Querlenker vorn, Alternative zum Ford Originalteil

  • Die Original Ford Querlenker vorn (li+re) kosten 270,- €++. Welcher Zubehörhersteller (kennt jemand den OEM Lieferranten von Ford?) käme in Frage? Zuerst dachte ich an Meyle HD, die sollen haltbarer sein als das Originalteil, aber die Berichte in den Foren beklagen die Steiffigkeit und Geräuscherzeugung des Tonnenlagers. Auch die Produktstreuung wird geklagt. Ähnlich ist es bei Febi. Über SKF habe ich nichts besonderes gefunden.

    Über Lemförder (3617001+3617101) habe ich bislang nur gutes gehört, das wäre jetzt meine Wahl. Kostenpunkt ca. 200,- € für den Satz. Leider ist der Traggelenkkopf genietet und nicht geschraubt wie beim Meyle.

    Leider fehlen auch hier die Schrauben und die sollte man unbedningt erneuern. Teilenummern der Schrauben wären noch hilfreich. Die vom vorderenen Lager könnte 1382650 sein (M14x85mm).

    "Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information."

    Albert Einstein

  • Sieht danach aus, dass es diese hier sind, wobei ich in 2 Übersichten 2 verschiedene Nummern finden konnte:
    (in Summe 6 Stück, 3 für jeden Querlenker)



    Beim Ersatzteileprofi sind beide Nummern gelistet:

    :00000156: Wir sind über'n Berg, es geht bergab! Unser treuer Begleiter bisher in: D, A, CH, F, I , MC, L, B, NL, DK, S

  • Ja, würde Sinn machen, ist also praktisch 3mal dieselbe Dehn-Schraube, wobei es 1382650 nicht mehr gibt und durch 5311538 ersetzt wurde. In vielen anderen Teileportalen fehlt die Angabe der hinteren Schrauben einfach.

    Und es gibt leider widersprüchliche Informationen. Bei den Befestigungssätzen/Reparatursätzen für Querlenker findet man eine M14 und zwei M12er, ich glaube aber das diese Sätze eher für den Focus sind. Wenn ich gezielter nach Mondeo Reparatursätzen suche finde ich z.b, den hier:

    Und da sind es ganz klar 3x dieselben Schrauben, aber in den OE-Vergleichsnummern tauchen die obigen nicht auf sondern ganz andere. Grrr... ist das wieder ein Mist mit den Schrauben.

    Es gibt die Lemförder Querlenker scheints auch mit Schrauben

    Das sind ganz klar 3x dieselben, wobei interessanterweise nur eine mit Schraubensicherung ist und vermutlich vorn ins Tonnenlager gehört und die zwei ohne hinten an die Buchse?

    Wozu aber soll die kleine Schraube dienen?

    Die achwarze Mutter ist vermutlich für den Traggelenkkopf und die zwei anderen für die Buchse? Werden die gekontert? Ich dachte da sind nur die Schrauben drin.

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    Albert Einstein

  • Das sind ganz klar 3x dieselben, wobei interessanterweise nur eine mit Schraubensicherung ist

    bei den 2 Schrauben "ohne" sieht man die Sicherung vorn unten auch ein wenig. Ist halt nicht ringsrum.

    Wozu aber soll die kleine Schraube dienen?

    wahrscheinlich Stoßdämpfer am Schwenklager. Ich gehe mal davon aus das zur Montage des Querlenkers das Schwenklagers vom Stoßdämpfer abgebaut werden soll.

    Mein Verbrauch 677593_3.png

  • Bei Bandel gibt (gab) es Sets Lemförder Querlenker + Schraubensatz, allerdings ausverkauft.

    Aber immerhin gibt es z.B. hier die Schrauben. Einzelne Dreieckslenker sind ja noch gut zu finden.

    Gruß aus Erfurt

    Schon der dritte vierte Ford und der Fahrer wird nicht schlau draus!

  • wahrscheinlich Stoßdämpfer am Schwenklager. Ich gehe mal davon aus das zur Montage des Querlenkers das Schwenklagers vom Stoßdämpfer abgebaut werden soll.

    Hm, meinst Du? Ich wär davon ausgegangen das man vor allem das Traggelenk aus dem Schwenklager rausdrücken muss, danach ist der Querlenker ja "frei". Schraubt man ihn dann los (gesetzt dem Fall das die Schrauben los gehen...) müsste man den doch einfach zur Seite rausziehen können?

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  • Aber immerhin gibt es z.B. hier die Schrauben. Einzelne Dreieckslenker sind ja noch gut zu finden.

    Ja, genau diesen Schraubensatz meine ich ja (Lemförder 39098 01:(

    Auf diesem Bild sieht man gut das die Schraubensicherung überall drauf ist. In anderen Beiträgen hier im Forum wurden Leute davor gewarnt Schraubensicherung auf diese Schrauben zu machen die mit 100 Nm und 120° angezogen werden sollen... aber das war wohl nur eine Meinung.

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  • Hm, meinst Du?

    was Anderes mit Bezug zum Querlenker fällt mir nicht ein.

    Mein Verbrauch 677593_3.png

  • So, die Lemförder sind da. Werde ich nächste Woche wenn das Wetter wieder besser ist mal einbauen und vorher messen ob diese von der Breite her genauso sind wie die Original Ford. Habe ehrlicherweise keine Lust nochmal 140,- € für eine Spurvermessung hinzublättern...

