sowie mit dem Startknopf, den drei Empfangsantennen, dem elektrischen Lenkradschloss. Die Software im Motorsteuergerät, im BCM und evtl. auch im Kombiinstrument für KeyFree muss entsprechend vorhanden sein und auf jeden Fall noch freigeschaltet werden. Auch das Anlernen von KeyFree-Zündschlüsseln kann nur ein Ford-Servicecomputer durchführen. Zudem müssen natürlich sämtliche nötigen elektrischen Leitungen hierfür vorhanden sein, was fraglich ist - und teilweise sicher nicht der Fall ist, da sich die Ausstattungen mit und ohne KeyFree elektrisch in Teilen überschneiden. Nur ein Steuermodul (und wenn es auch das Herzstück persönlich ist) auszutauschen, reicht natürlich nicht.

    Für volles "Keyless Entry":
    Zunächst siehe oben. Dann dazu: die Kabelbäume in der Karosserie weichen so stark voneinander ab, dass sie teilweise stark abgeändert bzw. (in den Türen) komplett getauscht werden müssen. Dazu kommen noch etliche weitere Empfangsantennen und Stellmotoren in den Türen. Und natürlich auch wieder die Prüfung auf vorhandene Software in den Modulen, ohne die ja garnichts geht.

    Grob überschlagen brauchst Du
    a) Startknopf
    b) 2 Keyfree-Schlüssel
    c) KeyFree-Modul in der kleineren Ausführung
    d) pasendes BCM
    e) passenden Hauptkabelbaum im gesamten Innenraum zwischen BCM und Heck, zusätzliche Verbindungen und Änderungen im Armaturenkabelbaum
    f) KeyFree-Empfangsantennen vorn, Mitte, hinten
    g) elektrisches Lenkradschloss (Teil der Lenksäule, vermutlich komplett zu tauschen)
    h) passende Software im Motorsteuergerät
    i) Schaltpläne, möglichst komplett
    j) einen Profi mit Ford-Wartungscomputer, der das alles software-seitig aktivieren kann

    Für Keyless-Go dazu noch:
    k) KeyFree-Modul in der vollen Ausstattung
    l) andere Türgriffe mit Sensoren drin vorn
    m) andere Türantriebe für alle Türen
    n) andere Kabelbäume für alle Türen
    o) weitere Empfangsantenne hinten

    Wie andere hier schon anmerkten: KeyFree ist ein Feature, das man entweder bereits drin hat oder nicht hat. Es ist tief im elektronischen Steuernetzwerk des Wagens integriert. Eine Nachrüstung ist wirklich sehr anspruchsvoll. Da ist es meist sicherer und preiswerter, einen anderen Mondeo mit der gewünschten Ausstattung zu nehmen.

    http://www.mic-autoradio.de/index.php?id_p…troller=product

    Daher die zwei Pins im QuadLock-Stecker. Manche dieser Boxen muss man noch auf die verschiedenen Signale anlernen. Dafür sollte das Gerät einen Dialog haben.

    Hallo,

    wie alt ist die Fahrzeugbatterie? Eventuell wird die bei einiger Standzeit schwach. Dann kann es sein, dass das Energiemanagement einige Energie-intensive Funktionen deaktiviert (z.B. "unwichtige" Fensterheber), hauptsache das Anlassen klappt noch.

    Zweiter Ansatz: ein "Vergessen" der Fensterheberautomatik deutet auf Stromausfall hin, hier partiell nur in den hinteren Türen. Ersetze mal prophylaktisch die zugehörigen Versorgungssicherungen, Box im Heck links, Sicherungen FC3 und FC4 (siehe Handbuch).

    Der Rohrdurchmesser fällt da weniger ins Gewicht. Der für die Motorsteuerung nötige Gegendruck wird in den Töpfen erzeugt. Wer sagt Dir dass ein Diesel-Topf dieselben Eigenschaften hat wie der eines Benziners? Wenn nicht, läuft die Steuerung aus dem Ruder bis hin zum Notlaufprogramm.

    echt? entschuldigt bitte. aber unter "DAB+" habe ich nix gefunden


    OT-TechTalk: Suchbegriffe müssen leider mindestens 4 Zeichen lang sein. Das Pluszeichen zählt hierbei nicht mit weil es für die Suchanfrage in der Datenbank ein sogenanntes Steuerzeichen ist, mit dem man mehrere Suchbegriffe kombinieren kann. Deshalb hast Du keine brauchbaren Suchtreffer bekommen. Ein bisschen mit den Suchbegriffen rumspielen hätte z.B. mit "DAB-Modul" oder "digitales Radio" ganz gute Treffer erzielt.

