Passend zur Weihnachtszeit singen wir alle gemeinsam: "Alle (5) Jahre wieder - gibt's ne Batterie - ja, da legst di nieder - mei wos iss des sche!"
Ja wer sich wundert warum ich das singe dem sei gesagt das Ford und im besonderen unsere Mondeos bekannt dafür sind seine Batterien zu "fressen". Ein Lebenszyklus von 4-5 Jahren ist dabei leider ganz normal. Und wann trifft es einen? Natürlich im Urlaub, im Winter und überall dort wo man nicht bequem an eine neue rankommen kann dann alle stundenlang auf den ADAC warten, damit man genug Zeit zum singen hat. Eigentlich könnte man ein Abo dafür abschließen solange man das Auto fährt.
Lasst uns mal zusammentragen was ihr so an Batterien und Starterkabeln im Einsatz habt?
Die richtige Batterie
Natürlich gibt es auch welche die das Problem nicht so stark triff und jetzt meinen ihre Batterie sei schon 8 Jahre oder älter und immer noch fit. Die Lebensdauer hängt auch vom Motortyp, Ausstattung und Nutzungsverhalten des Fahrzeugs ab. Bei mir hat es sich auf ziemlich genau 5 Jahre eingependelt. Und seit gestern wird diese schöne Serie fortgesetzt, Batterie #3 ist im Anmarsch. Das klassische Fehlerbild (Tod von jetzt auf gleich, ohne wirkliche Anzeichen einer Schwäche davor) und die Gründe dafür hatte ich hier ja mal bereits ausführlich beschrieben. Und ja, andere Fahrzeughersteller können das irgendwie besser, da halten Batterien gern mal ein Autoleben lang, nutzt uns aber nix.
Ich hätte mir, auch aufgrund der Standheizung eigentlich lieber eine AGM Batterie gekauft, aber die passt leider aufgrund ihrer Höhe nicht sein. Bei gleicher Kapazität (80-85 Ah) und Startleistung (800 A) ist die mit 190 mm einfach zu hoch (max. 175 mm gehen) und man müsste die Batterieabdeckung weglassen oder umkonstruieren.
Auch eine EFB wäre u.U. eine Alternative (z.B. die Varta E46 Dynamic EFB mit nur 75Ah), hat aber deutlich weniger Kapazität und vor allem benötigt dieser Batterietyp sehr wahrscheinlich einen Batteriesensor um das korrekte Ladeverhalten hin zu bekommen. Denn neben der Auswahl einer Batterie ist entscheidend ob das BMS (Batterie-Management-System) in Kombination mit dem Laderegler die notwenidge Ladespannung und Ladecharakteristik hin bekommt. Sonst hat man keine Freude damit.
Entscheidend für die richtige Wahl ist neben den elektrischen Eigenschaften also auch die mechanische Passform. Der Minus-Pol muss hinten zum Fahrgastraum zeigen, hat einen Durchmesser von 19,5 mm. Der Sockel sollte B13 sein damit die Halter passen und die maximalmaße von 175 x 175 x 315 mm (LxHxB) sollten eingehalten sein damit alles in den Batteriekasten passt.
Das richtige Starterkabel
Zwar habe ich für mich und für andere immer ein Starterkabel im Kofferraum, aber wohl ein schlechtes Händchen bei der Wahl meiner Startgeber. Da hätte ich mir besser nen Tesla rausgepickt denn zwei Kleinwagen waren nicht in der Lage mir Starthilfe zu geben. Wichtig ist hier ein Starterkabel mit entsprechender Länge. Ich hatte mir damals ein 4m Kabel gekauft, die meisten sind nämlich kürzer und das kann je nach Standort echt eine Herausforderung werden...
Die richtige Starthilfe
Beim Fremdstart sollte der Motor des Spenders natürlich laufen bevor man die Pole anlegt und zwar zuerst Plus und dann Masse.
Eigentlich müsste man auch die eigene Batterie während dem Vorgang abklemmen (wozu man natürlich auch das entsprechende Werkzeug dabei haben müsste) und erst später wieder auflegen wenn der eigene Generator wieder läuft, denn die zieht schonmal ganz ordentlich an der Spenderbatterie. Etwas Gas geben beim Spender kann helfen das die Spannung nicht zu stark einbricht, mehr Strom fließt deswegen aber nicht.
Da Minuspol bei unseren Mondeos hinten im Batteriefach versteckt ist, bleibt logischerweise nur der seitliche Massepin. Das ist aber auch sinnvoll denn der Widerstand der Karosserie sorgt dafür das der Fremdstarter nicht überlastet wird durch die wie ein Kurzschluß wirkende entladene Batterie.
Powerbank, ja oder nein?
Eine Powerbank ist sicher eine tolle Sache, aber wer schleppt sowas schon dauern mit sich herum, vor allem geladen das es was nutzt wenn man es braucht? Und welche Kapazität benötigt es da? Der ADAC hatte ein recht fettes Teil, so groß wie eine herkömmliche Batterie und selbst damit sprang der Motor nicht so an wie ich es sonst von der Starterbatterie gewohnt bin. Gemessen hatte er Anfangs ca. 35 A Ladestrom. Denn der Jump-Starter muss ja zum einen genug Energie für die Elektronik und den Startvorgang aufbringen (beim Diesel ist das die Vorglühung, der Startermotor gegen die Kompression zur Selbstzündung und beim Benziner neben Starter den Zündfunken) und zum anderen saugt die tiefentladene Batterie ganz ordentlich daran weil diese ja dann einen sehr niedrigen Innenwiderstand hat. Bricht die Spannung dabei zu stark ein, klappt der Start halt nicht.