    Den Traggelenkkopf finde ich ganz schön schwergängig, ist halt noch neu :)

    Auf jeden Fall werde ich diese Schutzkappen hier mal schön aufheben wenn ich mal wieder den Querlenker aushängen muss, denn die schützen die empfindliche Gummimanschette wenn der Querlenker irgendwo gegen Achsschenkel oder Bremssattel drückt:

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    Albert Einstein

  • ganz schön schwergängig

    Schau mal in die Papiere, Thema Achslast. Und genau die zerrt und hebelt dann da dran herum. Ich glaube, daß Du diese Kräfte per Hand nicht annähernd hinbekommst.:P

    Gruß aus Erfurt

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  • So, die Lemförder sind eingebaut (zusammen mit den nun selbst zusammengesetzten neuen Sachs-Federbeinen), erste Probefahrt war ok. Ich finde das Auto jetzt sogar etwas spurstabiler, aber das kann auch täuschen. Was ich ja interessant fand das der Traggelenkbolzen beim Lemförder mit der Hand kaum zu bewegen war, ganz im Gegensatz zum alten. Und ich meine diese Straffheit auch in der Lenkung zu spüren. Aber das kann sich ggf. nach ein paar hundert KM wieder ändern, oder?

    Die alten gingen grundsätzlich problemlos raus, auch die Schrauben. Das einzig aufwändige hierbei sind die hinteren beiden Schrauben, die halten nämlich zusätzlich die Stabi-Buchsen und sind mit Muttern gekontert. Da muss man natürlich beim rauschrauben gegenhalten und das ist etwas ein Scheiß weil man nicht wirklich gut hin kommt. Zum einen ist der Innenradkasten im Weg, besonders bei der in Richtung Innenraum liegenden Mutter, zum anderen braucht man eine zweite Ratsche mit Nuss, bzw. besser einen gekröpften Ringschlüssel (so habe ich es gemacht) weil da auch noch die Stabi-Stange selbst im Weg ist.

    Wenn man es wie ich selbst macht, ohne Hilfe und auf der Erde (nicht Bühne) dann ist es echt fummelig. Trotzdem geht der Ausbau mit Schlagschrauber dann noch recht flott. Natürlich muss man vorher den "Arschlochbolzen" (Traggelenkbolzen am Achsschenkel) rausdrücken, klar. Dazu hatte ich mir ja diese Hebelstange gekauft und muss sagen die ist Gold wert! Vor allem wenn man alleine arbeitet. Vorher habe ich eine große Brechstange verwendet, die rutschte aber immer ab. Aber auch mit der Hebelstange ist die einzige Methode den Bolzen zu lösen: Hebelwirkung auf den Querlenker geben und mit einem Fäustel unbeirrt seitlich auf den Achschenkel zu ballern, da wo der Bolzen drin sitzt. Dabei natürlich nichts nebendran zerdeppern (z.b. die kleine Schutzkappe vom Staubschutz). Ohne diese Klopp-Methode geht nix, rein durch drücken eines Hebels bekommt man den Bolzen nicht raus, egal wie lang die Stange ist, es braucht diesen "Impuls". Dabei nicht vergessen die Mutter vom Bolzen erst ganz (!!! VERGESST DAS NIEMALS) rausdrehen und dann wieder ein paar Windungen drauf. So rutscht der Querlenker nicht zu tief runter wenn es sich löst.

    Ich habe mich nach ansetzen der Hebelstange auf diese drauf gestellt und dann gekloppt. Das war bestimmt ein Bild für die Götter... hat aber geklappt, auch auf der Erde. Auf der Bühne kann man ja nen Sack Zement dran hängen, oder den Azubi ;)

    Den alten Querlenker konnte man nach entfernen der drei Schrauben dann einfach seitlich rausziehen und den neuen rein. Beim festziehen der Schrauben hat man das gleiche Problem wie beim lösen, allerdings ist es dabei noch schwieriger, denn die Schrauben müssen laut ETIS mit 175 NM fest, das braucht man schon ordentlich Kraft und einen langen Drehmomentschlüssel, ich habe den genommen den ich auch für den Reifenwechsel hernehme. Hierbei rutschen die Muttern unweigerlich mit. Ich habe also für den Start versucht zu kontern und mit dem Schlagschrauber anzuziehen um dann mit dem Drehmomentschlüssel den Rest zu machen. Dabei geht es auf der Beifahrerseite etwas besser aufgrund der Drehrichtung drückt der Konterschlüssel oben gegen die Stabi-Stange.

    Aber das war eine Drecksarbeit, vor allem weil man die Schrauben ja erst im eingefederten Zustand festziehen darf. Mit montierten Reifen hat man da auf der Erde ohnehin keine Chance. Daher habe ich es so gemacht das ich den Wagen auf den Querlenker abgelassen habe, diesen habe ich mit einem zweiten Wagenheber gestützt. So federte das Auto quasi ohne Rad genauso ein und der Querlenker stand gerade zum Hilfsrahmen. Trotzdem hat das die meiste Zeit in Anspruch genommen, denn so halb unterm Auto liegend mit zwei Wagenhebern umringt eine 175 NM Schraube mit gegenhalten anzuballern... das hat schon was von einem Zirkusartisten!

    Selbstredend, aber nochmal drauf hingewiesen: Die Schrauben vom Querlenker niemals wiederverwenden, immer neue nehmen. Beim Lemförder-Querlenker sind die nicht dabei, aber separat bestellbar. Und ja, die blaue Schutzkappe hat ihren Zweck wunderbar erfüllt, das kann ich nur jedem raten sich für Reparaturen aufzuheben damit man nicht dasselbe Problem verursacht wie ich und die Manschette kaputt drückt.

    Am Ende sind sie aber fest und drin und ich denke das ist der letzte Satz Querlenker den dieses Auto je sehen wird. Normal hält sowas ja locker mal 200tkm und die wird er mit jetzt schon 270tkm wohl eher nicht mehr erreichen, zumindest nicht in meinem Besitz.

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    Albert Einstein

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