    Es heißt doch klar und deutlich JAHRES-Fahrleistung (hier kurz: JFL). Also im Jahr = 12 Monate = 365 Tage, gezählt ab Laufzeitbeginn des Vertrages, in dem diese Angabe steht. Keiner schreibt vor, wieviel davon im Monat oder im Quartal abgespult werden dürfen. Wenn Du willst, kannst Du die gesamte JFL auch in einem Rutsch runterradeln und den Wagen die restlichen Tage dieses Laufzeitjahres (nicht Kalenderjahres) stehen lassen.

    Angebrochene Laufzeitjahre werden anteilig gesehen, aber immer erst im Nachhinein wenn der Vertrag beendet oder substanziell geändert wird. Bei 6000 km JFL schreibt Dir also niemand vor, dass Du maximal 1.500 km pro Quartal oder 500 km im Monat fahren darfst, sondern nur, dass es IM JAHR nicht mehr als 6000 werden dürfen. Wird der Vertrag nach z.B. 3 Monaten aufgelöst, dann erst entsteht ein Jahresanteil, hier 25%, also 1500 km anteilige JFL.

    Wird die JFL angepasst, beginnt die Zählung erneut ab Datum der Anpassung. Wird aus dem Vertrag vor Anpassung eine JFL-Überschreitung eingebracht, geht die zu Lasten der aktuellen, neuen JFL. Betrachte die JFL einfach als eine Art Guthaben, und bei eingebrachter Überziehung geht das erstmal vom aktuellen Guthaben weg.

    Hier (soweit ich das durchblicke):
    - Vertragsschluss 10/2013 mit 6000 km JFL
    - in 3 Monaten 3000 km gefahren, bleiben für 9 Monate noch 3000 km frei, ergo: zunächst keine Überschreitung
    - 01/2014 geändert auf 9000 km JFL
    - jetzt erst wird das vorige Jahr anteilig genommen, das ist ein Quartal = 25% von 6000 JFL = 1500 zulässige km, 1500 km überzogen
    - die Überschreitung von 1500 km geht jetzt von der aktuellen JFL runter, also 9000 - 1500 = 7500 km für 2014
    - jetzt ist er in 2014 aber 12000 km gefahren (Tacho 26000 - 38000). Damit hat er, ausgehend von 7500 verbleibende JFL, eine Überschreitung von 4500 km.

    Zwei Möglichkeiten
    - entweder JFL weiter erhöhen, wenn die 12000 kein einmaliger Ausrutscher waren, und die 4500 km Überziehung darin abbauen (s.o.)
    - oder das aktuelle Jahr nur 9000 - 4500 = 5500 km fahren, um das "Konto" wieder auszugleichen.

    Der mit Gummi ummantelte Türübergang gehört zum Tür-Kabelbaum. Der Tür-KB gehört eigentlich zu den leichter zu wechselnden Strängen im Fahrzeug. Hier aktuelle Angebote für den KB der Fahrertür als Beispiele:
    http://www.ebay.de/itm/Ford-Monde…=item259fe3813b 17 EUR
    http://www.ebay.de/itm/Ford-Monde…=item20ecbb7496 24 EUR
    Wenn Du sowas suchst, dann achte unbedingt auf die Ausstattung des Spenderwagens, dass sie zu Deiner passt. Wenn die Fahrgestelllnummer mit angegeben ist, in ETIS nachsehen und mit Deinem vergleichen.

    Sehr schön. Geht mit den Türen, wie ich das sehe.

    Mit dem Heckklappenschloss wäre es nur zu praktisch, weil man das auch direkt am BCM anzapfen könnte. Es wird konventionell und nicht über den CAN-Bus betrieben.
    Aber das Heckklappenschloss arbeitet anders. Dieser "Stellmotor" (eher ein Elektromagnet) arbeitet nur in einer Richtung, und auch nur dann wenn er aktiv die Klappe öffnet. Dann - und nur dann - bekommt er einen Gleichsmpuls vom BCM dafür. Der andere Pin des Antriebs liegt fest auf Masse. Wird die ZV insgesamt verriegelt, dann passiert in der Heckklappe garnichts. Das BCM ignoriert dann einfach die Entriegelungstaste an der Klappe. Per FFB kann man die Klappe ja trotzdem weiterhin entriegeln.