Wenn die "Abzweigung" außerhalb eines trocken Bereiches vorgenommen wurde und nicht richtig abgedichtet wurde, dann kann man dadurch über Monate und Jahre beträchtliche Teile eines Kabebaums beschädigen.
Feuchtigkeit (am besten noch mit Streusalz versetzt
) zieht zwischen den Kupferlitzen und der Ummantelung in teils ganz entlegene Bereiche und kann dann ggf. in Steuergeräten Schaden anrichten. Auch können v.a. Leitungen kleineren Querschnitts "durchgammeln", so dass keine Verbindung mehr besteht.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das nicht ganz unbekannte lila Kabel für die Ansteuerung des Lüfters im vFL. Dort gab es vermutlich bei der Kabelbaumherstellung eine Beschädigung der Isolierung und im Inneren ist die Leitung durchgegammelt bis es keine Verbindung mehr gab, und das in einem Bereich, der noch relativ gut durch den Unterfahrschutz geschützt ist.
Ein anderes "brandgefährliches" Beispiel gab es beim Peugeot 307: Kabelbaumbeschädigung (wodurch auch immer), Wasser dringt in Komponenten ein, die eine kräftige Dauerplus-Versorgung haben, was schließlich mehrfach zum Fahrzeugbrand geführt hat. (Der Wagen hatte dadurch eine Zeit lang auch Fährverbot bekommen).
Ganz klare Empfehlung meinerseits, bei Arbeiten am Kabelbaum im "Außenbereich": Versiegelung durch passenden Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber. 